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Knatsch

Yatzee! Halt, nein. Das war ein anderes Spiel. Aber mit Würfeln hat auch zu tun. Mit Hilfe des Würfelglücks erobern wir in Burgen, gewinnen spannende Ritterturniere und erwerben Kriegsgerät, dass uns wiederum hilft, Burgen zu erobern, Turniere zu gewinnen oder Kriegsgerät zu erwerben. Und das alles nur, um den König zu stürzen.

Spielziel und –thematik
In gibt es drei Ziele, von denen zum Sieg nur eines erreicht werden muss: Man erobert vier Burgen, man erobert drei Burgen und stürzt den König oder man erobert zwei Burgen und gewinnt drei Ritterturniere. Burgen und Ritterturniere sind Karten, die man im Laufe des Spiels durch passende Würfelwürfe erobern kann. In der Hinsicht ähnelt etwas dem schon etwas älteren Spiel “Um Krone und Kragen”.

Spielvorbereitung
Zur Spielvorbereitung erhält jeder Spieler eine Burgkarte, von der aus er das Reich erobern möchte. Die übrigen Karten werden gemischt und auf zwei offene Stapel verteilt. Die jeweils oberste Karte eines Stapel kann erobert bzw. erworben werden. Außerdem werden gut sichtbar für alle die drei Spielzielkarten in die Mitte des Tisches gelegt.

Spielmaterial
Das Spielmaterial besteht minimalistisch aus sechs einfachen, sechsseitigen Würfeln und insgesamt 56 Spielkarten, welche liebevoll, passend und schön im Burgen- und Ritter-Setting illustriert sind.

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Bewertung
Um eine Karte zu erwerben, muss man die angegeben Kosten überwürfeln. Bei allen Karten bedeutet dies, dass man mindestens einen Drilling (drei Würfel zeigen die selbe Zahl) übertreffen muss. Kostet eine Karte zum Beispiel einen 3er Drilling + 4, so kann man beispielsweise einen Drilling bestehend aus mindestens Vieren erwürfeln, um die Karte zu bekommen. Es reicht aber auch, einen Drilling aus Dreien zu haben, aber dann muss mindestens ein Würfel mehr anzeigen, als die Extrakosten (hier im Beispiel 4, also muss mindestens ein Würfel eine Fünf zeigen). Dazu darf bis zu dreimal gewürfelt werden und bei jedem Wurf darf man beliebig viele Würfel beiseitelegen. Geworfene Sechsen gelten hierbei als Nieten und müssen ohne jeden Wert beiseite genommen werden – die Fünf ist also die höchste Zahl. Zu guter Letzt sind Vierlinge (oder noch mehr) immer besser als Drillinge – vier Einsen schlagen also drei Fünfen.

Beliebige Vierlinge zu Würfeln ist nun mit sechs Würfeln und dreimal Werfen dürfen gar nicht so schwer (wer möchte, kann das ja mal nachrechnen oder gleich selber mal ausprobieren), sodass man relativ gut an Karten kommt. Der wahre Kniff kommt hier durch die Spezialfähigkeiten der erworbenen Karten ins Spiel. So fungieren einige Karten wie weitere Würfel und dürfen einfach zum Ergebnis hinzugelegt werden. Schon wird aus einem Einserdrilling ein Einservierling und die Burg ist erobert.

Damit einzelne Spieler nicht zu stark werden, gibt es . Man darf nämlich nicht nur die ausliegenden Karten auf den beiden Stapeln erobern – sondern auch die Spezialkarten der Mitspieler. Und der zusätzliche Würfel mit der Fünf vom Nachbarn sieht viel verlockender aus als zum Beispiel das Katapult oder die Burg, die man ohnehin schon hat. Erobert man so eine Karte, verliert der Mitspieler diese und der Nächste ist dran, sein Würfelglück zu probieren. Erwirbt man eine Karte vom Stapel, so ist man noch einmal dran. Einzelne Züge können so schon mal ziemliche lange dauern – außer bei Eroberungen von Burgen oder dem Durchführen von Turnieren kann man nämlich immer wieder “noch einmal dran sein”.

Bei den Turnieren können die Spieler dann zeigen, wofür sie die ganzen Spezialkarten angehäuft haben. Denn jetzt ist jeder einmal dran mit Würfeln und nur der Spieler mit dem höchsten Wurf gewinnt.

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Fazit
ist ein kurzweiliges Würfelspiel, das vom Setting durchaus an “Um Krone und Kragen (Amigo Spiele)” erinnert, aber doch einiges anders macht. Während bei “Um Krone und Kragen” jeder für sich selber würfelt und einmal gewonnene Karten für den Rest des Spiels in der eigenen Hand bleiben, so ist hier viel dynamischer und interaktiver. Mit leicht zu erwerbenden Karten dank einfacherer Bedingungen, regelmäßige Nutzung und Ausspielen von Sonderkarten und das Plündern in den Lagern der Mitspieler wird in das Setting um die Ritter und Burgen wieder aufgegriffen und gelungen umgesetzt. Das alles macht zu einem unterhaltsamen Spiel für zwischendurch, das auch zu zweit viel Spaß mit sich bringt. Es bleibt nur zu hoffen, dass nach einem heftigen Kartenabtausch kein in der Familie herrscht.

  • Autor: Michael Schacht
  • Spielzeit: ca. 30 Minuten
  • Vertrieb:
  • Anzahl: 2 bis 6 Spieler
  • Kategorie: Karten-/Würfelspiele
  • Alter: ab 8 Jahren

Test und Artikel von Christian Braune

Bewertung

8.0 Bewertung

ist ein kurzweiliges Würfelspiel, das vom Setting durchaus an "Um Krone und Kragen (Amigo Spiele)" erinnert, aber doch einiges anders macht. Während bei "Um Krone und Kragen" jeder für sich selber würfelt und einmal gewonnene Karten für den Rest des Spiels in der eigenen Hand bleiben, so ist hier viel dynamischer und interaktiver. Mit leicht zu erwerbenden Karten dank einfacherer Bedingungen, regelmäßige Nutzung und Ausspielen von Sonderkarten und das Plündern in den Lagern der Mitspieler wird in das Setting um die Ritter und Burgen wieder aufgegriffen und gelungen umgesetzt. Das alles macht zu einem unterhaltsamen Spiel für zwischendurch, das auch zu zweit viel Spaß mit sich bringt. Es bleibt nur zu hoffen, dass nach einem heftigen Kartenabtausch kein in der Familie herrscht.

  • Spielidee 7/10
  • Ausstattung 7/10
  • Spielablauf 8/10
  • Interaktion 9/10
  • Einfluss 8/10
  • Spielbarkeit 9/10
  • Spaß 8/10

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