Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages

Peloponnes – Card Game

Auf der Spielemesse Spiel 2015 in Essen präsentierte Bernd Eisenstein sein jüngstes Werk . Dieses vereinfacht den Spielablauf seines zuvor veröffentlichten gleichnamigen Brettspiels und bietet neues Futter für Strategen und Vielspieler. Der Aufstieg der Zivilisationen folgt jedoch einem steinigen Pfad und wird bedroht durch zahlreiche Naturkatastrophen. Wie sich die neue Städteplanungsvariante schlägt, verrät der folgende Test.

IMG_1958_ratgeberspiel

Spielablauf
Vor dem nichts stehend beginnt jeder Spieler den Aufbau seiner stolzen Zivilisation mit einer der 10 Zivilisationskarten. Diese unterscheiden sich in der Anzahl der Startkarten und der Startbevölkerung und werden zufällig an die Spieler vergeben. In jeder Spielrunde werden nun 6 Machtkarten (Landschafts- und Gebäudekarten) ausgelegt, um welche die Spieler der Reihe nach bieten müssen. Jedes Zweit- und Drittgebot auf das gleiche Gebäude muss hierbei die bisherigen Gebote übersteigen. Wurde jemand überboten, hat er die Wahl sich entweder 3 Münzkarten als Entschädigung zu nehmen oder auf eine der anderen ausliegenden Machtkarten auszuweichen.

Die erworbenen Machtkarten erweitern jeweils das Reich der Spieler. Landschaftskarten werden hierbei einfach angelegt und lösen sofort die abgebildeten Effekte aus. Gebäudekarten hingegen müssen zuvor bezahlt werden. Dies kann durch die bereits ausliegende Produktion anderer Karten oder durch das Ablegen weiterer Handkarten erfolgen. Können die Kosten eines Gebäudes nicht sofort bezahlt werden, kann dies auch in einer Versorgungsrunde erfolgen. Diese werden durch das Aufdecken einer Versorgungskarte im Machtkartenstapel ausgelöst und erfordern das sofortige bezahlen sämtlicher noch nicht bezahlter Gebäude. Ist ein Spieler nicht in der Lage die nötigen Ressourcen aufzutreiben, werden unbezahlte Karten wieder verpfändet.

IMG_1956_ratgeberspiel

Eine weitere Gefahr für den Aufbau der eigenen Zivilisation stellen die 5 Katastrophen Dürre, Erdbeben, Pest, Unwetter und Verfall dar. Ausgelöst durch das wiederholte Aufdecken von Machtkarten mit den gleichen Katastrophensymbolen beeinflussen diese bereits gekaufte Machtkarten und schränken deren Funktion ein. Hierfür werden jeweils Teile der ausliegenden Karten abgedeckt. Ein Spieler kann sich durch spezielle Gebäudearten vor den Auswirkungen einer Katastrophe schützen. Bereits eingetretene Effekte können jedoch erst während der finalen Bewertungsphase aufgehoben werden. Gewonnen wird diese von der Nation mit den meisten Siegespunkten und der größten Bevölkerung. Der jeweils kleinere Wert dient hierbei für den Vergleich der jeweiligen Zivilisationen. Nur wer ein ausgeglichenes Verhältnis beider Werte erreicht, wird sich als Sieger hervortun.

IMG_1966_ratgeberspiel

Spielmaterial
Die beigelegten Spielkarten sind hochwertig verarbeitet, wissen jedoch nicht unbedingt vom Design her zu überzeugen. Zu viele Informationen wurden auf jeder Karte untergebracht, so dass die Interpretation einer einzelnen Karte sich manchmal kompliziert gestaltet. Die Abdeckmechanik durch die Katastrophen gestaltet sich zudem als unnötig kompliziert. Die Spielanleitung ist übersichtlich gehalten und bietet einen guten Einstieg in das Spiel. Lediglich die Abbildungen zu den jeweiligen Beispielszenarien sind nicht immer optimal gewählt.

Fazit
Die Kartenvariante des bereits älteren Brettspiels Peloponnes geht gut von der Hand und überträgt die strategischen Elemente des Originalspiels gekonnt mithilfe der verwendeten Kartenmechaniken. Die Katastrophen halten das Spiel dauerhaft spannend und gestalten das Anstreben eines ausgeglichenen Verhältnisses an Siegpunkten mit einer großen Bevölkerung zu einer anspruchsvollen Aufgabe. Das Spiel richtet sich daher zunehmend an Vielspieler und Strategen.

  • Autor: Bernd Eisenstein
  • Spielzeit: ca. 45 Minuten
  • Vertrieb: 
  • Anzahl: 2 bis 5 Spieler
  • Kategorie: Kartenspiel, Strategiespiel
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Bildquelle: Maria Manneck

Test und Artikel von Alexander Dockhorn

Bewertung

6.1 Bewertung

Die Kartenvariante des bereits älteren Brettspiels Peloponnes geht gut von der Hand und überträgt die strategischen Elemente des Originalspiels gekonnt mithilfe der verwendeten Kartenmechaniken. Die Katastrophen halten das Spiel dauerhaft spannend und gestalten das Anstreben eines ausgeglichenen Verhältnisses an Siegpunkten mit einer großen Bevölkerung zu einer anspruchsvollen Aufgabe. Das Spiel richtet sich daher zunehmend an Vielspieler und Strategen.

  • Spielidee 7/10
  • Ausstattung 6/10
  • Spielablauf 7/10
  • Interaktion 5/10
  • Einfluss 6/10
  • Spielbarkeit 6/10
  • Spaß 6/10

Weitere Informationen

  • Titel: Peloponnes – Card Game
  • Kategorie: Kartenspiele
  • Autor: Bernd Eisenstein
  • Verlag: Iron Games

Wie bewerten Sie dieses Spiel?

GD Star Rating
a WordPress rating system

Kommentar schreiben