Klimapoker

ist vornehmlich ein Kartenspiel mit 60 Länderkarten, 40 Plastikspielchips, einem Plastikhaus und einem Fähnchen.

Spielthema ist eine Klimakonferenz vieler Länder.

Die Länderkarten enthalten jeweils Informationen über die CO2 Emissionen pro Kopf, die Anzahl der Todesopfer pro 100.000 Einwohner infolge von Naturkatastrophen, die vom Klimawandel begünstigt wurden, sowie Unwetterschäden in Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die Risikogruppen der jeweiligen Länder der genannten Kategorien sind durch farbliche Unterscheidungen von rot bis grün kenntlich gemacht.
Die Spieler erhalten eine bestimmte Anzahl von Karten und Spielchips, deren Anzahl im Laufe des Spiels – je nach Taktik der Spieler – variiert.

Die Spieler sollen sich als „Diplomaten“ verstehen und Diplomatiepunkte sammeln. Jeder Spieler hat ein „Kaminzimmer“, das sind die Karten, die er auf der Hand hält, eine „Lobby“, das sind der Nachzieh- und Ablagestapel und einen Flughafen, hier werden die Länderkarten abgelegt, die aus einer vom Spieler gebildeten Ländergruppe die besten Werte in einer Kategorie hatten.

Bei jeder Spielrunde werden im Grunde Risikogruppen von Ländern verglichen. Dies erfolgt zunächst zwischen allen Mitspielern und dann je nach Spielverlauf durch Gruppenbildung und Vergleich von Ländern, die sich im „Kaminzimmer“ eines Mitspielers befinden.

Um den Sinn des Spiels zu verstehen, sollten die Spielerinnen und Spieler die unter „Hintergrund“ gegebenen Erläuterungen zu Klimawandel, Klimaverhandlungen, Staatengruppen, Klimarisikoindex bereits kennen oder lesen.

Die Spielanleitung ist durch die zahlreichen Beispiele gut verständlich, allerdings relativ klein gedruckt, wer eine Lesebrille hat, sollte diese besser aufsetzen.

Die Klimaproblematik bzw. die Verhandlungen zum Klimaschutz zum Gegenstand eines Spiels zu machen, ist eine gute Idee, zumal das Thema hochaktuell ist. Die empfohlene Altersangabe ist richtig, da das Spiel nicht ganz unkompliziert ist und auch taktische Entscheidungen fordert. Aber wenn jüngere Kinder Interesse an dem Thema haben, könnten diese je nach Geduld der Mitspieler/innen auch schon einmal am Verhandlungstisch Platz nehmen.

Ein interessantes und aktuelles Spiel, bei dem die Spieler einige zum Teil durchaus überraschende Daten zum Thema Umwelt/ Klima über viele Länder erfahren können. Das Spiel ist passend zu dem Anliegen, das verfolgt wird, klein und damit sowohl umweltschonend als auch platzsparend verpackt.

Tipps für die Umwelt finden Sie hier (85 Tipps für eine bessere Welt). Gerade für die Altersgruppe ab 12 ist das Spiel sehr zu empfehlen.

  • Verlag:
  • Autorin r
  • Alter: nach Angabe des Anbieters 12
  • Dauer: ca. 30-40 Minuten
  • Schwierigkeitsgrad: mittelschwer spielbar
  • Spieleinteilung: Familienspiel mit älteren Kindern

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