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Metro Redux (4A)

„Metro 2033 und Last Light? Die kenne ich doch schon!“ wird man sich vielleicht denken, wenn man sich die Beschreibung von Metro Redux durchliest. Dies stimmt wohl auch, denn 4A Games hat die beiden Titel lediglich neu aufgelegt und mit der Erweiterung „Redux“, was wohl für verbesserte Version steht, herausgebracht.
Aber ist dies auch gelungen?

Metro 2033 Redux
Bei Metro 2033 Redux kann man wohl eindeutig sagen, ja! Denn obwohl sich an der Story nichts geändert hat, weist das Spiel jetzt ein qualitativ hochwertiges Grafikpaket vor.
Kommen wir jedoch erst einmal zur Story. Diese spielt man immer noch aus der Sicht des 20-jährigen Artjoms, der in der Umgebung von U-Bahn-Tunneln, die von Banditen, Mutanten und den mysteriösen „Schwarzen“ bewohnt werden, aufgewachsen ist. Auch ist die Oberfläche weiterhin das Schaubild einer postapokalyptischen Atomkatastrophe, durch die wir uns mit der Atemmaske zeitweise kämpfen.

Der etwas ältere Teil profitiert hier vor allem von der neuen Grafikaufmachung. Diese wurde nämlich mindestens auf den Stand von Last Light angehoben und läuft nun mit der hauseigenen 4A-Engine. Wer das Original schon gespielt hat, dem werden wohl die neuen (und vor allem hochauflösenden) Texturen auffallen, welche stark an Metro: Last Light erinnern. 4A-Games hat Metro 2033 weiterhin einen dynamischen Wetterwechsel und realistischere Zerstörung der Umgebung verpasst.

Auch stechen einem die sehr atmosphärischen und dynamischen Lichteffekte ins Auge, die die düstere Zukunft von Moskau noch besser darstellen und Details noch schöner aussehen lassen. Somit wird der nukleare Winter im ersten Teil noch deutlicher, was unter anderem mit einem fahlen Sonnenschein ausgedrückt wird, der sich gerade so durch die Rauch- und Wolkendecke hindurch bahnt und das Eis am Boden zum Glänzen bringt.

Die Kämpfe von Metro 2033 wurden im groben Ganzen extrem realistischer gestaltet, was man unter anderem an den besseren Kampf- und Tarnmechanismen, der überarbeitete Feind-KI und dem Waffenhandling erkennt. Auch sind jetzt bekannte Neuerungen aus Metro: Last Light, wie etwa das Wischen über die Gasmaske, die ansprechendere Gebietskarte im Ladebildschirm, lautlose Gegnerausschaltung oder die Waffenerweiterungen eingeführt worden.

Metro_2033_Redux_-_Announce_1

Die Kämpfe werden im Allgemeinen durch eine überarbeitete Feind-KI einen Tick realistischer und vor allem herausfordernder. Leider muss man hier sagen, dass es an manchen Stellen trotzdem noch etwas hakt, wenn man zum Beispiel an den Wachen mit angeschaltetem Licht vorbeischleicht, während sie zu einem herüberschauen, und dennoch nichts bemerken. Diese kleinen Aussetzer kann man aber im großen Ganzen zum Glück verzeihen.

Metro: Last Light Redux
Trotz des recht jungen Alters von nur einem Jahr hat auch Metro: Last Light eine Redux-Überarbeitung bekommen. Diese beruht, wie bei seinem Vorgänger, nur auf der Überarbeitung des Spielerlebnisses. Die Story knüpft, wie im Original (Metro: Last Light), an Metro 2033 an und lässt Artjom gegen zukünftige Mutanten, Banditen, Neonazis oder Kommunisten antreten. Die spielerischen Neuerungen beziehen sich eher auf kleine Sachen, wie der Uhr an Artjoms Armgelenk, auf die man jetzt direkt schauen kann oder die direkten Übergänge zwischen Kapiteln ohne lästiges Laden.

