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Triassic Terror

Bei dem Gesellschaftsspiel von Peter Hawes handelt es sich um ein Strategie- / Taktikspiel für zwei bis sechs Personen. Wie der Name schon vermuten und der erste Blick auf die Verpackung erkennen lässt, ist das Spiel in ein urzeitliches Setting eingebettet. Jeder Spieler übernimmt die Kontrolle über eine Herde von Dinosauriern und versucht sie zu vergrößern und neue Herden zu gründen, um möglichst viele Punkte zu sammeln. Dazu aber später mehr.

Kommen wir zunächst einmal zu den Spiel-Materialien. Auf den ersten Blick fällt die hohe Qualität dieser auf. Der Spielplan besteht aus fester Pappe, genau wie die Karten und Spielplättchen. Die eigentlichen Spielfiguren sind aus Holz angefertigt. Besonders fallen die Dinosaurierfiguren aus Hartgummi auf, die in den sechs Spielfarben angemalt sind. Hier muss auch das einzige Manko an den Spielmaterialien angesprochen werden. Die Dinosaurierfiguren für den roten und den rosa Spieler sehen sich von der Färbung her sehr ähnlich und sind etwas schwer zu unterscheiden.

Da es sich bei den Spielerfiguren jedoch um verschiedene Dinosaurierarten handelt, fällt dieses Problem nicht so stark ins Gewicht.

Kommen wir nun zum eigentlichen Spiel. Wie bereits erwähnt, ist es das Ziel des Spiels, möglichst viele Punkte zu erlangen. Das Spiel ist in drei Zeitperioden unterteilt (Trias, Jura und Kreide). Die ersten beiden Zeitperioden dauern jeweils drei Runden, danach findet eine Wertung statt und die Spieler erhalten Punkte. Die Kreidezeit dauert je nach Anzahl an Spielern zwei oder drei Runden. Auch hier erfolgt im Anschluss eine Wertung.

Dabei gibt es zwei verschiedene Wertungsarten. Die Präsenz-Wertung und die Vorherrschafts-Wertung. Das Spielfeld ist in vier Regionen (Sumpf, Dschungel, Berg und Wüste) unterteilt. Jede dieser Regionen ist in drei Gebiete gegliedert, die ebenfalls in drei Habitate eingeteilt sind (ein großes, ein mittleres und ein kleines). Jedes dieser Habitate ist mit einer Punktzahl versehen.

Bei der Präsenz-Wertung erhalten die Spieler Punkte für jedes Habitat, in dem sich eine Herde ihrer Farbe befindet. Bei der Vorherrschafts-Wertung erhalten nur die beiden Spieler Punkte, die die größten Herden in einer der vier Regionen haben. Alle erhaltenen Punkte werden aufaddiert und der Spieler, der die meisten Punkte im Anschluss an die letzte Wertung hat, gewinnt das Spiel.

Wie kann ein Spieler aber ein Habitat mit seiner Herde besetzen? Schaut man in die Anleitung, stellt man fest, dass dem Spieler prinzipiell sechs verschiedene Möglichkeiten gegeben sind, seine Herde oder die seiner Gegner zu manipulieren. Unter anderem sind dies zum Beispiel die Herdenwanderung, mit der eine Herde in ein neues Gebiet wandern kann, oder der T-Rex, der eingesetzt die gegnerischen Herden frisst.

Prinzipiell dreht sich jede Spielrunde bei darum, seine Herden strategisch günstig zu platzieren oder die Herden des Gegners daran zu stören. Hierbei sei erwähnt, dass eine Herde eines Spielers aus einzelnen Dinosauriern besteht. Verliert eine Herde alle Dinosaurier, so stirbt sie aus. Es kann durchaus passieren, dass während des Spielverlaufes alle Herden eines Spielers aussterben.

Dieser scheidet allerdings nicht aus dem Spiel aus, sondern hat die Möglichkeit, neue Herden zu gründen, um so wieder am Spielgeschehen teilzunehmen. Auf diese Weise ist garantiert, dass alle Spieler bis zum Ende des Spiels im Spiel bleiben. Ein sehr positiver Umstand, der dem Spiel besonders bei Spielen mit 4 oder mehr Spielern gut tut.

Die Größe einer Herde ist für das Erlangen von Punkten besonders wichtig. Wie bereits erwähnt, teilen sich alle Regionen in Habitate auf, für die es Punkte gibt. Dabei gibt das größte Habitat auch die meisten Punkte. Der Spieler mit der größten Herde besetzt immer das größte Habitat in einer Region. Der mit der zweitgrößten Herde das mittlere Habitat und das kleinste Habitat wird durch den Spieler mit der kleinsten Herde besetzt.

In einer Region darf jeder Spieler nur eine Herde haben. Das bedeutet, dass sich Dinosaurier, die in ein bereits besetztes Gebiet wandern, der vorhandenen eigenen Herde anschließen. Ändern sich die Größen der Herden in den Habitaten, werden diese erneut von der größten zur kleinsten Herde in das größte bis zum kleinsten Habitat eingeordnet. Kommt eine neue Herde in ein Gebiet, die größer ist als die Herde, die im kleinsten Habitat lebt, verdrängt sie diese.

Die so verdrängte Herde stirbt aus und der Spieler kann sie nicht mehr nutzen.

Die Regeln mögen auf den ersten Blick sehr kompliziert sein und es gibt ebenfalls Regeln, die noch nicht erwähnt wurden. Auch ist die Anleitung recht umständlich geschrieben, was das Erlernen der Regeln nicht gerade einfacher macht. Aber von diesem Umstand sollte man sich nicht abschrecken lassen.

Hat man die Regeln einmal verstanden, ist ein sehr gutes taktisches Spiel mit vielen Möglichkeiten, Strategien und Wendungen im Spielgeschehen, die jede Partie aufs Neue zu einer interessanten Herausforderung macht.

Auch ist die Länge der einzelnen Partien, die im Schnitt zwischen 90 bis 120 Minuten liegen, angemessen. Das Spiel wirkt weder zu langatmig noch gehetzt.

Test/Artikel von Enrico Gebert

 

Bewertung

9.3 Wertung

Betrachtet man das Gesamtpaket, so lässt sich zusammenfassend sagen, das ein sehr empfehlenswertes Taktik- / Strategiespiel mit hochwertigen Spielmaterialien ist, welches allerdings eine gewisse Einarbeitungszeit seiner Spieler verlangt.

  • Spielidee 9/10
  • Ausstattung 9/10
  • Spielablauf 8/10
  • Interaktion 10/10
  • Einfluss 10/10
  • Spielbarkeit 9/10
  • Spaß 10/10

Weitere Informationen

  • Titel: Triassic Terror
  • Kategorie: Brettspiele
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Anzahl Spieler: 1-4 Spieler
  • Verlag: Eagle Games/ Kayal Games/ Vertrieb Huch and Friends

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