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Gray Matter

Jane Jensen dürfte vor allem den „alten Hasen“ unter den ern ein Begriff sein. Aus ihrer Feder entsprang die „Gabriel Knight“-Reihe, mit deren Erfolgen sie sich ein buchstäbliches Denkmal errichtet hat. Auch diesmal war sie mit von der Partie, dementsprechend hoch sind die Erwartungen an „“…

Inhalt
Samantha (auch einfach nur „Sam“ genannt) ist mit einem schrottreifen Motorrad auf dem Weg nach London, als sie mitten in einen schweren Sturm geriet. Es dauert nicht lange, bis ihr fahrbarer Untersatz den Geist aufgibt und sie sich vor einem unheimlichen Gebäude wiederfindet. Aus der Entfernung sieht sie, wie eine junge Frau sich als Assistentin des Hausherrn vorstellen möchte und – bevor sie sich bemerkbar machen konnte – schlagartig die Flucht ergreift. Sam sieht darin ihre Chance, klopft an und stellt sich statt der Geflüchteten als die neue Assistentin vor. Ohne es zu erahnen, schlittert sie mit dieser folgenschweren Entscheidung in ein Abenteuer, dass sie sich in ihren kühnsten (Alp-)Träumen nicht hätte ausmalen können…

Kritik
“ ist ein klassisches Point-and-Click-Adventure, dessen Aufmachung vor allem den Veteranen des Genres die Herzen höher schlagen lassen wird. Die anspruchsvollen Rätsel sind fordernd, aber mit Logik und Geduld durchaus zu lösen. Auch ist die ganze Knobelei nicht schon nach 2 oder 3 Stunden beendet, sondern auch ein ausgewiesener Adventure-Experte dürfte hier einige Tage seinen Spaß haben.

Ähnlich wie bei Gabriel Knight sind die Story und Spielatmosphäre eine der wesentlichen Stärken von „“. Nicht nur die detailierte Grafik und das Setting (Oxford) konnten bei uns punkten, sondern auch die akustische Untermalung ist sehr gut gelungen. Auffällig war auch, neben den stimmigen Dialogen, die vortreffliche Besetzung der Sprecherrollen. Die gebotene Gesamtleistung kann sich sehen wie hören lassen und bietet dem Spieler eine sehr dichte Spielatmosphäre und die schlüssige, mitreißende Handlung.

Ebenfalls sehr gut gelungen ist die Einbettung der „Zauberkünste“ von Sam. Hin und wieder muss sie von ihrem Talent Gebrauch machen, beispielsweise um an verschiedene Gegenstände heranzukommen. Das Ganze gestaltet sich dann als eine Art Minispiel, wobei die Einbettung in das Spiel sehr stimmig ist und als eine Art Abwechslung seine Wirkung voll entfalten kann.

Kleine Längen ergeben sich im Grunde nur dann, wenn man sich durch die zahlreichen verfügbaren Gegenstände durchklickt und sich seine Umgebung sehr genau anschaut. Wobei anzumerken ist, dass dies an der einen oder anderen Stelle notwendig ist. Für „alte Hasen“ dürfte das kein Problem darstellen und eher an die „guten alten Tage“ des Genres erinnern. Für Neulinge oder Personen, die nur eine Beschäftigung für nebenher suchen, dürfte dies jedoch eher suboptimal sein.

Ansonsten mühten sich die Macher, dem Spieler eine möglichst praktische Spielsteuerung in die Hand zu geben. So wurde eine Hotspotanzeige (Anm. d. R.: eine Anzeige, bei der Gegenstände/ Objekte auf dem Screen angezeigt werden, mit denen der Spieler interagieren kann) integriert, außerdem gibt es ein Tagebuch, in dem sich wichtige Informationen nachvollziehen lassen. Hinzu kommt eine interaktive Karte, die man nutzen kann, um verschiedene Orte möglichst schnell aufzusuchen – ein ewiges wie sinnloses Rennen durch die Taiga wird dadurch unterbunden. Auch wird dem Spieler am Anfang ein Tutorial geboten, das ihm die Grundlagen der Steuerung erklärt und einen schnellen Einstieg gewährleistet.

Fazit

Das Spiel gehört eindeutig zu den qualitativ hochwertigsten Vertretern der Adventure-Neuerscheinungen 2010. Der Nutzer bekommt Spielspaß auf dem höchsten Niveau: Es erwarten ihn knackige Rätsel, ein ansprechender Sound und sehr gute Sprecher, eine ausgezeichnete Grafik, eine mitreißende Handlung und eine dichte Spielatmosphäre umrahmt von der traditionsreichen Universitätsstadt Oxford. Besser geht’s im Grunde nicht. Selbst Anfänger könnten, sofern sie eine gewisse Portion Geduld mitbringen, hier ihren Spaß haben. Empfehlen können wir das Spiel aber vor allem Adventure-Veteranen oder Spielern, die bereits ein wenig Erfahrung bei anderen Vertretern des Genres sammeln konnten.

Das Spiel ist im Handel für knapp 36€ erhältlich, aus unserer Sicht lohnt sich jeder Cent des Kaufpreises – der Spieler bekommt eine sehr gute Leistung für sein Geld geboten. Freigegeben ist „“ ab einem Alter von 12 Jahren, im Hinblick auf die Handlung und die Anforderungen der Rätsel würden wir ein Mindestalter von ca. 14 Jahren vorschlagen. Im Zweifelsfall kann man sich, als Entscheidungshilfe, auch die Demoversion des Spiels downloaden.

  • Publisher
  • System PC (DVD-ROM)
  • USK  ab 12

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