Kleiner Held, großes Abenteuer – Hollow Knight im Test

Fans aufgepasst! Ein neuer Hit bahnt sich seinen Weg und eroberte bereits jetzt die Herzen unserer Redaktion im Sturm. Was die Welt der und Krabbeltiere für schaurige Geschichten bietet, hätten wir uns im Traum nicht einfallen lassen und doch weiß das ungewöhnliche Setting zu begeistern. Hier berichten wir von unseren Abenteuern, in welchen kleine Helden ganz große Taten vollbringen.


Der kleinste aller Krieger

Die Welt von ist zwar klein, doch hat sie für einen einiges zu bieten. In die Rolle eines solchen schlüpfen wir und kämpfen uns mit gezielten Stößen unserer vorbei an insektoiden Monstern. Wie auch viele andere Spiele baut auf die Grundsäulen Erkunden, Töten und das Verbessern unserer Ausrüstung auf.

Hollow Knight | Bildschirmaufnahme

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Verloren im Labyrinth

Die verschachtelten Gänge der Insektenwelt führen uns in verborgene Ecken unter unserer Heimatstadt. Eine Karte haben wir zunächst nicht zur Verfügung, doch bietet uns ein fleißiger Kartenzeichner, im Austausch gegen ein bisschen Bares, seine neueste Karte an. Da wir uns bereits nach wenigen Minuten verlaufen haben, machen wir Gebrauch von diesem glücklichen Zufall und kaufen die Karte. Aber Moment mal, wo sind wir eigentlich auf der Karte und fehlen da nicht noch etliche Gänge?

Anhand der groben Struktur der Räume schaffen wir es schließlich uns zu orientieren und beenden unsere erste Reise durch die Labyrinthe. Später werden wir noch einen Kompass finden, welcher unsere Position auf der Karte markiert, doch vorerst heißt es erneut die unterirdischen Reiche zu erkunden, denn es mangelt noch an Geld.

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Kleinen Hindernisse und dicken Brocke

Immer wieder stellen sich uns feindlich gesinnte in den Weg. Zu Ihnen gesellen sich Spinnen, Quallen, Fliegen und angriffslustige Pilze. Dabei hat jeder Gegner sein eigenes Bewegungsset, welche wir gut studieren sollten, denn jeder Treffer ist schmerzhaft und könnte unser baldiges Ende bedeuten. Durch vorsichtige Hiebe und gezielte Ausweichmanöver können wir sie niederstrecken und ihre Seelenenergie sowie ein bisschen ihres Geldes abknöpfen.

Dank der eingesammelten Seelen können wir mächtige Spezialangriffe verwenden oder unsere streng limitierten Lebenspunkte heilen. Letzteres benötigt jedoch etwas Zeit, während der wir unsere Deckung senken müssen. Gefährlich aber Lebensrettend! Zeichnen wir dennoch das zeitliche, finden wir uns an einer der in der Spielwelt verteilten Sitzbänke wieder. An diesen können wir das Spiel speichern, unsere Karte aktualisieren und dank aufgefrischter Lebenspunkte auf der Reise durch den Untergrund etwas aufatmen.

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Scheitern und Verbessern

Neben den zahlreichen Standardgegnern wissen bis zu 30 Bossgegner uns das Leben zur Hölle zu machen. Schwere Rüstungen, große Schwerter und kleine Gehilfen dominieren die Kämpfe. Auch diese können mit Geschick überwunden werden. Leider ist durch die fehlenden Checkpoints kurz vor einem Bosskampf der Frust umso größer, wenn wir scheitern.

