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Zack Zero

Aufgepepptes Jump ’n’ Run der alten Schule

Schon lange sind sie vorbei, die Zeiten, in denen sich der Spieler die Nächte um die Ohren schlug, um sich in 2D von Liane zu Liane hangeln oder von Kiste zu Kiste zu hüpfen um am Ende eine Prinzessin zu retten beziehungsweise einen Schatz zu bergen – und ganz nebenbei die Welt zu retten. Klassisches Jump ’n’ Run wird allenfalls als Lückenfüller genutzt und auf dem Handy in der Mittagspause gespielt. Dabei hat das Genre deutlich mehr zu bieten, macht es vor.

Grundsolide und kurzweilig
Die Story unterscheidet sich nicht großartig von den Klassikern des Genres: Die (gutaussehende) Freundin wurde entführt und der Held macht sich auf, um sie zurückzuholen. Statt einer übergroßen, fiesen roten Schildkröte sind diesmal Aliens die Übeltäter. Der Spieler darf sich also als Weltraumheld versuchen und das Universum – quasi als Sahnehäubchen – ein wenig sicherer machen.

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Die Geschichte ist auch hier eher flach, was allerdings auch kein großes Problem darstellt, es handelt sich eher um ein Charakteristikum des Spieltyps als um einen Mangel. Der Spieler benötigt dadurch nicht viel Zeit, um ins Spiel zu finden, er setzt sich an den Rechner und kann loslegen. Das ist einfach und reichlich schlicht, ermöglicht dafür jedoch eine sehr kurzweilige Unterhaltung.

Nette Grafik und fiese Steuerung
Die Mischung aus 2D- und 3D-Umgebung ist für sich genommen sehr gut gelungen, auch die Comicgestaltung der Spielumgebung ist wirklich hübsch geworden – insbesondere die Außensequenzen können sich sehen lassen. Erwähnung verdient auch das interessante Mehrebenensystem. Allerdings wird der Spieler hier mit der Erkenntnis allein gelassen, dass eine gute Idee kein Garant für großen Spielspaß ist. Das gilt vor allem dann, wenn es an der Umsetzung hapert.

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Die Grundidee war wohl gewesen, durch zwei unterschiedliche Spielebenen (Vorder- und Hintergrund in einigen Spielumgebungen) dem Spieler ein wenig mehr Geschick abzufordern und den 3D-Effekt zu unterstreichen. Ein Problem gibt’s allerdings dann, wenn für den Spieler nicht mehr ersichtlich ist, in welcher Ebene er sich gerade befindet. Der Heldentod wird dadurch unnötigerweise provoziert.

Ein weiteres Problem: Der Held verfügt leider über keinerlei Abwehrmechanismen, die einzige Möglichkeit ist ein beherzter Doppelsprung. Im Grunde keine schlechte Idee, Mario hatte es in diesem Punkt auch nicht besser. Nur reagierte die Nintendo-Ikone nicht nach Zufallsprinzip auf die Initialisierung des Sprungs. Auch hier ist das rasche Dahinscheiden s vorprogrammiert – im wahrsten Sinne des Wortes…

Ein bisschen Hektik muss schon sein…
Was uns hingegen gut gefiel, war die Idee, ihn mit der Fähigkeit auszustatten, über die Elemente zu herrschen. Zugegebenermaßen hätten wir das eher bei Spielen mit Zauberern erwartet, aber zusammen mit der knuffigen Spielatmosphäre macht diese Urkraft einiges her. Allerdings hilft diese auch nicht, wenn die Gegner plötzlich von allen Seiten angreifen. Das Spiel kann zumindest in diesem Punkt nicht von sich behaupten, besonders einsteigerfreundlich zu sein. An bestimmten Stellen ist es ziemlich schwierig, die Fieslinge auf Abstand zu halten.

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Hinzu kommt, dass der Spieler sehr scheue „Bonuspunkte“ (Nahkems) einsammeln soll, während er sich aus dem Staub machen muss, sich gegen die Bösewichte behaupten und auch noch grüne Kristalle einsammeln. Kurzum: Im Kampf um die hübsche Freundin ist Multitasking und Hektikresistenz gefragt. Uns gefällt zwar das Fordernde an , aber einen Anfänger könnte das doch ziemlich schnell überfordern.

Gutes Spiel mit einigen Macken
Trotz der vielen kleinen Schwächen macht es Spaß, zu spielen. Die Grafik ist ordentlich, es gibt eine deutsche Sprachausgabe und das Spielgeschick wird ordentlich auf die Probe gestellt. Mehr kann man sich im Grunde nicht wünschen, mal abgesehen von der Beseitigung der aufgezählten Macken. Sicherlich wirken einigen Aspekte des Spiels noch unausgegoren, andererseits richtet sich ohnehin nicht an den Hardcoregamer.

Der erfahrenere Gelegenheitsspieler soll mit diesem Spiel auf seine Kosten kommen und das zu einem verhältnismäßig geringen Preis (>15€). Um es kurz zu machen: Wir können das Spiel – zumindest für diese Zielgruppe – durchaus empfehlen. ist ein gelungenes Spiel, aber mit Sicherheit ist es nicht ohne Makel und auch für jedermanns Geschmack ist es nicht geeignet.

Das PC-Spiel ist bei erschienen und im Handel für 14,95€ erhältlich (Versionen für andere Plattformen sind ebenfalls verfügbar). Freigegeben ist ab einem Alter von 12 Jahren.

 

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