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Driver: San Francisco

Bei dem Spiel bekommt die Meldung, dass ein Geisterfahrer unterwegs wäre, eine völlig neue Bedeutung. Als komatöser Super-Cop macht der Polizist die Straßen von San Francisco (un-)sicher: Ein abgefahrenes Spielvergnügen!

Inhalt
Die Fans der Spielreihe mussten sich eine ganze Weile gedulden: Immerhin sind fast 4 Jahre ins Land gegangen seit der letzten Veröffentlichung eines Driver-PC-Titels. Das Warten hat nun endlich ein Ende: Der Spieler schlüpft in die Rolle des Undercover-Polizisten John Tanner. Dieser ist auf Grund des anstehenden Prozesses gegen Super-Gangster Charles Jericho ziemlich beunruhigt. Kurze Zeit später zeigt sich, dass seine Befürchtungen nicht unbegründet waren.

Schlussendlich findet sich der Spieler in einer wilden Verfolgungsjagd wieder, an dessen Ende John Tanner ins Koma befördert wird. Von nun an kann man als Geist von Auto zu Auto springen und waghalsige Missionen annehmen, um den Flüchtenden wieder einzufangen…

Kritik
Was erst einmal ziemlich kurios klingt, entpuppt sich als grandiose Neuerung. Per Tastendruck kann man sich in die Rollen verschiedenster Verkehrsteilnehmer hineinversetzen (“Shiften”) und Missionen absolvieren, die es in der Form noch nicht gegeben hat. Die Missionsdesigns sind ganz auf das Shiften abgestimmt und bringen ordentlich Abwechslung ins Spiel. Zusammen mit den (teilweise) ziemlich abgedrehten Zwischensequenzen – die sich irgendwo zwischen Traum und Wirklichkeit abspielen – sind das die zwei größten Pluspunkte an diesem Spiel.

Neben den verschiedenen Hauptmissionen gibt es natürlich auch kleine Nebenquests, die man absolvieren kann – aber natürlich nicht muss. Sie sind eher als Appetithäppchen zum Anfüttern gedacht und bringen zusätzliche Würze ins Spiel. Was uns im Test ein wenig störte, waren die Schadensmodelle. Zwar kann man mit jeder x-beliebigen Karre die StVO zum Teufel jagen, aber die Konsequenzen eines Frontalaufpralls bei 150 km/h muss niemand tragen.

Das Auto wird maximal ein wenig langsamer, aber die Lenkung funktioniert nach wie vor tadellos. Es muss ja nicht unbedingt eine realitätsnahe Simulation sein, aber trotzdem hätte man sich hier doch etwas mehr an der Wirklichkeit orientieren können. Was uns wiederum gut gefallen hat, waren die ausweichenden Passanten.

Falls die Straßen dann doch mal verstopft sind, lässt es sich auch in der Fußgängerzone gut fahren. Die Passanten sind – Gott sei Dank – intelligent genug, um dem Geisterfahrer aus dem Weg zu gehen. Kurzum: Der zumeist minderjährige Spieler bekommt einen unschuldigen Höllentrip geboten.

Grafik und Sound hat uns ebenfalls ganz gut gefallen: Die satten Motorengeräusche, die teilweise sehr witzigen Kommentare und die sehr detaillierte Spielumgebung bannen die mit Adrenalin und Benzin getränkte Story auf den heimischen Bildschirm und lassen den Spieler nicht mehr los. Freilich ist das Spiel nicht der ganz große Wurf, bis auf das Shiften bleibt alles im Rahmen des bereits Dagewesenen:

Wer gut fährt und Missionen erfüllt, bekommt schlussendlich mehr Möglichkeiten, seinen ungestümen Drang mit 210 km/h die Stadtautobahn unsicher zu machen (beispielsweise mittels neuer Autos). Das Gesamtpacket jedoch liefert ein stimmiges Endresultat beim Käufer ab: Gute benzingetränkte Unterhaltung mit einer sehr guten Grafik und einer hervorragenden Soundkulisse.

Fazit
Solange die lieben Kleinen das Spiel nicht als Lehrvideo für die Fahrschule nutzen, kann der Kauf des Spiels für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahre bedenkenlos empfohlen werden. Hier und da gibt es zwar mal eine kleine Actionsequenz, aber es wird nichts gezeigt, was nicht auch im Nachmittagsprogramm auf einem Privatsender läuft. Um genau zu sein, dürfte das TV-Programm deutlich Schlimmeres bereit halten. Das Spiel ist vor allem für die Autonarren unter den PC-Spielern ein echter Gewinn, für die Fans der Driver-Reihe ist der Titel ohnehin sehr zu empfehlen.

Im Handel ist für knapp 50€ zu haben, ein stolzer Preis, der in Anbetracht der gebotenen Leistung durchaus gerechtfertigt ist. Veröffentlicht wurde das Spiel vom Publisher .

Wer sich vorab ein Bild machen will, kann auch auf die kostenlose Demoversion des Spiels zugreifen. Die Software ist unter http://www.winload.de/download/driver-san-francisco-115517 abrufbar.

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