Bei der Grafik hat 4A Games nur vorsichtig mit einer besseren Ausleuchtung nachgeholfen, welche durch ein stimmigeres Licht erzeugt wurde. Weitere Veränderungen fallen nur auf, wenn man genau hinguckt. So sieht ein Hebel mehr nach solidem Eisen als nach Plastik aus oder das Moos am Gitter sticht noch mehr heraus. Dies hat man, wie bei Metro 2033, durch neue hochauflösende Texturen erreicht, welche an manchen Teilen auch nicht mehr so schwammig aussehen wie beim Original.

Leider hat 4A Games an manchen Stellen auch geschlampt, da zum Beispiel der junge Bursche aus dem Originalteil, welcher uns unsere ersten Waffen aushändigt, im Redux Teil mit einem älteren Herrn ausgetauscht wurde, jedoch seine jugendliche Stimme behalten hat.

Metro_2033_Redux_-_Announce_2

Beide Titel basieren also weiterhin, wie die Originalteile, auf dem Roman von Dmitry Glukhovsky und fesseln somit weiterhin Metro-Neulinge. Jedoch hat sich 4A Games auch etwas für die alten Hasen überlegt und neue Modi in beide Titel eingebracht. Somit hat man jetzt die Auswahl zwischen „Überleben“ und „Spartaner“. Beide jeweils mit den Auswahlmöglichkeiten „Normal“, „Hardcore“ und die aus Metro: Last Light bekannten „Ranger“ und „Ranger Hardcore“ Modi.

Der Spartaner-Stil baut auf dem actionreicheren, originalen Last Light-Teil auf, der mehr Fokus auf schnelle Schießereien setzt und dem Protagonist erlaubt, mehr Schaden einzustecken, bevor er umkippt. Das Gegenstück dazu heißt „Überleben“, indem der Taktiker gefragt ist, da Munition knapp und deswegen der Einsatz des Messers erforderlich ist.
Die absoluten Experten werden dagegen im Ranger-Modus gefordert, wo Artjom schnell das Zeitliche segnet und jegliche Bildschirmeinblendungen entfernt wurden.

Die Stärken von beiden Titeln liegen weiterhin in der Atmosphäre, die die Spiele erzeugen. Während man in weiter Ferne (oder doch nicht so weit?) das Brüllen und Knurren der Mutanten hört, muss man dennoch auf jeden Schritt und Tritt achten, da vielleicht schon um die nächste Ecke eine Stolperfalle von einer der gegnerischen Fraktionen gelegt sein kann und man so jederzeit mit geballter Action rechnen muss.

Metro_LL_Redux_-_Announce_2

Durch die aktuelle, leistungsfähige Hardware in der PlayStation 4 und Xbox One müssen jetzt auch keine Abstriche mehr hinsichtlich der Grafik auf Konsolen hingenommen werden. Wo für die Original Titel noch ein High-End-Gaming PC die einzige Möglichkeit war, um die gesamte Grafikpracht zu bestaunen, können mit den neuen Leistungskapazitäten beide Titel nun auch in vollen 1080p, soliden 60 FPS und maximalen Details betrachtet und erlebt werden.

Fazit:
Vielen geht es wahrscheinlich ähnlich wie mir, dass sie jeden komplett neuen Titel einer selbst so glamourösen Neuauflage vorziehen würden, aber dennoch lohnt sich ein zweiter Besuch im Metro Universum, ohne dass man enttäuscht wird.

Test und Artikel von Sven Erxleben

Bewertung

8.3 Wertung

Neulingen kann man Metro Redux, sowohl Last Light als auch 2033, nur wärmstens ans Herz gelegt werden, da beide Teile noch einmal auf den aktuellsten Stand der Technik gebracht und alte Fehler ausgemerzt wurden.

  • Grafik 9/10
  • Sound 8/10
  • Balance 9/10
  • Atmosphäre 9/10
  • Bedienung 7/10
  • KI 8/10
  • Spielidee 8/10

Weitere Informationen

  • Titel: Metro Redux (4A)
  • Kategorie: Computerspiele
  • Altersempfehlung: ab 18 Jahren
  • Verlag: Deep Silver / Koch Media

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