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Blood Knights

Das Blutsiegel ist ein uraltes Relikt, das dem Schutze der Menschheit vor den Dämonen dient. Doch durch den Tod des Siegelwächters sind die Menschen in Gefahr, denn Vampire sind auf der Jagd danach, um den Menschen den Untergang zu bringen.

Ein mutiger Vampirjäger stellt sich ihnen jedoch entgegen: Jeremy. Durch einen finsteren Zauber ließ er sich an die Vampirin Alysa binden, um ungeahnte Kraft zu erreichen und so in den Kampf ziehen zu können. Alysa jedoch muss fortan gegen ihr eigenes Volk kämpfen, die Blutsbande zwischen ihnen zwingt sie dazu.

Die Story zu „“, dem neuesten Action-RPG der deutschen Spieleschmiede Deck 13 unter Publisher Kalypso Media ist schnell erzählt. Doch auch wenn die Story nur zum Abrunden des Spiels da ist und nicht wirklich in die Tiefe geht, so enthält sie doch einige Dilemmata und Wendungen, die das Spielerlebnis interessant machen. Weiterhin erklärt sie, weshalb wir auf abwechslungsreiche Art entweder mit dem Nahkämpfer Jeremy oder der Fernkämpferin Alysa wahlweise innerhalb des Spiels agieren können.

Man muss von vornherein sagen, dass „“ kein AAA-Titel ist und dies den Spieler fairerweise von vornherein auch merken lässt. Das Hauptmenü und die Einstellungsmöglichen sind spartanisch gehalten, genauso verhält es sich mit Zwischensequenzen und der doch etwas altbackenen Grafik. Das Spiel versucht nicht, eine Erwartungshaltung aufkommen zu lassen, sondern gibt offen zu, dass es ein Spiel im geringen Umfang für den Actionspaß für zwischendurch ist.

Ich begrüße diese Selbstpräsentation, da doch viel zu viele Games auf dem heutigen Markt versuchen, schwache Gameplayelemente hinter stundenlangen Zwischensequenzen oder performancefressender Grafik zu verstecken. Bei „“ wirkt das Gesamtbild jedoch ausgewogen.

Vom Setting und den Charakteren erinnert „“ entfernt an „Das Schwarze Auge: Demonicon“, ein anderen von Kalypso gepublishtes Spiel. Diese Referenz lässt sich aufgrund der düsteren Atmosphäre und der zwei männlichen und weiblichen Hauptcharaktere treffen.

“ startet ohne Umschweife ins Spielgeschehen, sowohl was Action angeht, aber auch die Story betrifft. Dank einfacher Gameplayelemente sind die Spielmechaniken in den ersten fünf Minuten leicht erlernt. Gesteuert wird der Charakter per Tastatur mit Unterstützung der Maus bei Zielen (Fernkampf) und Angreifen (Nahkampf) aus einer isometrischen 3D-Perspektive. Die Kamera ist hierbei starr und dreht sich nicht mit dem Charakter mit.

Durch vereinzelte Sprungsequenzen in ausgewählten Spielpassagen, um zum Beispiel an Bonusequipment zu kommen, fängt man leider an, die fixe Kamera zu hassen. Gerade, wenn Sprünge schräg getätigt werden müssen, ist es schwer, den Charakter richtig zu navigieren und den Absprung- und Landepunkt einzuschätzen, sodass ich oft gestorben bin. Da „“ kein individuelles Speichern erlaubt, kann dies doch schon größere Wege nach sich ziehen. Die Speicherstationen in Form kleiner Steinbauten sind aber relativ dicht gehalten, sodass das Ableben und wiederholte Durchspielen des Levelabschnitts gerade noch erduldbar sind.

Blood Knights1

Die Kampfmechanik ist schlicht gehalten, so besitzt man einen normalen, einen schweren und einen Spezialangriff. Tastenkombinationen lassen sich leicht merken und die Kämpfe gehen flüssig vonstatten, sodass man schnell in den Spielflow kommt.

