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Jotun: Valhalla Edition im Test

Viele Religionen beantworten die Frage der Ereignisse nach dem Tod eines Menschen. Manche spenden Trost oder Hoffnung und andere schüren Angst. Das - : Valhalla Edition lässt die Spieler die Leidens der Kriegerin Thora am eigenen Leib erfahren. Mit ihrem Tod beginnt ein neues Leben in einer neuen Welt, doch friedlich ist diese nicht und ein erneutes Ableben ist die permanente Gefahr. Erst wenn Sie sich den Göttern beweisen kann, darf sie nach Walhalla emporsteigen. Es liegt in der Hand des Spielers ihr bei ihrem epischen Quest beizustehen.

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Story

Nachdem Thora einen unrühmlichen Tod gestorben ist, findet sie sich in der Welt der s wieder. Diese besteht aus 5 Regionen, die durch einen mystischen Hub verbunden sind. Um nach Walhalla aufzusteigen tragen ihr die Götter auf den (frei übersetzt: Riesen) einer jeden Region im kampf zu besiegen. Riese ist hier wörtlich zu nehmen. Nachdem ein Riese vernichtet wurde, wird die nächste Region freigeschaltet. In dieser gilt es erneut zu erst einzusammeln und dann auf ein Neues dem Giganten die Füße zu verhauen.

Das ist bereits der teil der Story. Gemischt wird es mit wenigen nordischen Hintergründen. An besonderen Orten werden der Name und ein paar Details genannt. Ist man unerfahren mit der Mythologie, tappt man hier im Dunkeln. Wer jedoch bereits vertraut mit einigen Göttermythen ist, wird einiges wiedererkennen.

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Spielmechanik

Das Spiel setzt auf eine Mischung aus Erkundungsabenteuern und epischen Bosskämpfen. Jeder der fünf Welten erschließt sich aus Regionen, in denen gefunden werden müssen und endet in einem finalen Bosskampf. Letztere haben ihren Namen verdient und sind sehr anspruchsvoll.

Wer gegen die s braucht, kann in den Erkundungswelten Götterschreine aufsuchen und sich ihre Mächte leihen. Ein Angriff mit Odins Speer kann selbst von den gigantischen Bergriesen nicht als blauer Fleck abgetan werden. Wer hingegen kurz vor einem erneuten Ableben steht, kann mit - und Geschwindigkeitsboosts zu neuen Kräften kommen.

Bei der Erkundung der Welten flossen jeweils thematisch passende Interaktionen mit ein. So werden Sümpfe auf einem Floß überquert, Steine in die Lava geschubst um eine Brücke zu bauen und sich hinter Felsvorsprüngen vor der unerbittlichen Witterung .

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Für mich lag der Fokus auf den episch inszenierten Bosskämpfen. Diese haben einige Tricks auf Lager und stellen nicht nur durch ihre Größe ein zu überwindendes Hindernis dar. Wer es hingegen noch er haben möchte, kann den Walhalla-Modus spielen. Hier haben die s noch den ein oder anderen Trick auf Lager. Ist auch dieser geschafft, hat man wirklich den Göttern bewiesen, ein wahrer Krieger zu sein.

Die Steuerung der Kriegerin Thora ist leider sehr fällig geraten. Sicher ist sie nicht die Zierde in Person, doch setzen ihre langsamen Schritte einiges an Planung voraus um auszuweichen. Selbst ihre Axt scheint etwas zu geraten zu sein. Angriffe führt sie nur langsam aus und ein starker Hieb kostet schon seine 2-3 Sekunden an Vorbereitung. Das macht die Kämpfe gegen die s nicht gerade einfacher.

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Die Grafik orientiert sich an dem Zeichenstil alter filme. Bewusst wurden bewegliche oder zerstörbare Objekte hervorgehoben, was einem stets über die Umgebung verleiht. Nicht nur wunderschöne Hintergründe, sondern auch monströse Bossgegner haben es in das Spiel geschafft. Die Mischung aus ruhigen und reichen Phasen spiegelt sich damit auch in der Grafik wieder. So beeindruckt ich auch von der Gestalt der s war, hätte ich mir doch einen kantigeren oder detaillierteren Zeichenstil gewünscht. Zu oft wirken Animationen etwas verwaschen oder bestehen aus nur wenigen Frames, was für mich die Präzision und Wucht der Angriffe schwächt.

Das Sounddesign ist liebevoll umgesetzt und für jeden der insgesamt 5 Abschnitte sehr vielseitig. Jeder Stein und jedes Pflänzchen wurde mit eigenen Klängen versehen. Der orchestrale Soundtrack orientiert sich an epischen und filmen. Im Kampf gegen die s gewinnt er spürbar an Fahrt und lässt es richtig krachen. Ruhigere Etappen wurden mit entspannten Samples unterlegt, welche dazu einladen die liebevoll gestaltete Umgebung zu erkunden.

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Ein Punkt noch zur Sprache. Zur Unterstützung der Authentizität wurden sämtliche Texte von isländischen Sprechern aufgenommen. Wer gerade nicht fließend isländisch spricht, kann auf die deutschen Bildschirmtexte zurückgreifen.

Besonders interessant sind die frei zur Verfügung stehenden Making-Of Videos. Diese könnte ihr auf Youtube unter dem Titel „Impressing the Gods“ finden.


Fazit

Während die s harte Kämpfe liefern, zeigt die Umgebung sich zu passiv und lässt kaum Raum für Interaktion. Zwar verbergen sich in mehreren Ecken der Spielwelt kleine Schreine und Monumente, doch verlängert dies die Spielzeit auch nur um wenige Minuten. Nach gut 3 Stunden ist die Erfahrung vorbei. Zugegeben handelt es sich um eine einmalige Spielerfahrung, die ich so bisher noch nicht genießen konnte – aktuell für 15 Euro. Neben der herausragenden Inszenierung der Umgebung und Kämpfe steht die zu sehr im Hintergrund und beantwortet weniger Fragen als sie stellt.

Test und Besprechung von Alexander Dockhorn

Bewertung

7.6 Bewertung

Während die s harte Kämpfe liefern, zeigt die Umgebung sich zu passiv und lässt kaum Raum für Interaktion. Zwar verbergen sich in mehreren Ecken der Spielwelt kleine Schreine und Monumente, doch verlängert dies die Spielzeit auch nur um wenige Minuten. Nach gut 3 Stunden ist die Erfahrung vorbei. Zugegeben handelt es sich um eine einmalige Spielerfahrung, die ich so bisher noch nicht genießen konnte - aktuell für 15 Euro. Neben der herausragenden Inszenierung der Umgebung und Kämpfe steht die zu sehr im Hintergrund und beantwortet weniger Fragen als sie stellt.

  • Grafik 9/10
  • Sound 8/10
  • Balance 6/10
  • Atmosphäre 9/10
  • Bedienung 7/10
  • KI 6/10
  • Spielidee 8/10

Weitere Informationen

  • Titel: Jotun: Valhalla Edition im Test
  • Kategorie: Computerspiele
  • Verlag: Thunder Lotus Games

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