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Steel Driver

Der englische Spieleautor Martin Wallace, der auch der Gründer der Warfrog Games ist, ist bekannt für Spiele, die anspruchsvoll sind. In diesem Fall versetzt er den Spieler in die Aufbruchsjahre der USA. Anfang des 19. Jahrhunderts fressen sich die Schienen durchs Land. Auf der einen Seite haben Leute viel Geld mit der Eisenbahn verdient, was auch das Ziel des Spieles ist und anderseits ist der Traum des Wilden Westens mit der Freiheit auf einmal verloren gegangen. Dabei erinnert man sich an zahllose Western, wo armen Farmern von Banden das Land abgeluchst wurde und diese haben hier satte Prämien von den Banken und Eisenbahnbesitzern erhalten. Und da ist noch die Vorliebe von Martin Wallace, der bereits einige Eisenbahntitel entwickelt hat. Der Titel erschien bereits 2008 im englischen Verlag und wurde jetzt von Pegasus komplett in Deutsch herausgegeben.

Was hier erst einmal auffällt, ist die relativ umfangreiche Spielanleitung, für die man doch einige Zeit investieren sollte, trotzdem verinnerlicht man relativ schnell die Regeln. Weiterhin typisch für den Autor ist das zahlreiche Spielmaterial, welches hauptsächlich aus Holz besteht. Auf den eher nüchtern wirkenden Spielplan wurden die wichtigsten Städte der USA sowie deren vorgegebene Gleisstrecken abgebildet. Hier hätte man in Fragen der Gestaltung noch etwas mehr machen können, denn das Auge spielt ja mit.

Wichtig ist, dass man mit keiner festen Eisenbahngesellschaft spielt, die Rechte werden zu Beginn einer neuen Runde ersteigert, so dass im Anschluss die Gleise verlegt werden können. Für einen getätigten Anschluss erhalten die Gesellschaften eine Bonuszahlung. Was zum Schluss für die Endabrechnung wichtig ist, sind die Anteile, die man besitzt. Hieraus werden zum Schluss auch noch entsprechende Gewinne herausgezogen, die auch spielentscheidend sein können.

Insgesamt werden fünf Runden, immer nach dem Muster:

1. Investitionssteine nehmen
2. Kontrollsteine versteigern
3. Schienenverbindungen legen
4. Gewinne einstreichen
5. Rundenende

gespielt.

Die Anzahl der Investitionssteine ist abhängig von der Anzahl an Spielern. Mittels dieser Steine werden die Kontrollsteine ersteigert. Der Spieler, der das höchste Gebot abgegeben hat, legt die Investitionssteine in die entsprechende Gesellschaft ab. Und schon ist der nächste Spieler am Zuge. Mittels dieser Steine werden wiederum die Kosten für die Schienenverbindungen bezahlt. Wurden zwei Städte miteinander verbunden, erhält der Spieler die Gewinne ausgezahlt. Der Spielstein auf der Wertung wird den entsprechenden Wert weitergesetzt. Wenn eine Runde beendet ist, erfolgt die Auszahlung. Für den Anschluss der Ost-West Verbindung gibt es noch eine Bonuszahlung.

Wenn ein Spieler kein Schienennetz mehr errichten kann, muss dieser passen. Und der Gesellschaftstein wird herabgesetzt und so wird die nächste Reihenfolge der Spieler ermittelt. Zum Schluss gewinnt der Spieler, der das meiste Vermögen erwirtschaftet hat.

Fazit

Die Spielanleitung fordert doch am Anfang, wobei viele der Spielzüge auch grafisch sehr übersichtlich dargestellt wurden. Martin Wallace hat einen Spielmechanismus entwickelt, der wirklich sehr gut durchdacht ist. Gerade durch die Versteigerungsaktion kommen auch die Kommunikation und manchmal das Fluchen nicht zu kurz. Die Idee, die Siegpunktvergabe per Geld zu tätigen ist nicht neu, aber hier passend.

Aber alles in allem ist das Spiel doch relativ gut zugänglich und verständlich. Und so auch für Gelegenheitsspieler geeignet.

  • Autor/in: Martin Wallace
  • Grafik: Harald Lieske, Paul Niemeyer, Peter Dennis, Hans-Georg Schneider
  • Verlag: Pegasus Spiele GmbH
  • Status: Lieferbar
  • Preis: EUR 35.00
  • Kategorie: Gesellschaftsspiel
  • Anzahl Spieler: 3-6
  • Altersgruppe: ab 12 Jahre
  • Spieldauer: 1 Stunde
  • Spieleinteilung: Gelegenheitsspieler, Vielspieler
  • Schwierigkeitsgrad: 3 (mittelschwer spielbar)

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