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Crookz – The Big Heist

Der große Coup war bis ins kleinste Detail geplant, im Grunde konnte nichts schief laufen. Es lief sprichwörtlich wie geschmiert, doch eingebuchtet wurde die Bande trotzdem. Nicht ein dummer Zufall oder schieres Unvermögen, sondern ihr Kollege und Planer hat sie ins offene Messer laufen lassen. Das wollen die Meisterdiebe selbstverständlich nicht auf sich sitzen lassen…

Inhaltlich
Nachdem der erste Schock verdaut worden ist und sich die Bandenmitglieder in alle Himmelsrichtungen verstreuten, besannen sich einige Ehemalige und taten sich wieder zusammen. Der Verräter sollte für seinen Hinterhalt bezahlen und selbstverständlich sollte dabei auch noch ein bisschen was herausspringen. Dummerweise sind die einstigen Mitglieder gar nicht mehr verfügbar, sie müssen erst gefunden und von dem Vorhaben überzeugt werden.

Und wie überzeugt man Meisterdiebe am besten? Ganz klar: Ein paar saubere wie spektakuläre Einbrüche inklusive ordentlicher Beute waren in einem solchem Milieu schon immer ein gutes Argument.

So spielt sich der angehende Star-Kriminaler am heimischen PC von Level zu Level, erschließt sich Geldquellen für Ausrüstungsgegenstände, sammelt Erfahrungen zur Erweiterung der eigenen Fähigkeiten und rekrutiert hochmotivierte Meisterverbrecher zum Vollzug des Racheplans. Der koordinierte Einsatz der verschiedenen Talente und potentieller Handwerkszeuge ist dabei essentiell: Timing und Taktik sind Erfolgsgaranten, um diese zu erlernen beziehungsweise voll zu entfalten bedarf es Training.

Handhabung
Spätestens nach dem einstündigen Tutorial sollte klar sein, dass der Aufstieg zum Meisterdieb ziemlich schwierig ist. Es lauern unterschiedlichste Gefahren (vornehmlich komplexe Alarmsysteme und Wachen), deren Bewältigung mindestens herausfordernd ist, spätestens nachdem man 3-4 Aufträge absolviert hat, ist’s vorbei mit der brachialen Haudrauf-Schnell-Rein-Schnell-Raus-Methode. Die Planung ist zentral für den Spielerfolg:

Zu Beginn wird dem Spieler die Möglichkeit geboten, das Objekt und die installierten Hürden zu inspizieren, danach ist es an ihm, Entscheidungen zu fällen. Ein talentiertes Team muss zusammengestellt und Handwerkszeug eingekauft werden. Danach ist gezieltes Timing beim Ablauf des Diebstahls ein Muss, vor allem in den fortgeschrittenen Leveln. Es kommt aber auch auf Schnelligkeit an, für das es Bonuspunkte gibt – der Ablauf muss also möglichst effizient gestaltet werden.

crooksDie Steuerung ist grundsätzlich einfach und schnell zu erlernen: Kern des Spiels ist die Koordinierung des punkt- und zeitgenauen Ablaufs sowie die Planung im Vorfeld. Der Spieler hat zahlreiche Möglichkeiten, sein taktisches Geschick zur Entfaltung kommen zu lassen, vom brachialen K.O. diverser Wachen bis hin zur Run-and-Hide-Methode ist eine ganze Menge möglich.

So können Laufwege millimetergenau festgelegt und auf bestimmten Wegpunkten ein spezifisches Verhalten angeordnet werden. Auch das Pausieren des Spieles bei gleichzeitiger Möglichkeit, weiterhin Aufgaben zuzuordnen, ist als Option verfügbar. Es kommt hier demnach ausschließlich auf das Talent beziehungsweise das Geschick des Spielers an.

Grafik, Sound und Spielatmosphäre
Das Spiel steht im Zeichen der 70er Jahre: Freakige Frisuren, eine hippe Mode und das aufkeimende Computerzeitalter klopft auch an die Tür. Irre Zeiten mit nicht minder irren Gestalten kreuzen einem den Weg. Die Art und Weise der Umsetzung ist nicht mehr und nicht weniger als eine Hommage an eine goldene Ära, die längst vergessen geglaubt war. Die Gestaltung der Charaktere samt Bewegungsabläufe, Dialogen und Besetzung der Sprecherrollen gehört zu den Highlights des Spiels.

Freilich gilt auch bei diesem Spiel, dass immer noch mehr möglich gewesen wäre. Allerdings wäre dies auch zu Lasten der Rechnerkapazitäten der jeweiligen Anwender gegangen. Auch wäre es fraglich gewesen, ob damit ein tatsächlicher Qualitätszuwachs zu verzeichnen gewesen wäre, denn die comicartige Gestaltung der Spieloberfläche ist nahezu perfekt mit dem Spielinhalt abgestimmt. Wirklich etwas zu kritisieren gibt es dahingehend nicht.

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Fazit
Wer Taktikspiele liebt, sollte einen Blick riskieren: ist ein sehr gutes Spiel, dass mit freakiger Atmosphäre und knackigen Rätseln punktet. Wer darüber hinaus noch eine Affinität für die 70er mitbringt, der dürfte kaum ein besseres Spiel auf dem Markt finden. Das Spiel ist rundherum zu empfehlen und mit Blick auf den Preis von 18-30€ durchaus günstig. Kalypso ist mit diesem Spiel mal wieder ein echter Hingucker gelungen!

Das optimale Einstiegsalter würden wir mit 13-14 Jahren angeben, schlicht weil ein wenig mehr Geduld und Frustrationstoleranz vom Spieler gefordert wird.

Trailer
Kurzfilm

Bewertung

8.1 Wertung

Wer Taktikspiele liebt, sollte einen Blick riskieren: ist ein sehr gutes Spiel, dass mit freakiger Atmosphäre und knackigen Rätseln punktet.

  • Grafik 9/10
  • Sound 9/10
  • Balance 9/10
  • Atmosphäre 8/10
  • KI 7/10
  • Spielidee 7/10
  • Bedienung 8/10

Weitere Informationen

  • Titel: Crookz – The Big Heist
  • Kategorie: Computerspiele
  • Verlag: Kalypso

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