Neben der Möglichkeit unsere Strategie zu verbessern, können wir auch unsere Ausrüstung anpassen. Leider können wir unsere Standardwaffe im Laufe des Spiels lediglich aufleveln. Weitere zusätzliche Bonuseffekte sicher wir uns durch das Anlegen von Amuletten, welche wir in den hintersten Ecken der Spielwelt finden oder für etwas Geld bei örtlichen Händlern erwerben können. Mit erhöhter Regenerationsrate, Konterattacken und stärkerer Panzerung stellen wir uns schließlich siegreich allen Unwesen dieser Welt entgegen. Das Sammeln von Upgrades motiviert die Erkundung jeder Ecke der verwinkelten Spielwelt und bietet durch zahlreiche unterschiedliche Effekte einige Vorteile in den sonst recht schweren Kämpfen.

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Fast perfekte Umsetzung

Im Gegensatz zur traditionellen Spielmechanik setzt grafisch ganz neue Akzente. Die liebevoll gestalteten Charaktere und flüssigen Animationen lassen das Spiel wie aus einem Guss wirken. Schön gezeichnete Hintergründe und integrierte Umgebungseffekte lassen uns in die Welt der Kleinen eintauchen. Musikalisch wird das Spiel von klassischen Klängen untermalt, welche die Atmosphäre der einzelnen Spielszenen gekonnte einfängt. Dank Gamepad Unterstützung steuert sich das Spiel intuitiv und bietet innerhalb von schwierigen Sprungpassagen und Kämpfen die nötige Präzision. In all diesen Aspekten kann man den Entwicklern nur für ihre Liebe zum Detail danken. Leider drückt der stark variierende Schwierigkeitsgrad und die spärlich verteilten Checkpoints im Falle eines Ablebens etwas den Spielspaß.

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Fazit

Mit unverbrauchten Setting und sauber umgesetzten Mechaniken bahnt sich den Weg zur Spitze der Charts. Dank umfangreicher Welt und zahlreicher Upgrades bleibt die Welt lebendig und lädt immer wieder zu neuen Entdeckungsreisen ein. Leider könnte der Schwierigkeitsgrad einiger Szenen den Geduldsfaden einiger Spieler reißen lassen. Ähnlich zu anderen Hardcore Spielen wie Dark Souls birgt auch die Gefahr den Controller an die Wand zu werfen. Doch hoffentlich überlebt er diesen Ausbruch, denn jeder weitere Versuch lohnt sich. Geduldige Spieler werden mit einem rund 20 Stunden langen Abenteuer belohnt, welches mit vielfältigen Gegnern und Hüpfarealen zu überzeugen weiß. Bei einem Preis von 15 Euro kann letztendlich nicht viel falsch machen.


im Überblick

  • Entwickler-Studio: Team Cherry
  • Publisher: Team Cherry
  • Spielzeit: 20 Stunden
  • Plattform: PC (Steam)
  • Altesempfehlungr: ab 12 Jahren (auf Empfehlung der Redaktion)
  • Spieleranzahl: Einzelspieler
  • Kategorie:
  • Bildquelle: Alexander Dockhorn
  • Lektor: Friedrich Lüder

Test und Besprechung von Alexander Dockhorn

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Bewertung

8.7 Bewertung

Mit unverbrauchten Setting und sauber umgesetzten Mechaniken bahnt sich den Weg zur Spitze der Charts. Dank umfangreicher Welt und zahlreicher Upgrades bleibt die Welt lebendig und lädt immer wieder zu neuen Entdeckungsreisen ein. Leider könnte der Schwierigkeitsgrad einiger Szenen den Geduldsfaden einiger Spieler reißen lassen. Ähnlich zu anderen Hardcore Spielen wie Dark Souls birgt auch die Gefahr den Controller an die Wand zu werfen. Doch hoffentlich überlebt er diesen Ausbruch, denn jeder weitere Versuch lohnt sich. Geduldige Spieler werden mit einem rund 20 Stunden langen Abenteuer belohnt, welches mit vielfältigen Gegnern und Hüpfarealen zu überzeugen weiß. Auch bei einem Preis von 15 Euro kann man nicht viel falsch machen.

  • Grafik 10/10
  • Sound 9/10
  • Balance 6/10
  • Atmosphäre 9/10
  • Bedienung 10/10
  • Spielidee 8/10

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