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Lost Horizon

filme à la „Indiana Jones“ stehen beim Publikum immer relativ hoch im Kurs. Kein Wunder also, dass PC-Spiele gerne auf solche Plots zurückgreifen. „“ mach auch hier keine Ausnahme. Es gilt, zu bestehen und die Welt vor ihrer Zerstörung zu retten. Der Spieler darf eine packende Story und überzeugende Charaktere erwarten, zumindest wenn man sich Kritiken und Vorankündigungen zu Gemüte führt. Ob das Spiel hält, was es verspricht?

Story
Der Spieler wird in das Jahr 1936 zurückversetzt und schlüpft in die Rolle des Ex-Soldaten Fenton Paddock. Dieser wurde, auf Grund eines dramatischen Vorfalles, unehrenhaft aus der Armee entlassen und verdient inzwischen seinen Lebensunterhalt mit zwielichtigen Geschäften in der chinesischen Metropole. Seine Tätigkeit blieb auch der Konkurrenz nicht verborgen und so wird er schlussendlich in einer Holzkiste ins Hafenbecken geschmissen. Nur mit einigem Geschick entkommt er dieser misslichen Lage und stolpert prompt in die nächste heikle Angelegenheit. Er wird zum Gouverneur zitiert, der ihn um einen Gefallen bittet: Sein Sohn und dessen Einheit werden in Tibet vermisst, Fenton soll ihn/sie suchen und wieder nach Hause holen. Da es sich bei diesem Mann um einen Freund Fentons handelt, bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich auf dieses „Angebot“ einzulassen.

Er kann noch nicht wissen, dass sein Freund und dessen Einheit ein Kloster gegen deutsche Soldaten verteidigt haben. Nur mit Mühe und Not konnte er sich, zusammen mit einem Mönch, in ein Geheimversteck retten. In seinen letzten Atemzügen verrät der Ordensbruder, dass dieses Kloster ein großes Geheimnis birgt und dass dieses die ganze Welt verändern kann. Fenton ahnt unterdessen nichts davon. Zusammen mit der Nichte eines verstorbenen Freundes begibt er sich auf eine waghalsige Reise, ohne zu ahnen, was eigentlich auf dem Spiel steht. Ein Scheitern kann das buchstäbliche Ende bedeuten. Erst langsam wird ihm gewahr, auf was er sich eingelassen hat und was im Falle eines Fehlschlages droht…

Auf den Spuren von Indiana Jones…
Ein antikes Geheimnis mit Weltzerstörungspotential, eine gutaussehende Begleiterin und eine Horde Nazis, die dem „Happy End“ im Wege stehen – klingen wie der Stoff, aus dem Hollywoodfilme entstehen. Tatsächlich hätten nur noch der obligatorische Hut und die Peitsche gefehlt, dann könnte der Inhalt des Spiels als potenzielle Handlung für die -Filmreihe herhalten. Es ließe sich sicherlich vortrefflich darüber streiten, ob man sich nicht hätte etwas Neues einfallen lassen können. Nur bliebe dann die Frage, warum man dies hätte tun sollen. Dieser Stoff bietet die Grundessenz des klassischen Adventures, warum also nicht mal darauf zurückgreifen?

Außerdem ist die Verwendung einer derartigen Handlung noch lange keine Sicherheit für den Erfolg. Mal abgesehen von den üblichen Kundenwünschen für ein solches Adventure, wie beispielsweise Spannung oder knackige Rätsel, müssen auch die Charaktere und die Atmosphäre des Spiels ein stimmiges Gesamtbild abgeben.

Im Hinblick auf Spannung und Schwierigkeitsgrad der Rätsel kommen wir durchaus zu einem positiven Fazit. Der Plot reißt mit und die Charaktere wirken durchaus sympathisch, obwohl man hier auch Potenzial ungenutzt verstreichen ließ. Beispielsweise hätten die Dialoge durchaus ein wenig mehr Pfiff und Würze haben dürfen – etwas mehr Wortwitz und Charakter hätte es schon sein dürfen. Bei den Rätseln hätten wir uns gewünscht, zwischen verschiedenen Schwierigkeitsgraden wählen zu dürfen. Zwar konnte man dies bei den Minispielen, wenn es aber um die Rätsel insgesamt geht, fehlt eine solche Möglichkeit. Zwar sind die Rätsel für Einsteiger und Fortgeschrittene optimal, für „alte Hasen“ könnten sie aber etwas zu schnell zu händeln sein. Alle anderen hingegen sind, wie schon gesagt, ganz gut versorgt – zumal Hot-Spot-Anzeige und eine „Aufgaben-Stütze“ eingebaut wurden. Die Bedienung des Spieles insgesamt konnte von Anfang an überzeugen: Übersichtlich, selbsterklärend und sehr gut ins Spiel eingebettet.

Hübsches Panorama und gute Synchronisation

Die Hauptfiguren haben Charakter und das haben sie insbesondere den sehr guten Sprechern zu verdanken. Leider fallen die Bösewichte nicht ganz so charismatisch aus, hier hätte man durchaus noch etwas nachlegen können. Allerdings ist hierbei anzumerken, dass dies weniger auf die Sprecher sondern mehr auf die inhaltliche Ausgestaltung der Rollen zurückfällt. Bis auf diesen Punkt gibt es allerdings nichts zu meckern, auch Soundtrack und Hintergrundmusik wissen zu überzeugen und tragen ihren Teil zu der stimmigen Spielatmosphäre bei.

Ein wenig schlechter fällt unsere Bewertung im Bereich Grafik aus. Zwar sind die Locations sehr schön geworden, die Animationen sehr überzeugend und auch die Landschaften ein echter Hingucker, aber dafür hapert es bei den einzelnen Figuren. Die Gestik und Mimik ist nicht besonders ausgefeilt, das schmälert natürlich den bis dahin sehr guten Eindruck ein wenig.

Fazit

“ ist ein hochklassiges Adventure, das beinahe auf ganzer Linie überzeugen kann. Natürlich gibt es den einen oder anderen Punkt, an dem man noch hätte schrauben können – im Großen und Ganzen gibt es bei diesem Titel nichts zu meckern. Es handelt sich um einen hochwertigen Titel, der jeden Cent seines Preises (ca. 35€) wert ist.

Im Grunde dürfte das Spiel (fast) jeden Adventure-Fan ansprechen, der auf Story à la Indiana Jones steht. „“ ist ab einem Alter von 12-13 Jahren zu empfehlen, jüngeren Spielern würden wir diesen Titel eher nicht ans Herz legen. Geeignet ist es im Wesentlichen für jeden Spielertyp, für echte Adventure-Veteranen könnten die Rätsel aber etwas zu schnell zu lösen sein.

  • Publisher
  • System  PC (DVD-ROM)
  • USK  ab 12
  • Empfohlener VK  39,99 €

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