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Vom schwierigen Leben der Wikinger – Northgard im Early Access Test

Wir sind für euch mit mutigen Wikingern in See gestochen um unbekannte n zu erforschen und uns gegen unsere durchzusetzen! Axt-schwingend haben wir uns aufgemacht und einen ersten Blick in die Early Access Version von „Northgard“ geworfen.


Der Weg zum

Bei Northgard handelt es sich um ein Strategiespiel, was, wie ihr wahrscheinlich schon mitbekommen habt, im Reich der Wikinger spielt. Wie üblich für das Genre, beginnen wir mit einer kleinen Gruppe von Arbeitern und wollen uns zur Weltmacht aufschwingen, bzw. in diesem Fall eher zum Herrscher der . Das ist aber natürlich viel leichter gesagt als getan. Die Entwickler von „Northgard“ haben sich viele kleine Besonderheiten überlegt, wie man auf diesem Weg zum scheitern kann. Wer auf der Suche nach einer neuen Herausforderung ist, wird von „Northgard“ nicht enttäuscht werden!

Northgard | Bildschirmaufnahme der Early Access Version

Northgard | Bildschirmaufnahme der Early Access Version


Vom Anfang und vom Ende

Bevor wir überhaupt auf Reisen gehen können, wählen wir einen , den wir vertreten möchten. Aktuell gibt es vier zur Wahl, bald werden es fünf sein. Diese Wahl hat weitreichende Auswirkungen, da die s sich in ihren Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten grundlegend unterscheiden. Wählt ihr einen , der nicht zu eurer Spielweise passt, werdet ihr den ersten nicht überleben (dazu mehr im nächsten Abschnitt).

Hat man seine Reise begonnen, bemerkt man schnell die nächste Herausforderung: Anders als in den meisten Strategiespielen werden in „Northgard“ nicht nur zum Bauen neuer Gebäude benötigt, sondern sie verbrauchen sich kontinuierlich. Schließlich müssen eure tapferen Recken täglich Essen, um groß und stark zu bleiben. Auch Holz ist gefragt, um Gebäude in Stand zu halten oder um sich an Feuern zu wärmen. Je größer euer Reich wird, desto größer euer täglicher Verbrauch. Fehlen die zu lange, werden die großen starken Männer (und natürlich auch Frauen) krank und sterben letztendlich. Das war’s dann mit der .

Northgard | Bildschirmaufnahme der Early Access Version

Northgard | Bildschirmaufnahme der Early Access Version

Wie kommen wir also an Essen und Holz? Essen findet sich prinzipiell überall in der Natur und gebt ihr euren Untergebenen keine andere Aufgabe werden sie auch immer anfangen diese Nahrung zu suchen. Das Sammeln von Beeren und Wurzeln ist nicht sehr effektiv, aber es schützt zu Beginn vor dem Hungertod. Holz wird natürlich von Holzfällern gesammelt. Also baut man eine Holzfällerhütte und lässt kurzerhand bis zu zwei Dorfbewohner das Holzfällen erlernen. Dieses Prinzip gilt für alle e: Ihr baut ein Haus (z.B. einen Markt), weist diesem Wikinger zu und tadaaa… der Wikinger hat den erlernt und übt ihn nun aus. Zu Beginn hat jedes Haus Platz für zwei Wikinger, später könnt ihr es auf drei upgraden.

Der letzte grundlegende Faktor im Spiel ist das Erweitern des Territoriums. Zu Beginn habt ihr einen kleinen Flecken Land auf dem ihr vier Gebäude bauen könnt. Wollt ihr mehr Fläche, benötigt ihr einen Späher. Dieser zieht dann los und erkundet die Umgebung. Die ist eingeteilt in kleine Bereiche, die ihr Stück für Stück erkunden und erwerben könnt. Die Flecke Land unterscheiden sich aber natürlich in ihrer Attraktivität. Ein von Wölfen verseuchtes Moor würde schließlich niemand einem Waldstück mit Wildbestand vorziehen. So könnt ihr neue (und vor allem bessere!) Möglichkeiten finden, Nahrung zu sammeln: Fischfang, Farmland oder eben Jagd. Und diese solltet ihr auf jeden Fall wahrnehmen, denn für jedes neue Stück Land müsst ihr mit Nahrung bezahlen. Je größer euer Reich wird, desto teurer wird es, es zu erweitern. Aber auch neue , wie zum Beispiel Stein, können erschlossen werden.

