Tale of a Hero

Was gibt es Schöneres als eine klassische ? Eine, in der Monster, Zauberer und eine Prinzessin in Not die Hauptrolle spielen, Rätsel zu meistern und schwierige Situation zu überleben sind, genau das ist der Stoff, aus dem richtige Heldentaten geboren werden. Noch schöner ist es natürlich, wenn man sich diese Geschichten nicht nur anhören kann, sondern auch „hautnah“ miterleben darf. Das “ verspricht eine solche Reise ins Ungewisse – ob sich dieser Fantasyabenteuer-Trip lohnt?

“ ist ein klassisches Point-and-Click- und erinnert ein wenig an die vergangenen Tage. Die Story kommt wie ein entfernter Mix aus „Simon the Sorcerer“ und Geschichten aus Omas Märchenbuch daher. Im Mittelpunkt des Geschehens steht ein junger Held, der über ein Dasein als Abenteuer-Matador im Juniorformat bislang nicht hinausgekommen ist. Er steht scheinbar noch im Schatten seines verstorbenen Vaters, der eine echte Berühmtheit gewesen sein muss.

Die Geschichte beginnt mit dem Kampf gegen ein merkwürdiges steinbehauendes Steinwesen, das die Dorfbewohner tyrannisiert. Für unseren Helden natürlich kein Problem, die echte Schwierigkeit kommt in der Nacht nach seiner Heldentat. Eine alte Bekannte klopft an seiner Tür und überbringt eine Botschaft: Eine alte Freundin aus Kindertagen wurde von einem Eisriesen entführt und benötigt nun dringend Hilfe. Das Ganze klingt nach einem echten Heldenjob, das Problem ist nur, dass seine Verlobte gar nicht begeistert ist von der Idee, auf die Jagd nach einem unterkühlten Monster zu gehen und dann auch noch für eine andere. Aber wie es immer so ist, sein Entschluss steht bereits fest: Prinzessin Erea muss gerettet werden! Dass es sich hier nicht nur um eine kleine, harmlose ein-holdes-Fräulein-ist-in-Not-Hilfeaktion handelt, ist ihm zwar klar, aber es erwartet ihn noch weit mehr, als er sich hätte vorstellen können…

Die Story ist spannend und fantasievoll inszeniert, ohne Frage. Auch die Rätsel sind recht ordentlich, mal ganz abgesehen von der liebevoll gestalteten Umgebung. Das Spiel reißt den Anwender sofort mit ins Geschehen und zwingt ihn geradezu vor den Bildschirm. Wer bereits in seiner Kindheit ein Faible für tschechische Märchenfilme und epische Abenteuer-Geschichten hat, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Ein weiteres Plus sind die Dialoge und der Schuss Humor, der uns endgültig für das Spiel einnimmt. Die Vertonung ist ebenfalls, über weite Strecken, hochwertig, auch wenn es an der einen oder anderen Stelle durchaus akustisches Verbesserungspotenzial gegeben hätte.

Auch im Hinblick auf die Einsteigerfreundlichkeit gibt es nur Positives zu berichten, selbst PC-Neulinge dürften keine Probleme mit der einfachen Bedienung haben. Das Einzige, was der Spieler braucht, ist die linke Maustaste, ein wüstes Hin- und Hergeklicke gibt es hier nicht. Was jedoch den einen oder anderen nerven wird, ist die fehlende Hot-Spot-Anzeige – manchmal war das Herumgesuche schon etwas nervenaufreibend. Was uns jedoch ein wenig die Stimmung verhagelte, war die Grafik von vorgestern. Zwar ist die Spielumgebung schön und sorgt für atmosphärische Dichte, aber Sequenzen und Darstellung der einzelnen Charaktere sind leider nicht auf der technischen Höhe der Zeit. Dafür aber sind auch die Systemanforderungen sehr moderat und der Preis des Spiels vergleichsweise niedrig.

“ ist ein echter Hingucker, auch wenn es ein paar kleine Macken gibt. Für uns ist es auf jeden Fall eine echte Alternative, ganz im Stile alter klassiker. Die Kosten von knapp 20€ sind, im Hinblick auf die gebotene Leistung, sehr niedrig – der Kauf lohnt sich. Das Spiel ist vor allem eine Empfehlung für Anfänger und Fortgeschrittene in der Welt des s, aber auch alte Hasen dürften hier ihren Spaß haben. Geeignet ist „“ ab einem Alter von ca. 12 Jahren, für Kleinere dürfte hier etwas zu viel Geduld gefordert sein.

  • Publisher
  • Vertrieb  EuroVideo
  • System  PC (DVD-ROM)
  • USK  ab 6

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