Das Spiel bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Gegner, die sich in verschiedenen Entwicklungsstufen repräsentieren (beispielsweise große und kleine Werwölfe), sodass man einen schwachen gut von einem starken Gegner unterscheiden kann. Weiterhin wechseln diese häufig zwischen Fern- und Nahkämpfer. Besiegte Gegner hinterlassen Blut (Lebensenergie) und Geld. Zudem bekommt man RPG-üblich Erfahrungspunkte und Levelaufstiege mit Fähigkeitspunkten, die man in ein Upgrade seiner Fähigkeiten investieren kann. Auf der Reise durch die verschiedenen Levels findet man ab und zu Truhen, die Rüstungsgegenstände enthalten.

All diese Dinge kann man in einem kombinierten Interface verwalten, welches schlank und übersichtlich gehalten ist. Bessere Rüstungsgegenstände werden vom System direkt mit den angelegten Sachen verglichen und angezeigt, ob der ausgewählte Gegenstand ein bisschen besser oder schlechter ist. Das ist schon eine sehr praktische Sache. Leider wird beim Handeln kein Feedback gegeben, ob ein Verkaufsgegenstand gerade ausgerüstet ist, sodass man aufpassen muss, diese nicht aus Versehen zu verkaufen.

Koop-Modus
Als zusätzliches Spielspaßelement wurde zur Freude aller Multiplayerfans ein lokaler Mehrspielermodus integriert. Hat man Besuch, kann sich der Freund oder die Freundin direkt mit an den Rechner setzen, das Gamepad schnappen, in die Rolle des anderen Charakters schlüpfen und beim Kampf gegen allerlei Monster helfen. Der lokale Kooperationsmodus macht auf jeden Fall Spaß, weist jedoch an einigen Ecken Schwachstellen auf.

Blood Knights3

So wird man vom Spiel beispielsweise nicht genug auf den Koop-Modus verwiesen. Befindet man sich im Spiel, so weisen weder Steuerungsoptionen, noch aufsehenerregende Ingame-Meldungen auf die Existenz hin. Ich musste mich erst im Handbuch davon überzeugen, dass das Spiel mehrspielerfähig ist, wie bei Steam angegeben und wie dies dann Ingame funktioniert. Es ist schon sehr schade, denn solch ein Feature sollte auch als solches dargestellt werden und sich nicht zwischen anderen Gameplayelementen verstecken.

Ist man schließlich über die Funktionalität aufgeklärt, so kann Spieler 2 an den Savepoints dazu stoßen. Er übernimmt die Position der anderen Spielfigur, sodass man nun mit Nah- und Fernkämpfer durch die Lande ziehen kann. Die Story wirkt auf diese Weise auch etwas glaubwürdiger.

Das Joinen fern eines Savepoints ist nicht möglich, da die Level nach Anzahl der Spieler unterschiedlich generiert werden. Multiplayerlevel weisen einen hohen Grad an Stellen auf, an denen man ohne Kooperation nicht weiterkommt. Beispielsweise müssen sehr oft Klippen überwunden werden, die zu groß zum Überspringen sind. Die Spielerfähigkeiten unterscheiden sich fortan, dass Spieler 1 in der Lage ist, den anderen an sich heranzuziehen, während Spieler 2 den anderen von sich wegwerfen kann.

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Diese Skills müssen eingesetzt werden, um über Klippen und andere Gefälle zu gelangen. Dies ist eine schöne Idee, um die Kooperation zu stärken, doch leider nervt diese Aktion zunehmend, da Kamera, Objektkollision und Steuerung einen glatten Ablauf doch oft verhindern.

Zum Kooperationsgefühl trägt ebenfalls bei, dass man die Möglichkeit hat, sein Blut (Lebensenergie) mit dem Partner zu teilen. Stirbt beispielsweise einer der Spieler, so hat der andere die Möglichkeit, ihn wiederzubeleben, wenn er ihm etwas Blut abgibt.

Fazit:
“ ist ein solides, schnelles und leicht eingängiges Action-RPG, das auf jeden Fall Spaß bereitet und rund um stimmig ist. Wer keine Erwartungen an eine tief gehende Story oder state-of-the-art-Grafik hegt und stattdessen einfach nur Lust auf ein flottes Actiongemetzel hat, kann hier beherzt zugreifen. Leider schmälern einige Gameplay-Patzer und die teils schlechte Kameraführung an einigen Stellen das Spielgefühl. Aber nichtsdestotrotz: Am besten noch den Kumpel schnappen und gemeinsam losprügeln!

  • Publisher: Kalypso Media, Entwickler: Deck 13

Getestet und geschrieben von Maria Manneck

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