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Stromberg – Das große Bürostuhlrennen

Ein jeder kennt den tristen und grauen Büroalltag. Man bekommt Akten auf den Tisch geknallt und muss sie so schnell wie möglich bearbeiten. Währenddessen bekommt man haufenweise Telefonanrufe, die natürlich alle so wichtig sind, dass man seine Arbeit nicht erst in Ruhe erledigen kann. Der einzige Lichtblick sind das Tagesende und die kleinen Kaffeepausen mit den Kollegen.

Genauso ereignete es sich in der erfolgreichen deutschsprachigen Serie Stromberg. Doch wusste Stromberg diesen Alltag aufzulockern, so wurden immer mal ein paar Teamspiele im Büro gespielt, beispielsweise ein Teamkampf mit Air-Guns oder ein Rennen auf Bürostühlen. Und wer will nicht einmal durch ein riesiges Büro mit einem Bürostuhl rasen, auch wenn man sich dabei die eine oder andere Blessur holen kann.

Und genau das hat sich der Ravensburger Verlag auch gedacht „Warum gibt es noch kein Bürostuhlrennen?“ und hat es in die Tat umgesetzt.

Bei Stromberg – Das große Bürostuhlrennen gilt es wie bei jedem Rennspiel, als erster ins Ziel zu gelangen. Doch ist Vorsicht geboten, denn wer seine Arbeit zu sehr vernachlässigt, wird vom Abteilungsleiter abgemahnt und bestraft. Zum Glück für uns, dass man im Spiel nicht gefeuert werden kann.

Aber was wäre ein Rennen, wenn es keine weiteren Hürden gäbe. So muss man sich auch an büroalltäglichen Dingen, wie dem Reinigungspersonal, Telefonen, anderen im Weg stehenden Kollegen und dem Reinigungsstaubsauger vorbei pirschen. Das hört sich zunächst einfach an, stellt sich aber auch im Büro oftmals als Sache der Unmöglichkeit heraus. Immer wieder kommt ein Kollege an und will sich mit dir unterhalten oder einen Kaffee trinken und bringt dich schließlich so vom angestrebten Weg ab.

Die Vorbereitungen für das Spiel sind sehr schnell getätigt. Jeder sucht sich zuerst einen Charakter aus und der Startspieler wird festgelegt. Entweder Stromberg spielt mit und ist Startspieler oder es wird ausgelost. Irgendwie kommt einem das bekannt vor, dass der Vorgesetzte eine bevorzugte Behandlung bekommt. Aber zum Glück löst es das Problem des Startspielers, welcher in den Runden immer wieder an den nächsten Spieler abgegeben wird.

Dazu bekommt jeder Spieler noch einen hübschen und stabilen Schreibtisch mit Monitor und einem schönen Deko-Gegenstand. Um Aktionen ausführen zu können, müssen die Spieler ihre persönlichen Aktionskarten erhalten, die bei Verbrauch nicht noch einmal zur Verfügung gestellt werden. Also sollte man ein wenig strategisch mit ihnen umgehen. Dann braucht man eigentlich nur noch die Rennbahn, das Büro. Dieses besteht aus vier Platten, welche beidseitig bedruckt sind. Was sehr schön ist, denn so kann man die Rennbahn immer wieder variieren.

Was für eine sehr schöne Abwechslung sorgt, sind die dynamischen Regeln für die Reinigungskräfte und den Abteilungsleiter, Herrn Becker. So werden sie definitiv bei drei bis vier Spielern gespielt, wobei der Platz bei drei Spielern vorgegeben ist, bei vier dürfen es sich die Spieler aussuchen.

Sind es jedoch fünf Spieler, wird auf diese Hindernisse verzichtet. So ähnlich ist es auch mit der Profispielvariante. Ähnlich verhält es sich auch mit dem Herrn Becker, der nach einer bestimmten Zeit im Büro vorbei schaut. Bei fünf Spielern schaut er erst nach elf KWs vorbei, jedoch werden es immer zwei KWs weniger für jeden wegfallenden Spieler.

Für erfahrene Spieler wurden Bonusaktionen, basierend auf den Charaktereigenschaften, beigelegt. So kann jeder Spieler seinen Bonus drei Mal im Spiel einsetzen, außer der Chef, Stromberg. Er bekommt sogar fünfmal die Möglichkeit. Es könnte also ein kleiner Kampf um diesen stellvertretenden Chefposten ausbrechen.

Der generelle Ablauf besteht aus acht Hauptrunden, in denen jeder Spieler fünf Karten zieht und mit ihnen eine Aktion durchführt. Entweder man sammelt Aktionspunkte, um am Ende einer Hauptrunde dann mit seinem Stuhl agieren zu können (Karte ausspielen), oder man bearbeitet Akten, um bei einer Kontrolle von Herrn Becker nicht abgemahnt zu werden (Karte unter den Schreibtisch legen), oder wenn man seine fünf Karten abgearbeitet hat, bewegt man sich einfach auf dem Spielfeld mit den angesammelten Aktionspunkten.

Das wäre ja ziemlich langweilig, wenn es nicht noch lustige Zwischenaktionen geben würde. So ist beispielsweise auf einigen Karten ein Herr Becker-Symbol, wodurch man eine Prüfung des Büros provozieren kann. Oder man drückt anderen Mitspielern einen Kaffee in die Hand, um sie dadurch nur noch geradeaus fahren zu lassen.

Das Schlimmste, was jedem passieren kann, ist, wenn die abgearbeiteten Akten einfach mal „Ausversehen“ in den Schredder gerutscht sind und danach gleich die Kontrolle vom Abteilungsleiter ansteht.

Dann wird der Spieler mit den wenigsten abgearbeiteten Akten abgemahnt und erhält eine Bestrafung, einen Becker-Chip. Dieser wird auf den Schreibtisch gelegt und verbleibt bis zum Ende des gesamten Spiels auf diesem. Der Chip zeigt an, um wie viele Aktionspunkte dich der linke Nachbar verschieben darf.

Ganz klar wird der, der dem Abteilungsleiter bereits negativ aufgefallen ist, härter bestraft als „unschuldige“ fleißige Arbeiter. So auch hier. So bauen die Becker-Chips aufeinander auf und addieren sich pro Bestrafung.

Durch das hochwertige Spielmaterial, die durchdachte und variable Spielmechanik und die detaillierten Zeichnungen ist das Spiel ein richtiger Spielgenuss. So sind auch in der Spielanleitung passende Zitate aus der Serie eingebunden und lockern das erste Spielerlebnis auf, welches ansonsten immer ein Kampf um das korrekte Regelverständnis ist.

Fazit
Stromberg – Das große Bürostuhlrennen ist ein sehr gelungenes und abwechslungsreiches Rennspiel mit vielen unterschiedlichen Facetten. Trotz des so starken Bezugs zur Serie „Stromberg“ ist es ein sehr schöner Spielspaß für jedermann, auch wenn man Stromberg nicht kennt.

  • Verlag Ravensburger Verlag

 

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