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Pax

Wir befinden uns in der Zeit von Caesar im Römischen Reich. Man möchte meinen, dass er ohne jeden Zweifel für immer die Macht über Land und Leute hat, doch der Schein trügt. Ein paar Sklaven, deren Anführer Spartakus ist, fliehen von ihren Gebietern und versuchen, Einfluss und Macht zu gewinnen. So bauen Sie Ihren eigenen Wein an, bauen Ihre eigenen Armeen auf, um den Legionen des großen Machthabers Paroli bieten zu können oder kaufen Land auf, um Ihren Einzugsbereich zu vergrößern. Es gelingt Ihnen sogar, einen Senator in den Senat in Rom einzuschleusen und somit Entscheidungen zu Gunsten der Sklaven zu lenken.

All diese auf den ersten Blick einfach klingenden Vorgehensweisen finden sich in dem Spiel “” von wieder. Wir haben es in der Familie mit 4 Personen gespielt und können nun hier davon berichten.

In der Verpackung findet man 120 Spielkarten und eine Anleitung. Die Karten sind sehr schön illustriert. Dabei unterscheidet man zwischen Geldkarten (“Aurei” im Wert von 1 oder 2), Legionskarten, Besitzkarten, 4 Übersichtskarten als Kurzanleitung, die Startspielerkarte und eine weitere Sonderkarte “primus conspiratus”.

Zu Spielbeginn bekommt jeder Spieler eine festgelegte Zahl von Aurei zugewiesen, mit der er starten kann. Pro Runde werden auf den in der Mitte des Tisches liegenden Legionskarten, welche die Macht Roms repräsentieren, neue Besitzkarten verteilt.

Nachdem jeder Spieler ebenfalls 3 dieser Karten vom Stapel genommen hat, darf er je eine Karte an die Legionen anlegen, eine Karte wieder unter den Stapel schieben und eine Karte darf er behalten. Danach kann er je nach Aurei-Vorrat Karten von den Legionen abkaufen. Am Ende eines jeden Zuges darf man außerdem Karten auslegen und erhält je nach Anzahl der Karten eine gewisse Zahl an Aurei zurück. Wenn man nichts auslegt, bekommt man standardmäßig 2 Aurei. Am Ende einer Runde gehen die verbleibenden Karten der Legionen in den Besitz Roms über.

Am Ende des Spiels haben die Spieler gewonnen, wenn sie gemeinsam in allen Kategorien besser waren als Rom. Es sei denn, ein Spieler hat den Sklavenaufstand infiltriert. Hat er das geschafft, gewinnt er, falls Rom gewonnen hat.

Der Einstieg in das Spiel gestaltete sich sehr schwierig, da die Spielanleitung etwas irreführende Formulierungen enthält und vor allem das Spielziel erst am Ende der Anleitung genannt wird. So spielt man zunächst sehr ziellos, um später zumindest einen Ansatz einer Logik zu erkennen. Die sehr knapp bemessenen Kurzanleitungen, die ausgeteilt werden können, unterstützen zwar den Prozess, allerdings fehlen unserer Meinung nach wichtige Regeln auf den Karten.

Die Anzahl der Symbole auf den Besitzkarten ist unserer Meinung nach ebenfalls sehr verwirrend – so hat ein mehrfacher Aufdruck der Schriftrolle bei der Karte “Senator” keine Auswirkung auf den Spielverlauf. Während eines Zuges geht außerdem oft dasselbe Geld hin und her – so gibt man zunächst Geld aus, um Karten zu kaufen oder auszulegen und bekommt im späteren Spielverlauf dasselbe Geld wieder – das ist eine Spielbewegung zu viel. Da das Spiel selbst für uns Erwachsene zu undurchsichtig ist, können wir das Spiel keineswegs für 10-jährige, wie es auf der Packung aufgedruckt ist, empfehlen.

Wer sich allerdings gerne tiefgründige Strategien überlegt, ist mit diesem Spiel sicher gut bedient.

  • Autor:
  • Verlag:
  • Spieler: 2 – 4
  • Dauer: 45 Minuten
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Schwierigkeitsgrad: 3 (mittelschwer spielbar)

 

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