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20.000 Meilen unter dem Meer

Die Bücher Jules Vernes wurden bereits mehrfach verfilmt und mussten als Vorlagen für Spiele aller Art herhalten. Meistens wird sich mit einer solchen Umsetzung schwergetan, immerhin trifft man hier auf ein literarisches Schwergewicht. Auch dieses PC-Spiel wagt sich in dieses unsichere Fahrwasser – ob es da gelingt, den Kurs zu halten?

Die ersten Eindrücke vom Spiel sind überaus positiv, bereits die Verpackung macht einiges her und verspricht einen hochwertigen Inhalt. Auch die Systemanforderungen sind sehr moderat, abgesehen davon, dass man dieses Spiel auch auf einem Mac installieren kann. Nachdem wir das „“ gestartet haben, springen einem dann auch die einfache Handhabung und stimmige Gestaltung der Benutzeroberfläche ins Auge. Auch die Geschichte hinterlässt einen weitestgehend positiven Eindruck, denn im Großen und Ganzen hielten sich die Macher des Spiels an das Original von Jules Verne: Der Spieler schlüpft in die Rolle des Professors Annorax und gelangt mit zwei Begleitern an Board der Nautilus. Als Gast von Kapitän Nemo durchfährt, und erkundet man die unendlichen Weiten des Meeres, bis man schließlich erkennen muss, dass das Dasein als Gast zuweilen dem eines Gefangenen gleichen kann.

Im Wesentlichen handelt es sich bei diesen Minispielen um Wimmelbild-Missionen in unterschiedlichsten Ausprägungen. Mal müssen Gegenstände gesucht oder gefunden, mal Unterschiede erkannt werden. Für Wimmelbild-Fans wird eine ganze Bandbreite an Spielvariationen geboten. Auch die Grafik ist, zumindest im Vergleich zu anderen Produkten aus diesem PC-Spiel-Genre, sehr gut gelungen. Es werden wunderschöne Unterseelandschaften und liebevoll gestaltete Kajüten geboten. Besonders positiv fiel auch auf, dass die Macher sich immer wieder um den Kontakt zur Literaturvorlage bemühten und ihn letztendlich auch nie verloren haben – dahin gehend wird dem Spieler eine sehr stimmige Atmosphäre geboten.

Wer noch nie das Original von Jules Verne gelesen hat, kann sich die Geschichte durch das Spiel ein wenig nacherzählen lassen. Der Anwender wird spielerisch an einen Literaturklassiker herangeführt und das macht Lust auf mehr – eine nicht zu unterschätzende Leistung. Liebhabern von Wimmelbildspielen kann man „“ nur empfehlen. Es ist aber auch eine interessante Alternative für Nutzer, die ein kurzweiliges Spiel mit „etwas literarischem Tiefgang“ für zwischendurch suchen. Empfehlenswert ist ein Einstiegsalter von ca. 9 bis 10 Jahren, da man zumindest über ausreichend Lesefähigkeiten verfügen sollte. Das Spiel eignet sich auch für Kinder und Jugendliche, zumindest um diesen einen ersten Kontakt mit Romanen Jules Vernes zu verschaffen. Der Preis von knapp 10€ geht jedenfalls in Ordnung, zumal auch ein kostenloser Support geboten wird – was keineswegs eine Selbstverständlichkeit darstellt.

Hersteller: Prime Games

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