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Indie-Perle Ori and the Blind Forest im Test

Ein Märchenwald in Gefahr

In der Rolle eines kleinen Geisterwesens Ori, verirren wir uns in den Tiefen des Waldes. Naru, ein pummliger Waldbewohner, welcher aus der Feder des Ghibli stammen könnte, nimmt uns in Obhut. Die Verbindung der beiden wird anhand kurzer und berührender Episoden erzählt. Uns wird dabei die gefühlsträchtige um erzählt. Doch mit dem sich anbahnenden Untergang des Waldes, reißt es die beiden Freunde auseinander. Eine riesige Eule ist uns dabei immer auf den Fersen und bedroht unser Leben. Dabei wollen wir nur wieder zu unserem Freund.

An dieser Stelle beginnt der Metroidvania typische ablauf. Dem des Waldes und des Geisterbaums begeben wir uns auf ein ca. 8 Stunden umfassendes . In der Begleitung von „Sein“, einem Übrigbleibsel der Energie des Geisterbaums, erfahren wir nicht nur die Gründe der aggressiven Eule, sondern auch wie wir die Kraft des Geisterbaums wiederherstellen können.


Pfeilschnelle Bewegungen

Besonders hervorzuheben ist der konsequent schnelle ablauf, welcher die Erkundung des Waldes zu einer besonderen Erfahrung werden lässt. Laufen, Hüpfen und Doppelsprung gehen locker und präzise von der Hand und führen dank butterweichen Animationen zu einem wunderbaren fluss. Die Fähigkeit „Stoßen“ sollte an dieser Stelle besonders hervorgehoben werden. Auf uns zu kommende Geschosse können wir mit dem richtigen Timing in der Luft fangen und als n Schwungpunkt nutzen. So können wir uns pfeilschnell auf Gegner zujagen oder unverwundet von Angriff zu Angriff springen, um somit Höhen zu erklimmen.

Die Leveldesigner integrierten die zur Verfügung stehenden Fähigkeiten äußerst konsequent. Als er möchte man oft zunächst weit entfernte Baumkronen erkunden, welche durch den Einsatz von Doppel- und Dreifachsprung, sowie der gezielten Verwendung der Stoßen Fähigkeit erreichbar sind. Die Bemühungen werden hierbei zumeist durch die versteckter Gebiete und Sammelgegenstände belohnt.

Das Leveldesign bleibt stets abwechslungsreich und fordernd. Im Laufe des s freigeschaltete Fähigkeiten locken uns in Gebiete, deren Gefahren zunächst unüberwindbar schienen. Die erische Weiterentwicklung und der Ideenreichtum der Leveldesigner en hierbei wunderbar zusammen. Flüsse blockieren, Lavaseen überqueren und wilde Verfolgungsjagden durch finstere Bewohner des Waldes sorgen für Abwechslung. Lediglich die dauerhaft hohe Anspannung lässt uns wohlverdiente Ruhepausen vermissen.


Kämpfe und

Der Kampf ist ernüchternd einfach gehalten. Auf Knopfdruck feuert „Sein“ einen Energieblitz in Richtung nahestehender Gegner. Gezielt werden muss hier nicht. Lediglich etwas wird benötigt um die Geschosse wieder aufzuladen. Zwar ist die Mechanik äußerst simpel, doch bleibt während der rasanten Sprungpassage auch keine für gezielte Angriffe.

Vernichtete Gegner und eingesammelte Erfahrungskugeln resultieren in Upgradepunkte für unseren Fähigkeitenbaum. Dieser teilt sich in die drei Äste Kampf, Effizienz und Hilfsmittel auf. Während freigeschaltete Fähigkeiten des Kampfteils unsere Angriffe verstärken, sorgen Effizienz und Hilfmittelfähigkeiten für zusätzliche Markierungen auf der Map oder praktische Verbesserungen, wie beisweise Unterwasseratmung. Leider können die Fähigkeiten pro Ast nur in festgelegter Reihenfolge freigeschaltet werden, was die Kosten für spezifische manchmal künstlich erhöht. Auch wenn nicht alle Fähigkeiten häufig genutzt werden, sind sie doch stets wertvolle Ergänzungen.

Gespeichert wird in an beliebigen ungefährlichen Orten. Besonders Verbesserungen für selbstgesetzte Speicherpunkte können die fordernden Sprungpassagen deutlich erleichtern. Lediglich die Energiekosten für einen Speicherpunkt limitieren den er nicht alle paar Sekunden auf Nummer sicher zu gehen. Während der Story waren lediglich drei Abschnitte frustrierend. In den rasanten Fluchsequenzen ist die Speicherfunktion deaktiviert. Das sorgt nicht nur für häufige Wiederholungen des immer gleichen Abschnitts, sondern auch für eine Portion Frust.


Malerische Inszenierung

Nach kniffligen Passagen bietet die welt durch ihre detaillierte 2D- allerlei Entspannungsmomente. Während wir durch den Wald hüpfen, bietet sich uns eine unvergleichliche Kulisse, welche mit viel Liebe zum Detail eine lebendige welt erschafft. Zahlreiche Animationen lassen selbst die kleinsten Blätter munter wackeln. Während die Gegner oft wenig charismatisch sind, spiegeln die Hauptcharaktere durch vielseitige Animationen ihre erlebten Gefühle wieder. Zwischensequenzen sind nicht nur optisch, sondern auch dramaturgisch ausgezeichnet. Die Qualität des orchestralen Soundtracks geht dabei einher mit der optischen Pracht und verstärkt das Geschehen mit seinen kraft- oder schwungvollen Melodien.


Fazit

Nach vier Jahren Entwicklungs zeigen die s wie ein gutes auszusehen hat. Nicht nur optisch, sondern auch erisch setzen die Entwickler mit Maßstäbe für das Genre. Dieses - muss sich nicht vor AAA-Titeln verstecken. Auch wenn das bereits nach 8 Stunden vorbei ist, so haben wir doch fast jede Minute genossen.


 im Überblick

Test und Besprechung von Alexander Dockhorn

Bewertung

8.5 Bewertung

Nach vier Jahren Entwicklungs zeigen die s wie ein gutes auszusehen hat. Nicht nur optisch, sondern auch erisch setzen die Entwickler mit Maßstäbe für das Genre. Dieses - muss sich nicht vor AAA-Titeln verstecken. Auch wenn das bereits nach 8 Stunden vorbei ist, so haben wir doch fast jede Minute genossen.

  • Grafik 9/10
  • Sound 9/10
  • Balance 7/10
  • Atmosphäre 9/10
  • Bedienung 9/10
  • idee 8/10

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