Anno 1404

Bereits vor 10 Jahren, wo 1602 erschienen ist, bin ich im wahrsten Sinne des Wortes vor dem Computer versumpft. Eigentlich spielten Tag und Nacht dabei keine Rolle, man war von dem Tiefgang des Spieles fasziniert. Und dies ging ungefähr 5 Millionen anderen Spielern genauso.

ist ein Strategiespiel, wo kriegerische Auseinandersetzungen nie die Rolle gespielt haben. Dabei war das wirtschaftliche Gleichgewicht, was man erreichen musste, ausschlaggebend für Sieg oder Niederlage.

Auf der einen Seite muss das Volk mit Nahrung und anderen Bedürfnissen befriedigt werden und auf der anderen Seite benötigt man Geld, welches man über die Steuern oder durch den Verkauf von Waren erhält. Je höher der Aufstieg der Zivilisation umso höher waren die Bedürfnisse. Am Anfang reichten Nahrung und Stoffe und nachher mussten es schon Pelze sein.


Das Spiel

Leinen los, Segel setzen und das neue Land entdecken.

besitzt von Anfang an eine Kampagne. In einem Tutorial werden Sie von Lord Richard Northburgh mit allen wesentlichen Steuerungselementen vertraut gemacht. Nachdem Sie diese Lexikon gelernt haben, werden Sie aufgefordert, sich an der Vorbereitung eines Kreuzzuges zu beteiligen. Der etwas undurchsichtige Guy Forcas wird die Missionen leiten. Der Auftrag zum Kreuzzug hat Kardinal Lucius erteilt und führt Sie in den Orient. Die Aufgaben dabei sind sehr vielfältig.

So müssen Sie für Guy Forcas einen Hafen und Lager errichten. Oder dieser benötigt Eisen oder Werkzeuge. So müssen Sie auf Ihrer Insel eine entsprechende Warenkette errichten. Nur einfach darauf losproduzieren ist auch nicht möglich, da Sie auch immer auf die Bedürfnisse Ihres Volkes achten müssen.

Die Geschichte wird dabei spannend erzählt. Verschiedene Ingame-Zwischensequenzen unterstützen das Ganze. Auf Grund der Gestaltung ist aber abzusehen, wohin die Geschichte führt. Sie können dabei leider nicht den Verlauf der Geschichte ändern, so dass verschiedene Wege zum Ziel führen. Dies ist auch wirklich das einzige Manko an diesem fantastischen Spiel. Die eigentlichen Missionen wurden abwechslungsreich gestaltet.


Das Herzstück

Wie in jedem -Spiel ist das Endlosspiel das Herzstück. Sie können hierbei die Startbedingungen festlegen, so Gegenspieler und Gegner, hier in Form der Piraten. Aber auch die Naturkatstrophen und die Fruchtbarkeit der Insel werden zu Beginn bestimmt.

Wie bei den Vorgängern müssen Sie auch hier auf die Bedürfnisse Ihres Volkes achten, haben Sie diese erfüllt, steigt Ihr Volk in die nächst höhere Stufe auf. Insgesamt gibt es bei vier Stufen (Bauer, Bürger, Patrizier und Adelige). Je höher die Stufe ist, umso größer werden die Ansprüche. Reicht bei den Bauern die Grundnahrung Fisch, etwas Apfelmost und eine kleine Kapelle, haben die Bürger schon andere Ansprüche. Zum Schluss produzieren Sie Wein, Pelze oder sogar Kerzenständer.

Mit jedem Aufstieg des Volkes verändern sich auch die Gebäude. Ein Gebäude kann nur aufsteigen, wenn Sie die benötigten Rohstoffe besitzen.

Im Spiel stehen Ihnen mehr als 60 verschiedene Waren zur Verfügung. Im Laufe des Spieles müssen Sie daher richtig planen, da Sie in aller Regel jetzt auch mehrere Inseln besiedeln müssen, um Ihr Volk richtig zu versorgen. Im Endlosspiel können Sie auch mit allen anderen Gegenspielern Handel betreiben. Sie können sich auch im Laufe des Spieles für eine kriegerische Auseinandersetzung entscheiden, nur sollten Sie vorsichtig sein. Ein Krieg kann einen in den wirtschaftlichen Ruin treiben. Es besteht aber auch die Chance, dass sich alle KIs gegen Sie vereinen. Also äußerste Vorsicht mit Kriegserklärungen.

Im Diplomatiefenster erfahren Sie hierzu alles.


Die Steuerung und die Grafik

Grafisch ist das Spiel nur noch ein Hochgenuss, um dieses zu erleben, benötigen Sie einen leistungsfähigen PC, der nicht älter als ein Jahr ist. Die Steuerung ist relativ einfach. Sie können dieses im Menüfeld öffnen oder direkt mit einem Klick über der Landschaft, wo Sie das Gebäude errichten wollen.


Fazit

legt die Messlatte für e sehr hoch an. Das Spiel ist nahezu perfekt, nur ein Mehrspieler-Modus fehlt. Das Storyspiel ist zwar vorhersehbar, nach den ersten drei, vier Missionen, aber trotzdem fesselnd.

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