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Sanctum

Tower-Defence-Spiele gehören zum Standard-Repertoire des einschlägigen Spielmarktes für Smartphones, PC und Konsolen. versucht es mit einer Kombination aus Shooter und Tower-Defence – ob das gelingt?

Tja, worum geht es eigentlich? Aus dem Spiel heraus lässt sich diese Frage nicht beantworten. Zwar wird die Story vorgestellt, wirklich etwas von dieser zu merken ist aber nicht. Das ist jedoch nicht weiter tragisch, bei derlei Spielen gibt es selten so etwas wie eine gelungene Rahmenhandlung.

Wenn man sich jedoch schon einmal die Mühe für einen Erzähl-Ansatz gemacht hat, hätte man diesen jedoch auch konsequent weiterspinnen können. So jedenfalls vergeudet man unnötig Unterhaltungspotenzial und Wiederspielwert.

Das Spiel selbst unterscheidet sich von der Konkurrenz vor allem darin, dass eine deutlich schickere Grafik geboten wird und der Spieler selbst zur Waffe greifen darf. Letzteres ist gar keine blöde Idee gewesen. Vielleicht nicht besonders brillant, aber auf jeden Fall ein nettes Gimmick. Allerdings hätte man dies deutlich besser einarbeiten können. Einfach nur zwischen Monstern herumspringen und schießen ist nicht besonders erbaulich, zumal sich diese nicht wehren, sondern stur ihr Ziel verfolgen.

Im Grunde ist es wie bei jedem anderen Tower-Defence Spiel: Der Gegner wird in die Spielwelt hineingelassen und rast dem Ausgang entgegen. Der Spieler muss möglichst effizient verhindern, dass die Kontrahenten ihr Ziel erreichen – sonst hat man verloren. Nach jedem erfolgreichen Durchgang gibt es dann Ressourcen, die man verwenden kann, um die Verteidigungsanlagen aufzubessern bzw. neu aufzustellen.

Zusätzlich dazu darf der Spieler als mobile Kampfplattform beim Abwehrkampf eingreifen. Um es kurz zu machen: Wirklich neu und innovativ ist das Ganze nicht. Hinzu kommt ein weiteres Manko, denn die Spielzeit ist viel zu kurz.

Einzig der Koop-Modus kann uns ein wenig versöhnlich stimmen. Der Wiederspielwert bewegt sich dennoch zwischen “Null” und “Wenn`s denn sein muss” – Schade!

Wirklich überzeugen konnte uns dann nur noch die Spielwelt an sich. Nur diese vermag das nur mäßig gelungene Spiel ordentlich aufzupolieren und eine Rechtfertigung für die 20€ Kaufpreis zu liefern. Ansonsten vermiesen die vielen Schwächen dem unterhaltungsbedürftigen Spieler ordentlich die Tour: Die Gegner reagieren nicht wirklich auf den Protagonisten, die Rahmenhandlung macht sich nicht bemerkbar, die Spielzeit ist viel zu kurz und die taktischen Spielräume könnten auch größer sein. Lediglich die getriebene Atmosphäre sowie die ordentlich gestaltete Spielwelt wissen zu überzeugen.

Fazit
Für Tower-Defence-Liebhaber und Gelegenheitsspieler ist einen Blick wert. Für alle anderen ist es eher nicht zu empfehlen, es fehlt der nötige Biss! Alles in allem wird zwar ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis geboten, es wäre aber definitiv mehr möglich gewesen.

” ist bei Lace Mamba erschienen und für knapp 20€ im Handel erhältlich. Freigegeben ist das Spiel ab 12 Jahre, das optimale Einstiegsalter dürfte bei 12-13 liegen.

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