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Urlaubsvertretung im Totenreich – Flipping Death im Test

In Flipping Death geht es, wie der Name schon sagt, um den Tod. Naja eher um dessen Urlaubsvertretung. Denn nachdem Penny Doewood selbst durch einen Sturz in die Tiefen eines modrigen Mausoleums verunglückt, übernimmt sie dank einer Verwechslung kurzerhand den Beruf des Tods. Dies führt uns auf ein morbides Abenteuer, welches die Welt der Geister und der Lebenden dynamisch miteinander verknüpft.


Erste Schritte im Totenreich

Als Begrüßungsgeschenk zum neuen Job erhällt Penny Sense und Umhang des Gevatter Tods. Diese Gegenstände verleihen ihr die Fähigkeit mit der Welt der Lebenden in Kontakt zu treten. Hierfür müssen wir jedoch zunächst Geistertierchen sammeln, um die nötige Energie aufzubringen. Mit einem gekonnten Schwung unserer Sense, wandern die in der Geisterwelt lebenden Tierchen in unser Inventar. Besonders praktisch ist zudem, dass wir unsere Sense werfen können um uns an den jeweiligen Zielort zu teleportieren.

Flipping Death | Bildschirmaufnahme

Flipping Death | Bildschirmaufnahme

Haben wir genug Geistertierchen beisammen, können wir die Körper der Lebenden übernehmen. Dabei können wir nicht nur ihre Gedanken lesen, sondern auch ihr Handeln in Teilen kontrollieren. Befallen wir den Körper eines Lebenden dreht sich die Ansicht um die eigene Achse und zeigt uns die gleiche Karte in gespiegelter Ansicht. Willkommen zurück in der Welt der Lebenden! Jeder übernommene Charakter bringt dabei eine praktische Fähigkeit mit sich. Übernehmen wir beispielsweise den Zahnarzt, so können wir mit dem Bohrer in der Hand unser Unwesen treiben. Charaktere wir der Holzfäller werden mit schwingender Axt unfreiwillig zur Gefahr für alle Passanten. Soweit noch relativ nachvollziehbar. Doch das die Zunge eines Lutscher-leckenden Mannes kurzerhand zum Pinsel wird, hätten wir nicht erwartet.

Flipping Death | Bildschirmaufnahme

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Leiht mir euren Körper

In den sieben aufeinanderfolgenden Kapiteln lösen wir nicht nur die Problemstellungen sich rum treibender Geister, sondern auch unsere eigenen Probleme. So entdeckt Penny schon bald, dass ihr verstorbener Körper sich in der Welt der Lebenden selbstständig gemacht hat. Praktisches Werkzeug beim der Lösungssuche sind stets die Lebenden deren Körper wir übernehmen. Die Charaktere sind äußerst abwechslungsreich und die präsentierten Rätsel sehr abgedreht. Manchmal etwas zu abgedreht. Zur Not bietet das Spiel einen Hilfsbildschirm, welcher jedoch in häufigen Fällen die Lösung des Rätsels zu eindeutig vorgibt.

Flipping Death | Bildschirmaufnahme

Flipping Death | Bildschirmaufnahme

Neben der Hauptstory bietet jedes Kapitel noch weitere Herausforderungen. Von diesen gibt es insgesamt 34, welche wir teilweise durch Ausprobieren entdecken. Als kleinen Tipp erhalten wir jeweils den Titel der Aufgabe, aber keine detaillierte Beschreibung. Zur Belohnung erhalten wir schick gestaltete Geisterkarten mit Hintergrundinformationen zu den Charakter. Diese ist zwar eine Dreingabe, aber für den restlichen Spielverlauf unwichtig.


Verrückt und Witzig

Allein schon die Szenerie von Flipping Death ist unglaublich verrückt und gleichzeitig auch witzig. Innerhalb unseres Tests mussten wir häufig über die abgedrehten Charaktere lachen, welche uns unfreiwillig zu Hilfe kommen. Besonders die raffinierten Dialoge sind ein absolutes Highlight dieses Spiels.

Neben der morbiden Komik die dieses Spiel ausmacht, sind manche Spielabschnitte leider etwas langatmig gestaltet. Zwar können wir uns bereits von Geist zu Geist teleportieren, doch manchmal sind längere Laufwege unvermeidlich.

Wer letztendlich alle Geisterkarten sammeln will, wird wirklich auf die Probe gestellt. Leider merkt sich das Spiel nicht den Fortschritt in den einzelnen Aufgaben. Teilweise müssen wir mehrere Gegenstände einsammeln, welche über das ganze Kapitel verstreut sind. Verlassen wir das Spiel, speichert zwar unser Story-Fortschritt, doch die Nebenmissionen müssen gänzlich von vorne begonnen werden. Leider werden auch bereits absolvierte Nebenmissionen nicht gekennzeichnet. Wer also wirklich alles sammeln will, sollte dies beim erstmaligen Durchspielen machen.

Flipping Death | Bildschirmaufnahme

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Fazit

Nach 6-8 Stunden ist das Abenteuer um Penny Doewood schon vorbei. Während wir viel Spaß in der Welt der Lebenden hatten, war die Geisterwelt häufig etwas zu trist und deren Aufgaben zumeist eher mit Arbeit als mit Spaß verbunden. Dennoch ist die Verbindung dieser beiden ungleichen Welten eine schöne Idee und bietet erzählerisch viel Potential für die abgedrehten Rätsel des Spiels. Damit ist Flipping Death ein morbides und atmosphärisches Puzzle-Adventure, welches dank einzigartiger Rätselmechanik aus der Masse heraussticht.

Flipping Death | Bildschirmaufnahme

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Flipping Death im Überblick

  • Entwickler-Studio: Zoink Games
  • Publisher: Zoink Games
  • Spielzeit: 6-8 Stunden
  • Plattform: PC (Steam)
  • Altersempfehlung: ab 6 Jahren (auf Empfehlung der Redaktion)
  • Spieleranzahl: Singleplayer
  • Kategorie:
    • Puzzle-Adventure
  • Bildquelle: Alexander Dockhorn

Bewertung

8.2 Bewertung

Nach 6-8 Stunden ist das Abenteuer um Penny Doewood schon vorbei. Während wir viel Spaß in der Welt der Lebenden hatten, war die Geisterwelt häufig etwas zu trist und deren Aufgaben zumeist eher mit Arbeit als mit Spaß verbunden. Dennoch ist die Verbindung dieser beiden ungleichen Welten eine schöne Idee und bietet erzählerisch viel Potential für die abgedrehten Rätsel des Spiels. Damit ist Flipping Death ein morbides und atmosphärisches Puzzle-Adventure, welches dank einzigartiger Rätselmechanik aus der Masse heraussticht.

  • Grafik 8/10
  • Sound 10/10
  • Balance 7/10
  • Atmosphäre 9/10
  • Bedienung 7/10
  • Spielidee 8/10

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