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Landwirtschafts Simulator 2011

Das Leben als Landwirt ist ziemlich entbehrungsreich, das dürfte der Allgemeinheit nicht erst seit „Bauer sucht Frau“ bekannt sein. Während der Saison arbeitet man von früh bis spät, die Arbeit selbst ist hart und zusätzliche soziale Kontakte sind auf Grund der Arbeitszeiten schwer zu knüpfen. Mit anderen Worten: Viele dürften sich im Ungefähren vorstellen können, was die Schattenseiten des Berufes sind. Allerdings drängt sich an der Stelle auch die Frage aus, was Menschen motiviert, ein solches Leben zu ergreifen. Eine Tätigkeit in der Natur, das Sichtbarwerden der Früchte der eigenen Arbeit, ein enger berufsbedingter Kontakt mit Tieren – viele Punkte dürften auf der anderen Seite für das Dasein als Bauer sprechen. Wie kann man das eine genießen ohne das andere erleiden zu müssen? Eine Möglichkeit: Der Griff zu einem Simulator…

Die Grundidee des „Landwirtschaftssimulators 2011“ muss im Grunde nicht mehr großartig erläutert werden. Der Spieler bekommt die Möglichkeit, in die Rolle eines Landwirts zu schlüpfen und es ihm, in einer digitalen Umwelt, gleich zu tun. Es müssen Äcker bestellt, Tiere gefüttert, Maschinen gekauft und die Ernte veräußert werden – ganz so wie im richtigen landwirtschaftlichen Leben. Was an dieser Stelle reichlich banal klingt, hat es in sich: Es reicht nicht nur, über sein Land zu heizen, sondern es muss tatsächlich bewirtschaftet werden. Im Einzelnen bedeutet das, dass man Maschinen kaufen muss, Helfer anstellen, die Arbeit koordinieren und den Einkauf/Verkauf optimieren muss. Um tatsächlich erfolgreich zu sein, bedarf es mehr als ein einfaches Hin- und Hergeklicke.

Der Spieler hat insgesamt drei Möglichkeiten, dem Leben und der Arbeit auf dem Land zu frönen: Entweder er spielt gemeinsam mit anderen im Multiplayer-Modus, er entscheidet sich dafür, gezielt bestimmte Aufgaben/Missionen zu absolvieren oder er tobt sich im freien Spiel aus und startet eine Bilderbuch-Bauern-Karriere. Außerdem kann er bei letzterer Option zwischen 3 Schwierigkeitsgraden wählen. Empfehlenswert ist es, wenn man zuerst die Missionen absolviert, diese sind hervorragend dazu geeignet, einen ersten Einblick ins digitale Farmerleben zu bekommen, die Spielwelt kennenzulernen und ein Gefühl für Maschinen, anfallende Aufgaben und die Steuerung zu bekommen.

Grundsätzlich wurde die Spielidee sehr authentisch umgesetzt, es handelt nicht nur um eine Wirtschaftssimulation, sondern man schlüpft wirklich in die Rolle des Bauern und „tuckert“ über die Felder (oder lässt von einem Helfer den Traktor über die Äcker heizen). Im Großen und Ganzen wird dem Spieler eine ziemlich umfangreiche Simulation geboten, die im Hinblick auf die Anforderungen an eine Simulation (nämlich die Wirklichkeit bestmöglich wiederzugeben) eine sehr gute Leistung abliefert. Verbesserungspotenzial gibt es nur dahingehend, als dass man an der einen oder anderen Stelle durchaus hätte mehr ins Detail gehen können: Mehr Tier- und Pflanzensorten, eventuell andere Verdienstmöglichkeiten, die durchaus im Landleben vorkommen können (z.B. Ferienhausvermietung, einen Hofladen, verschiedene Abnehmer…).

Auch Grafik und Vertonung sind soweit ok und bewegen sich im Bereich der oberen Mittelklasse des Simulationsgenres. Im Einzelnen heißt das, dass auch ein relativ alter PC kaum Probleme haben dürfte bei der Installation und der Inbetriebnahme des Spiels. Dies bedeutet allerdings auch, dass man hier kaum grafische Bestleistungen erwarten kann. Für eine Simulation sind die Darstellungen in Ordnung, wer aber mit (ab)gehobenen Ansprüchen hier rangeht, wird schnell enttäuscht sein.

Grundsätzlich ist die Simulation recht gut gelungen, auch im Hinblick auf den niedrigen Preis (ca. 15-17€) und den moderaten Systemanforderungen. Für echte Simulationsfans mit einer Affinität zum Landleben ist das Spiel jedenfalls ein echter Hingucker, auch für Einsteiger ist „Landwirtschaftssimulator) einen Blick wert.

Das Spiel ist ab einem Alter von ca. 12-13 Jahren gut spielbar, wesentlich jünger sollte der Spieler aber nicht sein – da zum Spielerfolg Geduld und ein gewisses ökonomisches Grundverständnis gehören.

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