Groovy Pips

Das Spielprinzip von Kniffel bzw. Yatzy kennen sehr viele Leute aus dem gleichnamigen Würfelspiel. Man darf mit fünf Würfeln eine bestimmte Reihenfolge von Würfelkombinationen würfeln.

Natürlich gibt es auch Kartenspielableger mit dieser Spielmechanik. Mit „groovy pips“ gibt es jedoch zum ersten Mal eine Kombination aus Würfel- und Kartenspiel.

Die Spielumsetzung ist sehr durchdacht. So hat man nicht nur fünf Spielwürfel, sondern auch 60 Spielkarten in sechs verschiedenen Farben. Sehr schön ist es beispielsweise, dass sich für Spieler mit einer eingeschränkten Farbwahrnehmung die roten von den grünen Karten unterscheiden.

Das Ziel bei „groovy pips“ ist die meisten Punkte zu bekommen. Dafür kann man entweder viele Karten oder einfach die höchsten Karten erspielen, indem man die passenden Würfelkombinationen würfelt.

Die Spielvorbereitung läuft sehr schnell. Jeder Spieler bekommt genau zehn Karten einer Farbe, die man sich selbst aussucht. Dann wählt jeder Spieler verdeckt eine dieser zehn Karten aus und legt sie in die Mitte.

Zum Spielstart werden dann alle Karten in der Mitte umgedreht und der jüngste Spieler bekommt die Würfel. Der aktive Spieler muss nun versuchen, eine der Kombinationen aus der Mitte oder seiner Hand zu würfeln. Dazu kann er nach jedem Wurf Würfel beiseitelegen und mit den übrigen weiter würfeln.

Nach dem dritten Wurf muss man jedoch eine der Kombinationen gewürfelt haben oder man muss eine Handkarte offen in die Spielmitte legen. Sollte man aber mehr als eine Kombination mit den Würfeln erfüllen können, muss man sich für eine entscheiden.

Danach ist der nächste Spieler am Zug. Falls aber die Spielmitte keine offenen Karten mehr hat, müssen alle Spieler wieder eine Karte in die Mitte legen, wie am Anfang. Nachdem ein Spieler seine letzte Handkarte abgelegt hat, ist jeder Spieler noch einmal an der Reihe und erst nach dieser Runde endet das Spiel. Danach werden die Punkte auf den erspielten Karten gezählt und der Spieler mit den höchsten Punkten gewinnt.

Ärgerlich ist es, wenn gleich am Anfang in der Spielmitte von allen Spielern die hohen Karten gelegt wurden und der erste Spieler gleich alle abräumt. Aber umso mehr ärgern sich die anderen Spieler und versuchen durch diese Motivation mehr Karten zu erspielen, damit man doch noch gewinnen kann.

Es ist ein sehr schönes und ausbalanciertes Spiel und durch seine interaktiven Elemente, um seinen Mitspielern die Tour zu verbauen, ein sehr gelungenes Spiel, welches die Grundmechanik von Kniffel durch die auf Spielkarten abgebildete Würfelkombinationen auf neue Art umsetzt.

  • Autor Michael Palm und Lukas Zach
  • Verlag Drei Hasen in der Abendsonne
  • Alter ab 8 Jahre
  • 2 bis 5 Spieler

Getestet und geschrieben von Friedrich Lüder.

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