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Das kleine Feenvolk

Im Land der Feen und Elfen herumzuschwirren ist Gegenstand vieler Fantasy-Romane – mit „“ wird es auch zu einem Spielerlebnis. Die gängige Umsetzungsvariante des gebotenen Plotts ist eigentlich das Rollenspiel, diesmal aber wurde sich für eine Art Kreuzung aus Adventure und Aufbausimulation entschieden. In jedem Fall ist das erstmal eine interessante Mischung, fragt sich allerdings, ob dieser Mix tatsächlich zum Erfolg führt.

Der Spieler schlüpft in die Rolle einer frisch gebackenen Erbin, die das Geschäft ihrer Großeltern übernehmen möchte. Leider sieht der Laden alles andere als einladend aus, eine ganze Menge Arbeit scheint hier nötig zu sein. Wie aus dem Nichts tauchen plötzlich die bisher ungesehenen Untermieter auf und ziehen das geliebte Haustier in ihr Reich. Wer den geliebten Hund zurückhaben will, wird sich wohl oder übel mit den kleinen „Hausbesetzern“ auseinandersetzen müssen. Diese flehen förmlich um Hilfe, denn ihr magisches Reich ist aus den Fugen geraten und nur der Spieler kann den kleinen Feen aus der Patsche helfen. Zwar wird man nicht in ihre Welt (ein Dorf, das rund um einen Baum zu existieren scheint, der mitten im Geschäft wächst) hineingezogen, aber man bekommt die Möglichkeit, ihr kleines Reich zu sehen und vor Ort tätig zu werden.

Ziel des Spielers ist es, das Dorf der Feen wieder auf Vordermann zu bringen und die Harmonie wiederherzustellen. Neben der Hauptaufgabe kann man freilich auch verschiedene Nebenaufgaben annehmen. Wie in anderen Aufbauspielen auch muss man dafür seine Einheiten trainieren, ihnen Aufgaben zuweisen, mit ihnen Materialien einsammeln und das möglichst effizient. Im Einzelnen heißt das: Feste feiern, um die ehemaligen Dorfbewohner wieder nach Hause zu holen, Essen sammeln und natürlich putzen. Der Spieler kann hier auch die einzelnen Charaktere aufrufen und ihren Zustand abfragen. Äußerlich unterscheiden sich jedoch nur die verschiedenen Rassen voneinander, die einzelnen Individuen einer Rasse kann man jedoch nicht voneinander abgrenzen.

Es handelt sich bei diesem Spiel um eine sehr kleine und kurzweilige Variante einer Aufbausimulation, die von ihrer Handlung her durchaus auch Elemente eines Adventures aufweist. Ideal ist es vor allem für Einsteiger, denn übermäßig komplex ist das Spiel nicht. Ganz in Gegenteil: Es handelt sich um ein nett inszeniertes Spiel mit süßen Charakteren, einer einfachen aber schönen Handlung und einer sehr bediener- und einsteigerfreundlichen Spieloberfläche.

Angefangen von den niedlichen Figuren bis hin zu der Dorflandschaft und den Nebelschwaden muss man den Machern wirklich Respekt zollen. Das Spiel hat uns trotz seines eher geringen Umfangs (ca. 14-17 Stunden Spielzeit) sehr positiv überrascht. Der Spieler taucht in eine niedlich gestaltete Welt ein, die mit viel Liebe zum Detail glänzt und einen mit seiner gelungenen Atmosphäre regelrecht einlullt. Was uns ein wenig geärgert hat, sind eher Kleinigkeiten: Zum Beispiel hätten sich die Entwickler die Mühe machen können, die einzelnen Charaktere auch äußerlich voneinander abzugrenzen.

Ansonsten gibt es nichts auszusetzen, auch der Sound fügt sich wunderbar in das positive Gesamtbild ein. Zwar wird der Spieler den heimischen High-End-Rechner kaum mit „“ ausreizen können – das muss aber auch nicht sein. Viel wichtiger ist, dass das Gesamtbild stimmt: Niedliche Charaktere, schlüssige Spielwelt, einfaches Handling und ein Inhalt, der zum Weiterspielen anregt – weiter so!

Wer kurzweilige und schön anzusehende Unterhaltung wünscht, wird hier auf seine Kosten kommen. Vor allem für Einsteiger ist „“ das ideale Spiel, für Vollprofis dürfte es ein wenig zu unterkomplex sein. Die Aufbausimulation ist für knapp 20€ erhältlich, geeignet ist es ab einem Alter von ca. 10-12 Jahren.

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