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Blood Knights

Wenn zwei Vampire gegen fiese Mächte zu Felde ziehen, ist ein mieses Gemetzel nicht fern. Das Action Rollenspiel „“ springt auf den Vampir-Hype auf und überrascht mit einer preisgünstigen aber ordentlichen Performance.

Ordentliche Vampiraction mit Fortsetzungsgefahr
Im Auftrag Roms ist ein Trupp Vampirjäger unterwegs, um den Untergang der Menschheit zu verhindern: Die bösartigen Blutsauger sind drauf und dran, ein Siegel zu entwenden, dass die Zerstörung des Mondes verursacht und damit eine gigantische Flutwelle auslösen – also eine Katastrophe biblischen Ausmaßes verursachen – kann.

Das Grüppchen, auf ein paar mutige Kämpfer dezimiert, muss auf ein gefährliches Ritual zurückgreifen, um den Vampirhorden etwas entgegensetzen zu können.

Der Anführer wird einer Seelenverbindung mit einer Blutsaugerin ausgesetzt. Schlusslich hat dieser letzte Versuch jedoch nichts genutzt, das Siegel ist entwendet und die Katastrophe scheint unaufhaltsam über die Menschheit hereinzubrechen – es bleibt nur wenig Zeit, den Weltuntergang zu verhindern.

Zudem muss sich der Held samt blutaffiner Begleitung gegen die einstigen Freunde zur Wehr setzen, denn er selbst ist durch die Verbindung zu einem Derjenigen geworden, die er einst bekämpfte.

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Um dem Ende nicht allzuviel vorweg zu nehmen, die Gefahr zu bannen und die Verbindung wieder zu lösen, stellt sich als ungeahnt schwierig heraus. Das offene Ende ist zugleich eine anständige Überleitung zu einer möglichen Fortsetzung des Abenteuers.  Wie, wann und ob es einen zweiten Teil gibt, ist noch nicht wirklich klar.

Mit Blick auf die einfache aber gut durchdachte Story und den niedrigschwelligen Einstiegspreis stehen die Chancen jedoch nicht schlecht.

Anständige, aber ausbaufähige Performance
Zugegebenermaßen ist die Geschichte ein wenig linear, wer eine komplizierte und eine sich verästelnde Story sucht, wird hier kaum fündig werden – zumal die Spieldauer mit knapp 7 Stunden reichlich kurz bemessen ist. Auch die Interaktion mit der Umwelt ist eher auf das Allernotwendigste beschränkt.

“ ist auf den Gelegenheitsspieler gemünzt, der sich ein halbes Stündchen Action gönnen möchte und nicht stundenlang in eine völlig andere Welt einzutauchen gedenkt. Insofern ist die Bezeichnung „Action Rollenspiel“ ein wenig zu hoch gestochen, obgleich die Zuordnung nicht völlig falsch ist.

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Der Minimalismus findet sich auch in Grafik und Sound wieder. Insgesamt wird eine ordentliche Performance geboten, aber mit den mehr oder minder aktuellen Titeln des Genres kann das Spiel bei weitem nicht mithalten. Es wird ein gutes Rundumpacket geliefert, solange man keine allzu großen Maßstäbe anlegt.

Der Gelegenheitsspieler ist hier der Adressat, sobald ein Spieler mit gehobenen Anforderungen auf den Plan tritt, kann das Spiel kaum noch mithalten. Das fängt mit den Zwischensequenzen an und hört mit der ansprechenden und durchaus detaillierten, aber den High-End-Anforderungen bei weitem nicht genügenden Lokalitäten auf.

Schwierige Steuerung macht das Leben nicht leichter
Einziger wirklicher Schwachpunkt ist die Steuerung. Kontrolliert wird der aktuell kämpfende Charakter aus der Perspektive einer dritten Person. Je nach Bedarf kann zwischen zwei Figuren (einer Vampirin und vampirjagendem Neu-Vampir) hin- und hergewechselt werden.

Der an sich sehr guten Idee steht die eher schwache Umsetzung entgegen. Die Kameraperspektive wechselt je nach Standort der Figur, da auf eine herkömmliche WASD-Steuerung zurückgegriffen wird, kann es passieren, dass die Figur – obwohl nach wie vor die gleiche Richtungstaste gedrückt wird – plötzlich die Lauf- oder Sprungrichtung ändert. Vor allem im Kampf ist dies dem anvisierten Erfolg eher abträglich.

Zwar lässt sich dies mit ein wenig Übung leicht händeln, dennoch sollte für den nächsten Teil ein wenig an der Steuerung gefeilt werden. Insbesondere Gelegenheitsspieler und/oder Anfänger dürften hier Schwierigkeiten bekommen, zumal es fraglich ist, ob diese die Zeit und die Geduld aufbringen können (oder wollen), sich mit dem gewöhnungsbedürftigen Handling auseinanderzusetzen.
Eine nette Idee zum Nikolaus: Ordentliches Spiel zu günstigem Preis!

Kurz gefasst: Für knapp 20€ wird dem Spieler kurzweilige Blutsauger-Action geboten. Das Spiel ist unterkomplex, jedoch fesselnd genug, um sich für einen Nachmittag sehr gut unterhalten zu fühlen oder einfach mal ein bis zwei Stündchen abzuschalten. Freigegeben ist ab einem Alter von 16 Jahren, mit Blick auf die dargebotenen Kampfszenen ist diese Einstufung nicht unberechtigt.

Geeignet ist das Spiel vor allem für Gelegenheitsspieler und Anfänger, für alte Hasen oder Hardcore-Gamer dürfte sich die Anschaffung nicht lohnen.

Ein weiterer Vorteil des niedrigschwelligen Angebotes sind die moderaten Systemanforderungen, dem Spielgenuss steht jedenfalls kein älterer Rechner entgegen. „“ ist im Handel oder über Steam erhältlich, herausgegeben wird das Spiel von Kalypso Media.

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