Big Deal

„Mein Haus, mein Auto, mein Boot“ – mit der richtigen Beratung soll das angeblich klappen, falls man auf die Werbung hört. Dabei scheint alles so greifbar nah zu sein, dass jeder in die Verlockung kommt, nach dem „American Dream“ zu leben und sich einfach vom Tellerwäscher zum Millionär hochzuarbeiten.

Doch können nicht alle reich werden, sondern immer nur einer. Die anderen gehen dabei entweder mit Peanuts oder gar ganz leer aus. Und genau dieses leichte Streben nach der Million gepaart mit dem harten Kampf zur Sicherung des eigenen Kapitals, bzw. Annektierung fremden Besitzes, bringt uns das neue Kartenspiel „“ näher.

Schon die Verpackung des Kartenspiels zeugt von regen Geld- und Materialtransaktionen bspw. durch den Geldregen über dem gesamten Cover, die Goldbarren oder die Autos, wodurch es etwas überfüllt wirkt und der Spieltitel ein wenig in den Hintergrund rückt.

Nach dem Öffnen findet man das Regelwerk in vier verschiedenen Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch) und 110 Spielkarten.

Die Spielkarten zeigen unterschiedliche wertvolle Güter, so gibt es bspw. Sparschweine, Briefmarken-, Münzsammlungen, Häuser, Yachten, Autos, Gold-, Silberbarren und einiges mehr. Unvorteilhaft für Spielrunden mit Kindern (ab 8 Jahren) sind anfänglich die englischen Bezeichnungen auf den Karten, jedoch helfen dabei die gut gelungenen Illustrationen und Kinder können so einen schnelleren Bezug zu der englischen Sprache entwickeln.

Zur Spielvorbereitung braucht man nur alle Karten mischen und austeilen. Beim Austeilen muss man auf Folgendes achten: Sind es zwei bis drei Spieler, werden fünf Karten ausgegeben, falls es mehr sind, nur noch vier Karten pro Spieler. Die übrigen Karten kommen verdeckt in die Mitte, wobei eine offen als Ablagestapel aufgedeckt wird.

Nach dieser kurzen Vorbereitung kann nun gespielt werden, wobei dem aktiven Spieler die Auswahl aus vier Aktionen möglich ist. Er kann entweder ein Set aus seiner Hand spielen, ein Set mit Hilfe des Ablagestapels spielen, das oberste Set eines Mitspielers versuchen zu klauen oder eine Karte auf den Ablagestapel werfen, falls er gar nichts machen will bzw. kann.

Ein Set besteht dabei immer entweder aus zwei gleichen Karten, also bspw. Haus und Haus, oder aus einer Karte und einem Joker (Gold- oder Silberbarren). Die Sets kann man entweder durch die eigenen Handkarten oder in Kombination mit der obersten Karte vom Ablagestapel ablegen, um so möglichst schnell die Optimierung des eigenen Kapitals zu versuchen.

Hat man mal Pech mit den eigenen Handkarten und dem Ablagestapel und kann überhaupt kein Set ablegen, nimmt man einfach das Eigentum von seinen Mitspielern in Beschlag.

Dazu braucht man nur einen Joker oder eine Karte, die zum obersten Set des Mitspielers passt. Das wäre hingegen etwas zu einfach, wenn man sich als Besitzer nicht dagegen wehren könnte.

Deswegen kann man den Angriffen mit dem Ausspielen einer gleichen Karte bzw. eines Jokers parieren. Wenn man will, kann man dadurch alle Handkarten ausspielen, damit das Eigentum in seinem Besitz bleibt.

Nach diesen zahlreichen Kämpfen für die Steigerung des eigenen Kapitals wird man selbstverständlich noch entlohnt, indem man die Handkarten vom Nachzugstapel auffüllen darf.

Falls der Nachzugstapel jedoch leer ist, wird die Runde beendet. Man sollte also zum Ende hin möglichst sein Eigentum schützen, wenn man gewinnen will. Denn am Ende einer Runde wird das zusammen gezählt, was vor einem liegt. Das Spiel endet, sobald der erste normale Spieler Millionär wird bzw. der reichste Spieler, was unter anderem mal drei bis vier Runden dauern kann.

“, da werden Kindheitsträume wahr, denn man braucht nur das passende Potenzial, um schnell reich zu werden. Aber wer nur auf sich achtet, kann dabei auch baden gehen. Denn die Mitspieler können einen ganz einfach überraschen, übers Ohr hauen und ausrauben. Genau diese realistische Interaktion untereinander gibt „“ seinen Charme und sorgt für großen Spielspaß.

  • Spieltyp: Kartenspiel
  • Autor: Brent Beck
  • Illustration: Grandpa Becks/ Anne Pätzke
  • Redaktion: Thorsten Gimmler
  • Verlag:
  • Anzahl: 2 – 6 Spieler
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Dauer: ca. 30 Minuten

Geschrieben und getestet von Friedrich Lüder

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