Sanssouci

„Nur noch diese eine Statue im Garten platzieren und schon wird der Nachbar schier grün vor Neid!“ – So oder so ähnlich muss sich der Adel des 18. Jahrhunderts gefühlt haben. Nur schade, dass man sich als einfacher Bürger wohl nie in solch eine Situation versetzt fühlt.

Nie? Das Brettspiel „“ von kann Abhilfe schaffen! Mit dem Slogan „Wer legt den schönsten Garten an?“ und einem recht unscheinbaren Cover lockt ein Spiel, das viel zu wenigen Leuten bekannt ist – denn so viel sei vorweggenommen: Es handelt sich um eines der kurzweiligsten Brettspiele der letzten Jahre.

Die Rückseite des Kartons verrät, dass kein geringerer als Friedrich der Große uns zum Bau seines prächtigsten Gartens berufen hat. So liegt es nun an uns, imposante Statuen und Brunnen zu errichten, zahlreiche farbenfrohe Rosenbögen und Hecken entstehen zu lassen und majestätische Grünflächen und Kräuterbeete um sein Schloss “” anzulegen.

Wir übernehmen die Rolle eines von bis zu vier Landschaftsarchitekten und müssen uns im Wettstreit gegenüber unseren Kontrahenten behaupten, kurz um, es gilt zu ermitteln, wer den grünsten Daumen hat.

Das Spiel macht bereits beim Auspacken einen entsprechend guten Eindruck: Die einzelnen Karton-Scheiben lassen sich leicht ausbrechen, die Ereigniskarten weisen eine gute Papierqualität auf und selbst Ersatzkarten sind beigelegt, falls bei der Gestaltung des Gartens doch mal etwas abhandenkommt. Das Spiel bietet sogar noch weitere Spieleansätze, sodass der Wiederspielwert auf jeden Fall gegeben ist.
Die Regeln sind kurz und eingängig auf einem Faltblatt beschrieben und nach wenigen Runden bereits verinnerlicht. In der Mitte des Tisches wird der Spielplan ausgelegt.

Er zeigt zehn Felder in fünf unterschiedlichen Farben, auf denen im Spielverlauf Gartenplättchen offen ausliegen. Jeder Spieler erhält zu Beginn einen von vier Gärten, der sich aus 54 Feldern zusammensetzt. Es gilt, seinen anfänglich noch kargen Garten entlang neun verschiedener Spalten durch das Auslegen von Gartenplättchen zu gestalten.

Sanssouci_Spielszene_Querformat

Am oberen Ende einer jeden Spalte steht ein Adliger – bereit durch den von uns gestalteten Garten zu flanieren. Je weiter die Blaublütigen dabei nach unten gelangen, desto mehr Punkte bringen sie dem jeweiligen Spieler. Das Spiel endet nach der 18. Runde. Gewinner ist der Spieler mit den meisten Punkten und somit dem schönsten Garten.

begeistert schnell durch seine innovative Idee. Der anfängliche Gedanke, einen Ziergarten anlegen zu müssen, weicht schnell der Euphorie, mit seinen Mitspielern im Wettstreit zu stehen. Bereits nach kurzer Spieldauer wird klar, dass es nicht nur darum geht, eine Vielzahl von Hecken aneinanderzureihen, sondern seine Kontrahenten zu boykottieren und gleichermaßen den eigenen Garten bestmöglich zu erweitern.

Nach nur wenigen Runden wird ersichtlich, dass es sich als durchaus schwierig herausstellen kann, die eigenen Grünflächen mit den wenigen ausliegenden Gartenplättchen zu ergänzen, um dadurch möglichst viele Punkte zu ergattern. Vor allem im vorangeschrittenen Spiel gilt es häufig abzuwägen, ob es rentabler ist, sein eigenes Ziel zu verfolgen oder gezielt Plättchen zu nehmen, um sie einem Mitspieler zu verwehren.

Durch die auf 18 Runden limitierte Spieldauer ist eine Partie mit beispielsweise zwei Spielern nach ein bis anderthalb Stunden vorüber und nicht zuletzt ist es der Alternativ-Modus, den beinhaltet, der zum erneuten Spielen einlädt.

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