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Divinity Dragon Commander 2.Test

Larian Studios ist für seine typische Rollenspielserie Divinity unter vielen Spielern sehr bekannt. Mit dem neuesten Ableger der Franchise wagen sie sich an einen interessanten Mix aus Rollenspielelementen gepaart mit Rundenstrategie.

Dennoch hat man immer die Möglichkeit, selbst ins Geschehen einzugreifen, indem man einen Drachen steuert und damit Echtzeitkämpfe austrägt. Doch fangen wir ganz von vorne an.

Standard Fantasy Geschichte
Die Hintergrundgeschichte von Divinity Dragon Commander ist leider sehr einfallslos und gehört zur Fantasy Standardkost. Es gab mal ein Königreich, da lebte ein König, der das Land weise und gütig führte. Doch seine Kinder wandten sich eines Tages gegen ihn und töteten ihren eigenen Vater. Danach kämpften alle Nachkommen untereinander um die Vorherrschaft in Rivellon. Der König Sigurd hatte allerdings ein uneheliches Kind. Dieses Kind zeugte er mit dem Drachen Aurora.

Sodass sein Sohn ein Halbdrache ist. Diese Rolle wird dem Spieler übertragen. Man übernimmt die Rolle des Drachenprinzen und versucht, von seinem Kommando-Schiff der Raven die Welt wieder zu vereinen.

Divinity Dragon Commander1

Unterstützt wird der Spieler durch den Magier Maxos. Dieser war ein Freund Sigurds und hilft dem Spieler auch dabei, seine Drachenfähigkeiten auszubauen. Ebenfalls spielt der Imp Grumio eine sehr große Rolle, er sorgt dafür, Einheiten zu upgraden bzw. neue Einheiten zu erwerben.

Drache erwache
Das eigentliche Kernelement des Spiels ist die Strategiekarte. Dort werden Truppen verschoben, Gebäude gebaut, Karten ausgespielt, die einem diverse Vorteile geben können auf der Strategiekarte, wie z.B. mehr Gold, mehr Bevölkerung in der entsprechenden Region usw. Ebenfalls gibt es Karten, die den Gegenspieler beeinflussen kann. Sabotage wäre so ein Beispiel für eine Karte, die dafür sorgt, dass der KI keine Gebäude bauen kann.

Auf dieser Übersichtskarte versucht man jetzt durch Truppenbewegungen, neue Orte zu übernehmen und somit sein Reich zu vergrößern, damit man dort neue Gebäude errichten kann, die dem Spieler neue Ressourcen verschaffen oder neue Karten bringen. Nach seiner Runde ist der Gegenspieler dran. Dann kann es zum Gefecht mit einem KI-Gegner kommen. Diese Gefechte kann man von einem seiner Generäle ausführen lassen, wobei da der Computer die Schlacht automatisch berechnet, oder man wirft sich selbst als Drache in die Schlacht.

Divinity Dragon Commander2

Dann trägt man sie in Echtzeit aus. Als Kommandant über seine Truppen nimmt man Gebäude ein, die einem Bevölkerung und andere Rohstoffe geben. Diese Rohstoffe lassen uns neue Gebäude bauen und neue Einheiten erstellen. Die verschiedenen vorhandenen Einheitentypen folgen dem klassischen Stein-Schere-und-Papier-Prinzip. Bei genügend gesammelten Rohstoffpunkten kann man sich jederzeit in einen Drachen verwandeln. Als Drache kann man seine Truppen unterstützen mit Heil Atem oder anderen Buffs für die eigenen Einheiten. Oder man deckt die gegnerischen Einheiten mit Feuerbällen ein.

Der einzige Nachteil als Drache ist, dass man in diesem Modus keine Einheiten und Gebäude in Auftrag geben kann. Also heißt die Devise, immer zwischen dem Drachenmodus und dem normalen Modus umzuschalten. Am Anfang schafft man die Gefechte auch problemlos nur mit dem Drachen. Nur im späteren Verlauf wird es unverzichtbar, zwischen den Modi hin und her zu springen. Ansonsten wird man schnell von einer schier endlos wirkenden Flut von gegnerischen Einheiten überschwemmt.

Politik als Spielelement
Nicht nur die Taten auf dem Schlachtfeld sind entscheidend sondern auch die politischen Entscheidungen, die man immer wieder zwischen den Kämpfen zu treffen hat. Es geht um brisante Themen, wie das Klonen, Schwulenhochzeiten oder das Verbot von Religion. Jeder Vertreter der unterschiedlichen Völker hat natürlich seine eigenen Ansichten zu jedem dieser Themen. Jetzt liegt es an einem selber, ob man der politischen Maßnahme zustimmt oder ob man sie ablehnt.

Divinity Dragon Commander6

Natürlich zieht jede getroffene Entscheidung auch seine Konsequenz mit sich. So besteht die Möglichkeit, dass sich der Ruf zu gewissen Völkern verbessert oder auch verschlechtert, je nachdem welche Entscheidung man getroffen hat. Im späteren Spielverlauf lässt sich die Beziehung zu den Völkern verbessern durch eine arrangierte Hochzeit oder durch den Dämon des Schiffes. Denn je besser die Diplomatie zu einem der Völker desto mehr Vorteile hat man im Kampf auf dem entsprechenden Land.

Gelegentlich bedarf es auch einer Entscheidung, wenn es um seine Generäle geht. Da gibt es diverse Meinungsverschiedenheiten unter den Anführern. Wer sich gut mit seinen Anführern stellt, erhält Boni auf bestimmte Einheitentypen und diese verstärken sich sogar, wenn man sich bei bestimmten Schlüssel-Ereignissen richtig entscheidet. Ansonsten fernab des Kampfes um die Macht und um den Ruhm bietet Dragon Commander zusätzlich noch solide RPG Kost. So lassen sich durch Gold die Fähigkeiten des Drachens aufwerten oder neue Einheiten und Verbesserungen von Einheiten erwerben. Eine nette Dreingabe, welche sehr gut mit den anderen beiden Elementen harmoniert.

Divinity Dragon Commander4

Fazit:  Divinity Dragon Commander ist in seinem Kern ein solides Strategiespiel, welches schöne Ideen birgt und einen guten Mix aus verschiedenen Genres in sich vereint. Die Kämpfe sind allerdings auf Dauer zu eintönig und bieten mit der Zeit keine gute Herausforderung mehr. Die Fähigkeit, sich jederzeit in einen Drachen zu verwandeln und aktiv ins Kampfgeschehen einzugreifen, ist hingegen  eine grandiose Idee. Da es eh wenige gute Strategiespiele in letzter Zeit auf dem Markt gibt, kann jeder, der ein etwas anderes Strategiespiel sucht, gerne zuschlagen. Es lohnt sich auf jeden Fall, es durchzuspielen und bietet gute 8-10 Stunden Unterhaltung.

Allerdings ist der Wiederspielwert eingeschränkt, da man nach dem Ende schon fast alles gesehen hat. Im Multiplayer-Modus kann man gegen seine Freunde und deren Drachen dann antreten. Es ist jetzt nichts sonderlich spektakuläres, aber auf jeden Fall eine nette Geste von den Entwicklern.

  • Erscheinungsdatum: bereits erschienen
  • Publisher: Daedalic
  • FSk: Ab 12 Jahren

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