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Fenimore Fillmore: The Westerner

Das Kultspiel ist zurück! Der Klassiker wird neu aufgelegt und soll im alten Glanz erstrahlen. Nach der weniger gelungenen Fortsetzung ist auch etwas Balsam für die geschundene Fillmore-Fan-Seele bitter nötig. Zwar war der zweite Teil kein wirklicher Reinfall, aber mit Brillanz konnte er nicht gerade glänzen…

Obwohl das Spiel schon einige Jahre seit der Erstveröffentlichung auf dem Buckel hatte und ich den Nachfolger bereits kannte, war es das erste Mal, dass ich „: “ in den Händen hielt. Nach dem, was ich bisher von dem Spiel gehört hatte, war ich ziemlich gespannt auf das, was mich erwarten würde. Um vielleicht kurz auf die Vorgeschichte einzugehen: taucht in dem hier vorgestellten Spiel keineswegs zum ersten Mal auf. Das erste Spiel der Trilogie wurde mit „3 Skulls of the Toltecs“ 1996 herausgebracht, schon damals wusste die Story mit einem eigenen Witz und Charme zu begeistern. Insbesondere die amerikanischen Wildwest-Filme und die europäischen Italo-Western wurden dabei auf die „Schippe“ genommen.

Genau dieser Ansatz, nicht mit einer bierernsten Story aufzuwarten, wurde auch hier weiter verfolgt. Die Story ist, für sich genommen, das personifizierte Klischee: Farmer, die von Bösewichten (mit einem Oberschurken) bedroht werden und eine sexy Lehrerin, in die sich Fenimore augenblicklich verguckt (und natürlich gerettet werden soll) – hier kommt zusammen, was zusammen gehört und der Spieler ist mittendrin.

Um die ganze Geschichte in gewohnt lässiger Wildwestmanier zu bewältigen, müssen natürlich erstmal ein paar Aufträge absolviert werden. Zum Beispiel sind dem Helden die Pistolen abhanden gekommen und er muss sich jetzt mit Spielzeugknarren behelfen – kein Zustand für einen echten Cowboy! Abgesehen davon müssen die Farmen kampfsicher gemacht werden, das nötige Kleingeld darf natürlich Fenimore auftreiben – wer sonst? Der Held hat also alle Hände voll zu tun und der Spieler muss einiges an Geschick aufwenden, um zum Ziel zu gelangen.

Angefangen von den durchdachten Dialogen, den niedlichen 3D-Comicfiguren und dem spannenden Finale (und darüber hinaus) bis hin zu der Spitzenbesetzung der Sprecherrollen – das Spiel ist ganz große Klasse. Natürlich muss dem Käufer klar sein, dass hier keine High-End-Grafik geboten wird – immerhin handelt es sich um einen Klassiker. Jedoch hat das „Alter“ nichts an dem Charme des Spiels geändert. Dummerweise auch nicht an den Bugs, die bereits in der ursprünglichen Version aufgetreten sind – das ist allerdings auch nur ein kleiner Kritikpunkt. Ein wesentlich größerer ist die etwas gewöhnungsbedürftige Variante der Point-and-Click-Steuerung und die ständig wechselnden Kameraperspektiven. Zwar sind diese Probleme zuweilen äußerst ärgerlich, letztendlich ändert das jedoch nichts an dem hohen Spaßfaktor.

Wer sich mal an einen echten PC-Spiel-Klassiker probieren möchte, ist mit „: “ wirklich gut bedient. Zwar hat das Spiel schon ein ungewohnt hohes Alter für einen PC-Titel, das ändert aber nichts an der gebotenen Qualität. Für knapp 10€ ist das Spiel im Handel erhältlich – aus unserer Sicht ein mehr als fairer Preis.

Im Übrigen ist das Spiel auch für Jüngere geeignet, zwar werden die nicht jede Anspielung verstehen – niedlich bleiben die 3D-animierten Comicfiguren trotzdem, zumal die Rätsel mit etwas Überlegen gut lösbar sind. Wir würden dahingehend ein Einstiegsmindestalter von ca. 11 Jahren vorschlagen.

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