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Lords of the Fallen (PC)

Allgemein
Deutsche Entwicklerstudios etablieren sich immer mehr am Games Markt. Bereits Piranha Bytes zeigt immer wieder aufs Neue, dass in Deutschland auch richtig geile RPGs produziert werden, siehe Gothic oder Risen. Auch das Fankfurter Entwicklerstudio Deck 13 schickt Spieler im Jahre 2014 mit ihrem neuesten Action-Rollenspiel „“ auf einen Dark-Fantasy-Trip durch eine mittelalterliche Dämonenwelt.

Story
In „Lords oft he Fallen“ übernimmt der Spieler die Rolle des kahlköpfigen Ex-Häftlings Harkyn, der kurz gesagt die Welt retten muss, um Erlösung von seinen Sünden zu erlangen. Zusammen mit seinem Mentor Kaslo begibt er sich auf eine lange und beschwerliche Reise durch eine düstere Fantasy-Welt, in der keine Sünden und keine Verbrechen vergessen oder vergeben werden. Denn gerade, als die Menschheit einen Weg fand, all das Böse von der Erde zu verbannen, schlugen finstere, längst vergessene und vor Äonen besiegt geglaubte Gottheiten dort nieder, um ihnen den Krieg zu erklären. Einzig Harkyn kann die Menschheit von ihrem dunklen Schicksal erlösen.
Die Geschichte von „Lords oft he Fallen“ klingt auf den ersten Blick sehr spannend und die Vorgeschichte von Harkyn weckt die Neugier des Spielers. Umso unerfreulicher ist es dann, dass diese Geschichte nie an Fahrt gewinnt und seine Vergangenheit im Unklaren bleibt. Auch was die Hintergrundgeschichte der Rhogar betrifft, die die Dämonen des Spiels verkörpern, wird mit Informationen sehr geknausert. Eine erzählerische Tiefe kommt leider an keiner Stelle des Spiels hervor, obwohl der Urgedanke interessant und spannend ist.

Spielmechaniken
In seinen Spielmechaniken ist „Lords oft he Fallen“ ein klassisches RPG. Zu Anfang kann man sich zwischen drei Charakterklassen, dem Kleriker, dem Banditen und dem Krieger, entscheiden, die sich in Beweglichkeit, Rüstung und Waffen unterscheiden, so dass beispielsweise der Bandit zwar schnell ist, aber seine Waffen wenig Schaden verursachen. Zusätzlich muss man sich für eine von drei Magieschulen entscheiden, die den Spieler durch Täuschungs-, Heil- oder Berserkersprüche unterstützen. Das Magiesystem ist hierbei recht unausgeglichen, so wirkt beispielsweise der Wut-Zauber zu Anfang am besten. So entfernt dieser für kurze Zeit den Ausdauerverbrauch bei Steigerung des Angriffs. Die verblebenden Zauber sind zu Anfang weniger nützlich, da ihr Effekt weitaus geringer für den Spieler ausfällt und beispielsweise in Bosskämpfen weniger anwendbar ist.
Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Steuerung zwar leicht eingängig, aber sehr schwerfällig ist. So fällt das Ausweichen und Angreifen sehr träge aus. Man gewöhnt sich mit etwas Übung jedoch schnell daran.

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“ verfügt über weitere klassische RPG-Mechanismen, wie das Ausrüsten mit Waffen und Panzerung, ebenso wie ein Levelsystem. Aufgefrischt werden diese Mechaniken beispielsweise durch den Einsatz von Runen, durch welche sich Waffen upgraden und in ihrer Wirkung verändern lassen. Das Aufleveln ist intuitiv und mit jedem besiegten Gegner erhält man Erfahrungspunkte, die in Attributsteigerungen oder Zauber investiert werden können. Interessant ist hier, dass nicht verbrauchte Erfahrung bei Spielertod verloren geht. Doch je mehr Erfahrung man unverteilt mit sich trägt, desto mehr Erfahrung gewinnt man, sobald man einen neuen Gegner tötet. Dieses System bedient risikofreudige Spielertypen, die nach einer richtigen Herausforderung suchen. Apropos Herausforderung: „“ wird auf Grund seines Settings und der Schwierigkeit oft mit Spielen wie „Dark Souls“ verglichen. Es sei aber gesagt, dass „“ ein völlig anderes und eigenes Spielerlebnis bietet. Der Schwierigkeitsgrad ist zwar gehoben, reicht jedoch nicht an bekannte andere Spiele heran, so dass es höchstens als „Dark Souls“ für Einsteiger bezeichnet werden könnte.

Grafik
Der einzige Grund, weshalb ich „“ unbedingt spielen wollte, war der epische und bildgewaltige Trailer. Ein riesiges Monster, Weltuntergangsstimmung, eine coole Atmosphäre. Und um ehrlich zu sein: Mit dieser Vorfreude wurde nicht gebrochen. „“ besticht mit einer sehr glaubwürdigen und unheimlich detaillierten Grafik. Animationen wirken genauso lebendig wie die Umgebung. Und in Summe wird zusammen mit Partikeleffekten und gekonnten Licht- und Schatten-Spielereien eine immersive Atmosphäre erzeugt, die überzeugt. Auch Größe und Schwere werden gut vom Spiel herübergetragen, so dass beispielsweise Truhen beim Öffnen ein wenig nach hinten Kippen, wenn der Schwere Deckel den Schwerpunkt verändert.

Sound
Nicht nur durch die Grafik wird die tolle Atmosphäre in „“ kreiert, sondern auch vom Sound. Denn das Spiel besticht ebenso durch sehr gute und glaubwürdige Synchronsprecher, einem stimmungsvollen Soundtrack und passenden Soundeffekten, die die Metzeleien klangvoll und actiongeladen unterstreichen. Von Seiten der akustischen Untermalung wurden keine Kompromisse gemacht. Besonders die Hauptfiguren mit ihren rauchigen und tiefen Stimmen passen sehr gut zum Flair und überzeugen vollkommen.

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Fazit
“ ist zwar kein Dark Souls, überzeugt aber trotzdem mit anspruchsvollen Schlachten. Besonders die gelungene Atmosphäre, erzeugt durch wunderschöne Grafik und tolle akustische Untermalung, besticht beim Spielen. Wer dahingegen auf eine ausgereifte und tiefgehende Story und perfekt ausgewogenes Balancing verzichten kann, der kann und sollte hier beherzt zugreifen.

Test und Artikel von Maria Manneck

Bewertung

8.6 Wertung

“ ist zwar kein Dark Souls, überzeugt aber trotzdem mit anspruchsvollen Schlachten. Besonders die gelungene Atmosphäre, erzeugt durch wunderschöne Grafik und tolle akustische Untermalung, besticht beim Spielen. Wer dahingegen auf eine ausgereifte und tiefgehende Story und perfekt ausgewogenes Balancing verzichten kann, der kann und sollte hier beherzt zugreifen.

  • Grafik 10/10
  • Sound 10/10
  • Balance 7/10
  • Atmosphäre 9/10
  • Bedienung 8/10
  • KI 8/10
  • Spielidee 8/10

Weitere Informationen

  • Titel: Lords of the Fallen (PC)
  • Kategorie: Computerspiele
  • Altersempfehlung: ab 16 Jahren
  • Verlag: Koch Media

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