Northgard | Bildschirmaufnahme der Early Access Version

Northgard | Bildschirmaufnahme der Early Access Version


Von Schneestürmen und anderen Gefahren

Ihr habt es nun geschafft euch ein kleines funktionierendes Reich aufzubauen, in dem keiner verhungert, die Häuser nicht auseinander fallen, und das stetig wächst. Das Wikinger Leben könnte so schön sein. Aber mit der Realität hat das wenig zu tun. Denn hier trefft ihr auf die unbarmherzige Natur. Und die beinhaltet leider auch Jahreszeiten. Ihr beginnt eure Reise stets im , wenn sich Nahrung leicht findet und Feuerholz maximal nachts gebraucht wird. Hoffentlich habt ihr die Zeit genutzt um bis zum ersten große Vorräte aufzubauen. Ihr werdet sie brauchen. Im sind eure laufenden Ausgaben um einiges und Nachschub findet sich viel schlechter. Wer im nachlässig war, ist einem Kälte- und Hungertod im schutzlos ausgeliefert.

Als wäre das noch nicht genug, gibt es außerdem besondere Ereignisse. Diese reichen von Erdbeben, die eure Häuser zerstören, über Schneestürme, die den ohnehin schon erhöhten Verbrauch im verdoppeln, bis zu Ratten, welche eure Nahrung fressen. Ihr bekommt frühzeitig eine Warnung, wenn solche Ereignisse anstehen. Nehmt sie ernst und bereitet euch vor!

Northgard | Bildschirmaufnahme der Early Access Version

Northgard | Bildschirmaufnahme der Early Access Version

Und dann gibt es da natürlich noch die anderen bewohner. Manche Gebiete müssen von Wölfen, Bären oder auch Draugr (halbtote Waffen-schwingende ) befreit werden, bevor ihr sie einnehmen könnt. Auch gegnerische Stämme greifen gern mal an, vor allem wenn ihr das gute Land mit den Fischen unbeobachtet lasst. Schaffen es die Gegner für lange Zeit auf einem eurer Geländefelder zu stehen, ohne dass ihr sie vertreiben könnt, verliert ihr das Land. Ihr benötigt also Krieger um euch zu verteidigen. Da Kämpfen aber eine sehr anstrengende Tätigkeit ist, essen Krieger mehr und erhöhen damit euren stetigen Verbrauch von Nahrung. Es gilt also eine Balance zu finden, damit ihr am Ende nicht mit leeren Mägen dasteht!

Und als wären das noch nicht genügend Dinge, die ihr berücksichtigen müsst, werden eure Wikinger auch noch anspruchsvoll mit der Zeit. Ihr müsst euren zufrieden halten, damit sich neue Wikinger euch anschließen. Je zufriedener euer ist, desto schneller wächst eure Meute. Sind sie jedoch unzufrieden, stagniert euer . Unzufriedene Wikinger sind deutlich unproduktiver. Das kann ganz schnell zu Kettenreaktionen führen: () euer ist unzufrieden, weil das Essen alle ist, () es kommen keine neuen Personen, die zusätzliches Essen suchen könnten, () die bereits vorhandenen mitglieder werden unzufrieden und arbeiten weniger, (4) es ist noch weniger Essen da, (5) eure Wikinger werden krank vor Hunger und sterben.

