Blindes Huhn-Versteigerungsspiel

Ziel ist es, möglichst viele wertvolle Hühnerkarten zu ersteigern. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.

Es gibt ein Grund- und mehrere Erweiterungsspiele.

Grundspiel
Jeder erhält einen Satz Startkarten, der offen vor sich abgelegt wird. Die Karten müssen nach Farben sortiert werden. Die Spielende-Karte wird mit 9 weiteren Karten gemischt und bildet den unteren Teil des verdeckten Nachziehstapels.

Das Spiel verläuft in mehreren Versteigerungsrunden. Ein Spieler ist jeweils der Auktionator.

Eine Runde verläuft in vier Phasen:
1. Der Auktionator bietet drei Karten an,
2. Jeder gibt ein Gebot ab,
3. Der Höchstbietende bezahlt sein Gebot und nimmt anschließend die ersteigerten Karten.

Der Auktionator ist der Einzige, der alle drei Versteigerungskarten kennt. Die anderen sehen nur 1 oder 2 Karten davon. Der Auktionator beginnt, für diese drei Karten ein Gebot abzugeben. Danach können die anderen Spieler passen oder überbieten. Die nachfolgenden Spieler müssen das letzte Gebot jeweils erhöhen oder aber passen. Der Höchstbietende bezahlt mit Hühnerkarten aus seiner Auslage an den Auktionator und legt anschließend die ersteigerten Karten in seine Auslage. Der Auktionator muss die erhaltenen Karten nach Farben sortiert ebenfalls in seine Auslage legen.

Erhält jedoch der Auktionator den Zuschlag, muss er den gebotenen Betrag an die Mitspieler zahlen.

Er legt Hühnerkarten, die insgesamt die Summe des Gebots ergeben, in die Tischmitte und die Mitspieler suchen sich eine Karte aus und legen sie mit in ihre Auslage. Nach der Bezahlung werden die ersteigerten Karten aufgedeckt. Ersteigerte Blinde Hühner und Goldene Körner werden auf einem verdeckten Ablagestapel gesammelt. Der Gewinner der Auktion wird zum neuen Auktionator. Das Spiel endet sofort, wenn die Spiel-Ende Karte gezogen wird.

Jetzt erfolgt die Wertung. Zuerst wird festgestellt, welcher Spieler in der jeweiligen Farbe die meisten Karten besitzt. Danach wertet jeder Spieler seine Auslage gesondert. Er wählt bis zu drei Farben und addiert die Werte der Hühnerkarten.

Anschließend werden die verdeckten Stapel mit den Blinden Hühnern und den Goldenen Körnern ausgewertet. Wer die meisten Punkte erzielt hat, ist Sieger.

Fazit
Das Grundspiel ist recht einfach zu spielen. Der Spielablauf ist leicht verständlich. Die Auswertung bereitet anfänglich einige Schwierigkeiten, da sowohl Erst- als auch Zweitplatzierte Punkte erhalten, danach weitere Wertungen folgen (Farben, Blinde Hühner, Goldene Körner). Die Beschreibung zur Wertung in der Spielanleitung gibt dazu aber gute Hilfestellung.

Erweiterungsspiele:

Maus und Habicht

Im Erweiterungsspiel kommen zusätzlich Habicht-, Mäuse und Auftragskarten zum Einsatz. Habicht- und Mäusekarten werden getrennt als offene Stapel bereitgelegt. Wird bei einer Versteigerungsrunde eine solche Karte erworben, muss ebenfalls eine Maus- oder Habichtkarte vom offenen Stapel aufgenommen und auf den verdeckten Stapel gelegt werden. Bei der Auswertung wird mit den Habichten begonnen. Jeder Habicht frisst eine Maus, jeder weitere Habicht frisst ein Blindes Huhn. Anschließend fressen die Mäuse je ein Goldenes Korn oder ein halbes Doppelkorn.

Erst dann werden die restlichen Goldenen Körner und Blinden Hühner und Doppelkörner gewertet.
Die Auftragskarten werden vor Spielbeginn so verteilt, dass jeder Spieler drei verdeckt auf seine Hand nimmt. Aufträge kommen erst am Spielende zum Einsatz. Nachdem alle anderen Auswertungen erfolgt sind, können Aufträge erfüllt werden. Für jeden erfüllten Auftrag gibt es so viele Punkte, wie Spieler teilnehmen.

Doppelkorn
Die Doppelkornkarten werden in den Nachziehstapel gemischt, dafür werden 6 reguläre goldene Körner entfernt. Ein ersteigertes Doppelkorn wird auf den verdeckten Stapel gelegt. Bei der Auswertung zählt ein Doppelkorn für Mäuse und die Bildung von Sets mit Blinden Hühnern als 2 einzelne Körner.

Farb-Mehrheiten
Bei der Spielvorbereitung werden die 5 Holzhühner in die Tischmitte gestellt. Der Gewinner der Versteigerung prüft, ob er in einer der Farben von den gerade ersteigerten Hühnerkarten die meisten Karten besitzt. Dann nimmt er sich den Spielstein dieser Farbe. Am Spielende sind die Spielsteinbesitzer automatisch Gewinner der Farbmehrheiten-Wertungen.

Früher Vogel
Die Spielsteine „Frühes Huhn“ und „Erstes Korn“ kommen ebenfalls in die Tischmitte. Wer das erste Huhn bzw. das erste Korn ersteigert, erhält den jeweiligen Stein. In der Schlusswertung muss das Huhn einem Korn zugeordnet werden können, sonst hagelt es Minuspunkte. Das Erste Korn darf nur mit gewertet werden, wenn es einem Blinden Huhn zuzuordnen ist.

Fazit
Die Spielkarten sind liebevoll und niedlich illustriert. Besonders lustig ist, dass alle Hühner einen Namen besitzen. Es ist empfehlenswert, mit allen Erweiterungen das Versteigerungsspiel zu spielen, da es so den höchsten Reiz hat und die größte Spielspannung erzeugt wird.

Die Meinung über das Spiel war bei den Testern sehr unterschiedlich. Einige hatten gar keine Schwierigkeiten, spielten sogleich mehrere Runden, andere taten sich sehr schwer mit der Auszählung der Punkte und somit mit der Bewertung.

  • Verlag: Ostia 
  • Spieler: 3-5
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Dauer: 30 Minuten

Bewertung

7.3 Wertung

Die Meinung über das Spiel war bei den Testern sehr unterschiedlich. Einige hatten gar keine Schwierigkeiten, spielten sogleich mehrere Runden, andere taten sich sehr schwer mit der Auszählung der Punkte und somit mit der Bewertung.

  • Spielidee 8/10
  • Ausstattung 8/10
  • Spielablauf 7/10
  • Interaktion 6/10
  • Einfluss 6/10
  • Spielbarkeit 8/10
  • Spaß 8/10

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