Solstice Chronicles: MIA im Test

Die Entwickler des Strategiespiels The Red Solstice sind eigentlich bekannt für gekonnte Rundenstragegie, doch in ihrem neuesten Werk Solstice Chronicles: MIA versuchen sie sich an einem Twin-Stick Shooter. Dabei lassen sie den Strategieanteil nicht ganz außen vor und liefern actiongeladene Ballereien mit taktischem Twist. Wie Ihnen das gelingt erklären wir euch im Test.

Solstice Chronicles MIA | Bildschirmaufnahme

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Überleben im Weltall

Wie auch im thematischen Vorgänger geht es im Red Solstice Universum um den Ausbruch des STROL Virus und dessen Folgen. Unzählige Menschen verlierten ihr Leben und mutierten in grausiger Weise. Die Kolonisierung des Mars ist die letzte Hoffnung der Menschheit. Doch auf des Planeten Oberfläche wütende Stürme bedrohen die jungen Kolonien. In einem Wettrennen mit der Zeit sind die Menschen auf der Suche nach einem Gegenmitteln und dem Kampf ums Überleben.

Solstice Chronicles MIA | Bildschirmaufnahme

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allein auf dem Mars

Nach einem Angriff der Mutanten bleibt ein einzelner Soldat zurück. In der Rolle dieses schwer bewaffneten Reckens ist Überleben unser erstes Ziel. Dabei werden wir begleitet von einer kleinen aufmüpfigen Drohne. Gemeinsam schlagen, schießen und sprengen wir uns durch die Feindesreihen, um der Bedrohung zu entkommen und Informationen über das Heilmittel zu erlangen.

Das klassische Top-Down Shooter Gameplay (zielen, feuern, nachladen) wird durch das interessante Gefahren-System und die damit verbundenen Drohnenfähigkeiten erweitert. Am oberen Rand des Bildschirms wird und permanent die aktuelle Gefahrenlage angezeigt. Ereignisse im Spiel beeinflussen die Aufmerksamkeit der Feinde. Stürmen wir achtlos voran, werden wir schon bald durch Feindeshorden bedrängt.

Solstice Chronicles MIA | Bildschirmaufnahme

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Ein Mann und seine Drohne

Vier Drohnenfähigkeiten helfen uns bei der Bewältigung kritischer Momente und beeinflussen das Gefahrenlevel. Im Scout-Modus sammelt unsere Drohne liegengebliebene Munitionspakete ein und versorgt uns mit weiterer Feuerkraft. Im Notfall zündet unsere Drohne eine gigantische Bombe. Beide Fähigkeiten sorgen für einen Anstieg des Gefahrenlevels. Um dieses wieder zu senken, können wir Block und Taunt einsetzen. Während der erste ein Kraftfeld aufbaut, welches Gegner am vorankommen hindert und bei Ablauf des Kraftfelds tötet, setzen wir Taunt an leicht zu verteidigenden Engstellen ein. Im Taunt-Modus locken wir gezielt noch mehr Gegner auf uns, um in den folgenden Minuten etwas mehr Ruhe zu haben. Die dynamische Veränderung des Gefahrenlevels ist interessant, jedoch ist dessen Einsatz bei den unteren Schwierigkeitsgraden vernachlässigbar.

Neben den Drohnenfähigkeiten können wir auch unseren Helden ausbauen. Nach jeder Mission erhalten wir Fähigkeitspunkte, welche in 3 Talentbäumen eingesetzt werden können. Diese stärken nicht nur unsere Schützenfähigkeiten, sondern auch den Einsatz von Granaten und Schwertern oder einfach nur die Statuswerte unsere Recken. Dies ermöglicht uns einen bevorzugten Spielziel zu betonen, hat aber auch hier nur einen vernachlässigbaren Einfluss aufs Spielgeschehen.

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Technische Umsetzung

Die Steuerung funktioniert sowohl mit Tastatur und Maus als auch mit Controller sehr gut. Im Split-Screen Modus fehlt es jedoch zumeist an Übersicht. Welcher Spieler welchen Charakter steuert ist teils nur schwer erkennbar und in kritischen Momenten viel zu unübersichtlich. Im kooperativen Storymodus geht zudem die Atmosphäre kaputt, da die Geschichte des einsamen Helden nicht angepasst wird. Grafisch und Soundtechnisch ist Solstice Chronicles: MIA solide, jedoch fehlt es der Inszenierung an Höhepunkten und hinterlässt keine eingängigen Momente.

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Fazit

Solstice Chronicles: MIA ist ein Top-Down Twin-Stick Shooter dessen strategischer Twist zu klein ausfällt um ihn von anderen Genrevertretern abzuheben. Nach ca. 10 Stunden ist die Flucht vorbei und hinterlässt einen faden Beigeschmack. Trotz der taktischen Ergänzung, weiß Solstice Chronicles: MIA nicht zu begeistern. Der kooperative Spielmodus wertet das Spielgeschehen auf, jedoch wird die Geschichte nicht angepasst. Im Endeffekt handelt es sich um einen soliden Shooter. Nicht mehr und nicht weniger.


Solstice Chronicles MIA im Überblick

  • Entwickler: Ironward
  • Publisher: Nkidu Games
  • Spielzeit:  5-10 Stunden
  • Plattform: PC (Steam)
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren (auf Empfehlung der Redaktion)
  • Spieleranzahl: Singleplayer, lokaler Multiplayer
  • Kategorie:
    • Top-Down Shooter
    • Couch-Coop
  • Bildquelle: Alexander Dockhorn
  • Lektor: Friedrich Lüder

Test und Besprechung von Alexander Dockhorn

Solstice Chronicles MIA | Bildschirmaufnahme

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Bewertung

7.8 Bewertung

Solstice Chronicles: MIA ist ein Top-Down Twin-Stick Shooter dessen strategischer Twist zu klein ausfällt um ihn von anderen Genrevertretern abzuheben. Nach ca. 10 Stunden ist die Flucht vorbei und hinterlässt einen faden Beigeschmack. Trotz der taktischen Ergänzung, weiß Solstice Chronicles: MIA nicht zu begeistern. Der kooperative Spielmodus wertet das Spielgeschehen auf, jedoch wird die Geschichte nicht angepasst. Im Endeffekt handelt es sich um einen soliden Shooter. Nicht mehr und nicht weniger.

  • Grafik 7/10
  • Sound 9/10
  • Balance 7/10
  • Atmosphäre 9/10
  • Bedienung 8/10
  • Spielidee 7/10

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