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Wikinger – die vergessenen Eroberer

Wenn ich an die Wikinger denke, fallen mir sofort Wickie und die starken Männer ein. Sie kennen Wickie nicht mehr? Das war der kleine Junge mit dem roten schulterlangen Haar. Er wohnte mit seinen Eltern in Flake. Und die Männer konnten ohne Wickie nicht verreisen, denn dieser hatte die besten Ideen. Das Spiel hat nichts mit Wickie zu tun, nein es versetzt Sie nur in die Zeit der Wikinger.

Das Spiel
Der Verlag ist ja bekannt für große und komplexe Spiele. Der Umfang des Spielmaterial ist außerordentlich. Die Wikingerfiguren sind zwar aus Plaste, sind aber entsprechend sehr gut gestaltet. Weiterhin befinden sich noch Städte, Geld (welches gleichzeitig die Wertungspunkte sind), Spielkarten und Warenchips im Spiel.

Das Spielfeld wird in die Mitte des Spieles gelegt. Jeder Spieler sucht sich seine Spielfarbe aus, mit der er spielen möchte. In dieser Farbe bekommt er sein Schiff sowie die Spielfiguren. Jeder Spieler erhält noch eine Runenkarte. Die Schiffe werden im Winterlager plaziert.

Die Sagakarten werden auf das Spielfeld abgelegt. Jeder kann im Spielzug sieben Aktionen durchführen. Egal ob man sein Schild, welches symbolisch das Schiff darstellt, mit Personen oder Waren belädt. Jedes Beladen ist eine Aktion. Man smuss ich entscheiden, ob man handeln oder neue Regionen besiedeln will. Aber auch das Brandschatzen kann man sich als Aufgabe wählen.

Wichtig, dass Schiff muss immer mit einer Person besetzt sein. Für die verschiedenen Aktionen gibt es Punkte. Wer die meisten hat, gewinnt. Nun belade ich mein Schiff mit fünf Wikingern und fahre zur nächsten Stadt. Hier bin ich zwei Tage unterwegs. Damit sind meine Aktionen verbraucht und der nächste Spieler ist am Zug. Man kann aber statt loszusegeln zwei Karten ziehen. Jede Karte zählt als eine Aktion. Der Spieler darf aber nicht mehr als drei Runenkarten besitzen. Jede Karte, die man ausspielt, kann uns Punkte bringen.

Wer die Aufgaben der Sagakarten erfüllt, bekommt diese Karte. Wenn zum Bsp. ein Spieler einen Teil erfüllt hat und nur noch eine Aktion benötigt wird, kann ich dies auch machen und so die Sagakarte erhalten.

Bei Fahrten auf See muss man die Anzahl der Tage, die man auf See sein darf, beachten. Die Spieler können die Werte an der Windrose ablesen. Wenn dieser Wert überschritten wird, muss man eine Figur oder eine Ware vom Schiff entfernen. Dies sollte man bei der Planung der Überfahrt beachten, denn wenn keine Wikinger mehr an Bord sind, kann kein Schiff bewegt werden. Das Schiff wird wieder ins Winterlager geschickt.

Wer Punkte erwirtschaften will, muss Handel treiben, siedeln oder andere Städte ausrauben. So wird die Ware Felle in einer Stadt abgeladen und man bekommt die Punkte, die an der Stadt stehen. Man kann auch eine Siedlung gründen. Dies darf nur dort gemacht werden, wo kein Hafen steht. Wenn man eine Siedlung gründen will, wird dies ausgewürfelt. An den Orten stehen Zahlen, diese muss man überbieten. Wenn man unter dem Wert würfelt, muss man eine Figur von seinem Schiff entfernen. Hat man die gewünschte Zahl gewürfelt, setzt man seinen Wikinger in die Siedlung. Die Zahl, die an der Siedlung steht, bekommt man als Punkte.

Ähnlich funktioniert es, wenn man eine Stadt überfällt. Nur wird hier mit jedem Würfel einzeln gewürfelt. Hat man gewonnen, bekommt der Spieler den Wert, der unter der Stadt liegt. Ist ein Handelsgut unter der angegriffenen Stadt, verringert sich der Wert um eins. In jeder Stadt kann nur ein Handelsgut liegen.

Wichtig: In jeder Runde kann man zwar beliebig oft handeln, angreifen, siedeln, aber immer nur einmal pro Hafen/Stadt.

Wer im Spiel die Saga erfüllt, bekommt die dicken Punkte. Der Spieler, der die meisten Länder einer Gruppe hat, bekommt zum Schluss noch zusätzlich Punkte. Auch die gegründeten Siedlungen werden bepunktet. Wenn alle Sagakarten aus dem Haufen entfernt wurden, ist das Spiel beendet.

Spielmaterial:

  • 1 Regelheft und 1 Spielplan
  • 33 Runenkarten (davon 9 bislang noch nicht veröffentlicht) und 18 Landschaften
  • 27 Sagakarten
  • 5 Drachenschiffkarten
  • 1 Windrose und 3 Würfel
  • 33 Marker Handelsgüter
  • 1 Marker Vorbereitung
  • 1 Marker Segeln
  • 15 Schatzmarker und 67 Geldstücke
  • 5 Drachenschiffe
  • 75 Wikingerfiguren
  • 3 Figuren für große Städte
  • 12 Figuren für kleine Städte
  • 12 Schatzplättchen für kleine Städte

Fazit

Das Spiel „Die Wikinger – Die vergessenen Eroberer“ ist ein gelungenes Spiel. Es ist ausgewogen, sprich der Glücksfaktor und die taktischen Elemente halten sich die Waage. Aber auch die bekannte Schadenfreude kommt nicht zu kurz, denn einige der Runenkarten sind schon ganz schön gemein. Man kann dadurch einen Gegenspieler mal kurz Matt setzen.

Das Spiel bietet verschiedene Wege zum Ziel. So kann im Spiel auch komplett auf das Brandschatzen verzichtet werden, denn man kann allen durch Siedeln und Handeln gewinnen.

Die Spielregel wurde grafisch sehr gut aufbereitet. Das Heft ist zwar sehr umfangreich, ist aber schnell zu verinnerlichen. Die Wikinger – die vergessenen Eroberer ist ein durchschnittlich gutes Spiel. Man sollte sich bei der ersten Spielrunde Zeit nehmen, um gemeinsam die Regeln verstehen zu lernen.

  • Verlag:
  • Anzahl: 2 bis 5
  • Alter: ab 12 Jahre
  • Dauer: 90 Minuten
  • Schwierigkeitsgrad: 3 (mittelschwer spielbar)
  • Spieleinteilung: Gelegenheitsspieler

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