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Key West

Martin Schlegel ist nebenberuflich Spieleautor und bekannt für seine pfiffigen Spielideen, wo man auch mal sprichwörtlich um die Ecke denken muss, aber trotzdem kommen auch die Gelegenheitsspieler mit seinen Spielen hervorragend zurecht. Das Problem besteht ja darin, was aus einer Idee entsteht, dies fängt kompliziert an und wird immer weiter verfeinert.

Mittlerweile sind es bereits 30 Spiele, die seinen Namenszug tragen, und sie reichen von Aqua Romana bis Verflixt und zugesperrt.

Und auch reiht sich hervorragend in die bisher veröffentlichten Spielen ein. Die Idee besteht darin, in acht Spielrunden genügend Geld mit seinen Fabriken zu erwirtschaften. Gute Zigarren sind ein Garant für einen Gewinn. Aber auch die Hotels und Plantagen muss man im Auge behalten. Wer das Abenteuer sucht, kann sich aufs Meer begeben und nach versunkenen Wracks und Schätzen tauchen. Nur alles auf einmal geht nicht.

Zu Beginn des Spiels wird das Spielfeld entsprechend der Spielanleitung aufgebaut. Diese ist im Übrigen sehr einfach und verständlich zu lesen. Der Aufbau des Spielfeldes wurde auch noch einmal grafisch dargestellt. Auf dem Spielfeld wurden drei Hauptinseln dargestellt. Die eigentlichen Inseln wurden auch noch einmal unterteilt in verschiedene Bereiche, auf denen dann die Hotels, Fabriken oder Plantagen errichtet werden müssen.

Eine Spielrunde besteht aus zwei Phasen:

  • Bietphase
  • Aktionsphase

In der Bietphase werden die entsprechenden Karten aufgedeckt. Nun kann jeder verdeckt sein Geld in die Hand nehmen. Man kann im Übrigen auch Null Dollar bieten. Sobald jeder Spieler sich entschieden hat, werden die Karten sprichwörtlich auf den Tisch gelegt. Der Spieler, der am wenigsten geboten hat, erhält jetzt die Startspielerfigur und so viel Geld, wie er geboten hat. Klar, bei Null gibt es halt Null Dollar. Das Geld erhält er von demjenigen, der am meisten geboten hat. Unter den anderen Spielern werden, wie in der Spielanleitung beschrieben, die Karten aufgeteilt. Kurios ist, dass nur derjenige, der das Höchstgebot abgeben hatte, als einziger den Bietbetrag auch zahlt. Der Spieler mit dem geringsten Betrag erhält keine Spielkarte.

Die Spielkarten, die die jeweiligen Spieler erhalten haben, werden offen abgelegt, so dass jeder diese sehen kann. Anschließend werden die dazu passenden Aktionen ausgeführt, zum Beispiel bei zwei abgebildeten Früchten, werden die dazu gehörigen Plantagen übernommen. Dazu wird eine Holzscheibe auf das vorgesehene Feld gelegt. Was interessant dabei ist, dass man Mitspieler auch von diesen Feldern verdrängen kann. Daher kann man nie sicher sein, denn der Sieg entscheidet sich erst in letzter Minute. Daher ist spannend und abwechslungsreich von Anfang an.

Im Anschluss fängt die Aktionsrunde an und zwar beginnt der Spieler, der zuvor am wenigsten geboten hatte. In dieser Phase darf jeder Spieler zwei seiner Marker einsetzen. Die Aktion, die er durchführen will, wird entsprechend markiert. Nur der „Joker“ kostet zwei Marker. Hier können dann zum Beispiel Hotels gekauft werden oder man begibt sich auf die Schatzsuche und kann den Taucher einsetzen. Jede dieser Aktionen wurde ausführlich und verständlich in der Spielanleitung beschrieben. Zum Ende jeder Runde wird der Inselboss ermittelt. Wer die meisten Steine stehen hat, erhält zwei Siegpunkte.

Nach Abschluss der achten Runde wird das Spiel beendet und ausgewertet.

Fazit

Komplex und übersichtlich, das ist . Leider ist der Verlagsinhaber von Spiele-Idee, Horst Rokitte, kurz vor der Spielmesse in Essen verstorben. Leider viel zu früh. Die erfahrenen Spieler werden noch sein eigenes Spiel kennen. Attandarra hat den Spieler in die Zeit des Mittelalters (siehe Testbericht)  geführt.

Das Spiel, welches er in seinem kleinen Verlag herausgeben wollte, ist sehr reizvoll, vor allem bietet es gerade Strategen viele Möglichkeiten, die man auf den ersten Blick überhaupt nicht feststellt. Gelegenheitsspieler werden am Anfang wahrscheinlich mit den Möglichkeiten überfordert, aber nach mehrmaligem Spielen werden diese auch hier die Möglichkeiten erfassen. Die Spielanleitung wurde sehr verständlich geschrieben und jeder Schritt wird auch dargestellt. So empfiehlt es sich, das Spiel in Phasen durchzuspielen, um die Möglichkeiten des Spiels zu erfassen.

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