Northgard | Bildschirmaufnahme der Early Access Version

Northgard | Bildschirmaufnahme der Early Access Version


reiche Siege

Sorgt als erstes dafür, dass eure Wikinger zufrieden sind. Zu Beginn reicht es dafür immer Essen und Feuerholz zu haben und ab und zu euer Reich zu vergrößern. Später steigen die Ansprüche und es müssen zum Beispiel Wohnhäuser geupgradet werden und ihr solltet euch einen Heiler zulegen, da eure Krieger nicht mehr ewig die Kriegswunden zur Schau tragen wollen. Und im Zweifelsfall kann ein kühles Bier Wunder tun für die Moral eurer Mannschaft!

Habt ihr das alles gemeistert und euch einen starken aufgebaut, der bereits ein paar überstanden hat, stehen euch mehrere Möglichkeiten zur Verfügung um zu gewinnen. Die offensichtlichste ist, dass ihr alle anderen auf der ansässigen s im Krieg besiegt. Ihr könnt aber auch euren so weit stärken, dass euch keiner mehr den Titel Herrscher der streitig macht. Für alles, was euren stärkt, bekommt ihr espunkte, z.B. das Besiegen von Gegnern oder die eures Reiches. Habt ihr genügend dieser Punkte, schaltet ihr zunächst zusätzliche Fähigkeiten frei, und später könnt ihr dadurch den Sieg erringen.

Northgard | Bildschirmaufnahme der Early Access Version

Northgard | Bildschirmaufnahme der Early Access Version

Alternativ könnt ihr auch Unmengen an sammeln. Schafft ihr es, im Laufe des Spiels 9000 stücke eingenommen zu haben (z.B. durch Händler), wovon ihr noch 000 auf die hohe Kante gelegt habt, erringt ihr auch den Sieg. Oder ihr verschreibt euch der Forschung. Meister der Lehre können neue Fähigkeiten und Stärken freischalten. Sind sie fleißig genug, können auch sie euch zum Sieg verhelfen. Auf manchen n gibt es auch besondere Felder, wie zum Beispiel den Yggdrasil. Besiegt ihr die mächtigen Verteidiger und bringt die nötigen Unmengen an Nahrung auf, kann auch dies das Spiel für euch entscheiden. All diese Möglichkeiten stehen aber auch dem Gegner offen. Ihr solltet euch also nicht zu viel Zeit lassen!


Seit kurzem hat „Northgard“ auch einen . Dieser erlaubt es mit und gegen Freunde und Fremden um die der zu kämpfen. Das Einrichten und Beitreten eines Spieles ist leicht möglich, man findet sehr schnell was man sucht und alles funktioniert problemlos. Aktuell können sich verbündete Spieler innerhalb des Spiels noch nicht auf vielen Wegen unterstützen, lediglich der Beistand im Krieg ist möglich. Da der an sich aber erst vor kurzem hinzugefügt wurde, sind wir überzeugt, dass dies erst der Anfang ist. Wir werden euch auf dem Laufenden halten!

Northgard | Bildschirmaufnahme der Early Access Version

Northgard | Bildschirmaufnahme der Early Access Version


Fazit

„Northgard“ ist ein Strategiespiel, das viele klassische Elemente des Genres aufgreift und diese weiter denkt, wodurch ganz neue Herausforderungen entstehen. Trotzdem bleibt es ähnlich genug, dass jeder Fan von Strategiespielen seine Freude an diesem Spiel haben wird. Die vielen Details im Spielkonzept sorgen dafür, dass es immer spannend bleibt. Die Grafik ist sehr liebevoll gestaltet und die Umwelt spiegelt in bunten (bzw. im vor allem weißen) Farben stets die Launen der Natur wieder. Aktuell sind die Entwickler fleißig dabei den Spielinhalt zu erweitern und eine Balance im Schwierigkeitsgrad zu finden. Sie reagieren dabei sehr sorgfältig und zeitnah auf das Feedback der Testspieler. Damit hat „Northgard“ die besten Voraussetzungen zu einem sehr lohnenswerten neuem Strategiespiel zu werden.


Northgard im Überblick

Test und Besprechung von Tina Braun

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