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Early Access: Planetary Annihilation

Über Entertainment – hinter diesem interessanten Namen eines 2008 gegründeten amerikanischen Spielestudios verbergen sich ebenso interessante Gesichter. Dieses Studio bildete sich aus dem Zusammenschluss vieler Veteranen der Spieleindustrie, die bereits an hochkarätigen Strategietiteln wie „Command and Conquer“, „Supreme Commander“ und „Total Annihilation“ mitgearbeitet haben.

Neben zwei Shootergames der „Monday Night Combat“-Reihe wurden bereits zwei iOS-Games aus der Hand von Uber Entertainment auf den Markt gebracht. Ihr neuestes Projekt „Planetary Annihilation“ wurde 2012 über die Crowfundingplattform Kickstarter finanziert und befindet sich nach dem im Dezember 2013 verschobenen Releasetermin immer noch in der Entwicklung.

Bei „Planetary Annihilation“ handelt es sich um ein Echtzeitstrategiespiel, welches in der Entwicklung von den Kompetenzen und Erfahrungen der beschriebenen Strategietitelentwickler profitiert. Man übernimmt hierbei die Kontrolle einer Roboterarmee auf einer kugelförmigen Karte. Dieses Prinzip ist sehr interessant, denn man muss seine Basis so zu allen Seiten gleichermaßen verteidigen, aber kann den Gegner ebenfalls von jeder beliebigen Seite überrennen.

Ähnlich wie in „Supreme Commander“ befehligt man einen Commander, der für das initiale Errichten von Gebäuden genutzt wird.

„Planetary Annihilation“ ist momentan als Early Access Version über Steam erhältlich. Da es sich hier noch nicht über die finale Release-Version handelt, wird nur ein kurzer Einblick in das Spielgeschehen beschrieben und eine Einschätzung des Potenzials gegeben.

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Startet man das Spiel, fällt als allererstes die Accountregistration bei UberNet negativ ins Auge. Spieler, die sich schon mit dem Steamzwang nicht anfreunden können, könnte diese zusätzliche Anmeldung abschrecken. Jedoch bekommt man als Early Access Besitzer als kleinen Ausgleich einen Zugang zum Soundtrack, welchen man sich auf der UberNet-Website kostenlos herunterladen kann. Dieser ist sowohl sehr eingängig als auch melodisch und unterstreicht gut das Strategiefeeling des Spiels.

Interessant ist die direkte Einbindung von Videos ins Spiel. Diese werden von Youtube oder Twitch gestreamt, enthalten aber glücklicherweise keine Werbeeinblendungen. So können hier Tutorials, Spielmitschnitte und Grußworte der Entwickler direkt angesehen werden.

Negativ fällt dabei auf, dass der Ingame-Videoplayer derzeit keine Einstellungen für Qualität, Lautstärke und Bildlauf beinhaltet. Hoffentlich wird dies noch nachgefügt, denn die Missionbriefings wirken durch das Youtubestreaming nicht sonderlich hochqualitativ, wie man es sonst von Rendersequenzen oder Filmausschnitten anderer Spiele gewohnt ist. Man sollte übrigens auch nicht auf den Youtube-Link der Videos klicken, ansonsten reagiert danach das restliche User Interface des Spiels nicht mehr.

Das eigentliche Spiel dreht sich um die Austragung epischer Roboter-Weltraumschlachten, die auf verschiedenen Planeten stattfinden. Diese können entweder im Multiplayer oder gegen die integrierte KI bestritten werden. Zu Anfang eines galaktischen Kampfes springt man mit seiner Flotte durch Galaxien und sucht nach Technologien, mit welchen man sich ausrüstet. Hierbei findet man nicht nur Technologien, sondern natürlich auch Gegner auf Planeten, die es zu erobern gilt.

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Nachdem man sich durch die Galaxis gefuchst und einen Planeten mit einem Gegner ausfindig gemacht hat, landet man mit seinem Commander auf diesem. Auf dieser runden Oberfläche gilt es nun erst einmal klassisch Rohstoffe zu ernten. Es müssen Metalle abgebaut und Stromgeneratoren errichtet werden, um eine Versorgung von Gebäuden und Einheiten zu gewährleisten.

In gewohnter Strategiemanier baut man danach Gebäude und Einheiten und versucht, seinen Gegner zu eliminieren. Je nach Planetenbeschaffenheit ist dies gar nicht so einfach, denn riesige Felsspalten und Krater können den Weg behindern.

Interessant gestaltet sich übrigens das Licht- und Schattenspiel, das durch die Platenrotation und die umliegenden Sonnen zustande kommt. Übrigens besteht auch die Möglichkeit, das Spiel zurückzuspulen, falls man am Verlieren ist. Hier wird dem Spieler eine Zeitleiste zur Verfügung gestellt, mit der sich ein beliebiger Spielpunkt wieder aufnehmen lässt. Lässig!

Gesamt gesehen erinnert aber alles ein bisschen an „Supreme Commander“. Dies fängt bei der Befehligung eines Commanders und der Ernte von „Masse“ und Erzeugung von Energie an und hört bei der futuristischen Klotzgrafik auf. Schlimm ist dies aber auf keinen Fall, da das Spiel genug neue Spielmechaniken enthält, die das Gameplay einzigartig gestalten.

Fazit:
„Planetary Annihilation“ ist definitiv noch nicht fertig. Aber das Warten wird sich lohnen.

Die Early Access Version zeigt, dass dieses Spiel viel Potenzial zu einem neuen Strategie-Hit hat, vor allem auf Grund der kugelförmigen Karten.

Und wer Supreme Commander mochte, wird hier viel wiedererkennen und ebenfalls viel Gefallen daran finden. Planetary Annihilation hat noch viele kleine Features mehr zu bieten. Schaut doch einfach selbst rein!

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