Gegenseite Schuldzuweisungen – Kurzer Prozess im Test

An unserer Spielrunde zu “” nahmen nur die übelsten Schurken teil. Gemeinsam haben sie ein beachtliches Strafregister angesammelt. Mord, Raub, Einbruch, Diebstahl und Erpressung stehen auf der Tagesordnung. Am heutigen Verhandlungstag schiebt jeder dem anderen die Schuld in die Schuhe. Doch der Richter ist gnadenlos und es wird nicht lange dauern, bis er einen der Verdächtigen hinter Gitter bringt.


Spielablauf

Bei geht der Aufbau fast so schnell wie die gesamte Gerichtsverhandlung. Die Spielbox enthält eine Vielzahl an Knastperioden-Marker mit unterschiedlicher Länge. Die Anzahl der Spieler bestimmt wieviele dieser Marker man aus der Packung nimmt und der Größe nach absteigend sortiert. Die Karten werden komplett an die Spieler ausgeteilt. Jede Karte hat eine Zahl von 1-3 und eine Farbe.

Der Jüngste in der Gruppe beginnt und legt eine seiner Karten vor einem beliebigen Mitspieler aus. Dadurch werden Karte für Karte den Spielern Farben zugewiesen, denn nurnoch Karten der gleichen Farbe dürfen hinzugelegt werden.

Sobald bei einem Spieler Karten im Wert von 5 Punkten ausliegen endet die Runde und er legt alle ausliegenden Tischkarten auf einem Stapel vor sich. Diese Strafkarten zählen am Ende des gesamten Durchgangs als belastende Beweise. Hat man keine passende Karte auf der Hand oder möchte seinen baldigen Untergang etwas beschleunigen kann man statt eine Karte zu spielen die ausliegenden Karten aufnehmen. Nach Rundenende darf der Spieler, der soeben die Karten aufgenommen hat, die neue Runde beginnen.

Kurzer Prozess | Maria Manneck

| Maria Manneck


Zwei Sonderkarten bringen den Spielfluss zudem etwas in Schwung. Zeugenkarten haben keine feste Farbe und können jederzeit vor einem Spieler ausgelegt werden. Der schwarze Peter tauscht die bereits ausgelegten Karten im Uhrzeigersinn. Sieht es

Hat ein Spieler keine Karten mehr auf der Hand endet einer von drei Spieldurchgängen. Der Richter hat nun genug von den Schuldzuweisungen und macht kurzen Prozess. Dabei verteilt er die Kanstperioden-Marker der Länge nach an die Spieler mit den meisten Straftkarten vor sich. Der Spieler mit den wenigstens Straftkarten kann ohne Strafe davon ziehen. Wer am Ende von drei Runden die kürzeste Gesamt-Knastperiode gesammelt hat gewinnt das Spiel.


Spielmaterial

Die kleine Box bietet Karten für 3-6 Spieler. Diese sind von guter Qualität, haben jedoch einen recht eintönigen Druck. Die Motive der einzelnen Spielkarten unterscheiden sich nur wenig und bieten kaum Abwechslung.

Die Idee mit den aneinanderzulegenden Knastperioden ist jedoch schön umgesetzt und lässt die Spieler bis zum Ende im ungewissen wie knapp des Richters Entscheidung sein wird.

Kurzer Prozess | Maria Manneck

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Fazit

ist dank seiner einfachen Regeln schnell erlernbar. Leider funktioniert die gegenseitige Schuldzuweisung nur im Spiel mit mehreren Personen. In kleinen Runden unterliegt man zu häufig der Taktik seiner Mitspieler. Die Sonderkarten schwarzer Peter sowie


im Überblick

  • Autor: Reiner Knizia
  • Spielzeit: ca. 30 Minuten
  • Vertrieb: Gmeiner Verlag
  • Anzahl: 3 – 6 Spieler
  • Kategorie:
    • Kartenspiel
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Bildquelle: Maria Manneck

Test und Artikel von Alexander Dockhorn

Bewertung

Awesome

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