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POISON

Ein Kartenspiel vom Meister seines Fachs

Die Illustrationen sind unbestritten zum Thema passend gelungen, der Spielverlauf ist relativ einfach und der Spielspaß ist absolut gegeben.

Wenn Sie auf der Suche nach ansprechenden Spielen sind, ist die Wahrscheinlichkeit einen Volltreffer zu landen sehr hoch, wenn sie auf den Namen achten. Anders ausgedrückt; landen Sie einen Volltreffer, verbirgt sich mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit der Spieleautor dahinter. Respekt Herr Dr. .

Aus diesem Grund geht meine Bewertung über den erforderlichen Rahmen hinaus. Es ist schon beachtenswert, wer sich hinter dem kleinen Kartenspiel verbirgt. Ein ca. 40-Jähriger namens . Seiner Biografie zu entnehmen, wurde er in Deutschland geboren, lebte in den USA, Österreich und jetzt seit vielen Jahren in England. Ein Diplom-Mathematiker (Universität Ulm), ein Master of Science (Syracuse University, USA) und schließlich Doktor der Mathematik (Universität Ulm) können als Meilensteine seiner akademischen Laufbahn genannt werden.

Zudem war er Projektleiter und Gruppenleiter für Softwareentwicklung, stellvertretender Abteilungsdirektor für Informationstechnologie im Auslandsgeschäft einer deutschen Großbank, Abteilungsdirektor für Unternehmensplanung einer deutschen Großbank, General Manager und Vorstand in einem führenden britischen Baufinanzierungsunternehmen.

Lehraufträge an zahlreichen Universitäten und Instituten über Mathematik und Management und Spielentwicklung, z.B. am Massachusetts Institute of Technology. Zahlreiche Veröffentlichungen im Bereich Mathematik, Management und Spielentwicklung. 1999 bis 2001 Vorsitzender der Vereinigung der Spieleautoren SAZ.

Nachdem, was er alles erfolgreich auf seine Fahne schreiben darf, müsste er eigentlich mindestens 120 Jahre alt sein. Dies grenzt schon an Zauberei. Nicht ohne Grund musste das Kartenspiel entstehen, wo Zaubertrank-Karten und Giftkarten im Mittelpunkt stehen. Die Illustrationen sind unbestritten zum Thema passend gelungen, der Spielverlauf ist relativ einfach und der Spielspaß ist absolut gegeben. Das Spiel wurde modifiziert sogar von unter 8-jährigen Kindern getestet und erwies sich als Erfolg.

Das mit dem Spiel erforderliche Zählen und Rechnen (überschreiten der „13“) stellt in dieser Altersklasse kein Problem dar. Eine Spielmüdigkeit kommt nicht auf, der Drang nach „mehr“ war vorhanden.

Die sehr gut ausgeführte Spielanleitung lässt keine Fragen offen, so dass nach den ersten Spielrunden die Spielregeln in „Fleisch und Blut“ bzw. in „Zaubertrank und Gift“ übergehen.

Zum Spiel bleib wenig zu erklären:

In der Zauberküche stehen drei brodelnde Kessel, die mit den Zaubertrank-Karten bzw. Giftkarten zu füllen sind. Die Karten enthalten Wertigkeiten 1, 2, 4 usw. sowie eine differenzierte Farbgestaltung. Der Reihe nach werfen die Spieler die Zaubertrank-Karten oder Giftkarten in einen Kessel ihrer Wahl, ohne dass der Kessel zum Überlaufen gebracht wird, was bedeutet, dass die Summe „13“ nicht überschritten werden darf. Wenn doch, muss der Kessel vom Spieler, der das Überlaufen verursacht hat, geleert werden und es gibt Minuspunkte.

Die Punktergebnisse werden von jedem Spieler auf ein Blatt des beiliegenden Spielblocks eingetragen, um nach Beendigung den Meister der Zauberküche zu ermitteln. Seiner Vitae zu entnehmen, ist nun hauptberuflicher Spieleautor mit über 500 veröffentlichten Spielen und Spielebüchern in zahlreichen Ländern und Sprachen mit vielen Lizenzen wie Herr der Ringe, Janosch, Mensa, Micky Maus and Donald Duck, Monopoly, Playmobil, Sendung mit der Maus, Simpsons und Star Wars.

1993 Deutscher Spiele Preis für Modern Art.
1994 Goldene Feder der Stadt Essen für das Buch Neue Spiele im alten Rom.

2000 Deutscher Spiele Preis und Goldene Feder der Stadt Essen für Tadsch Mahal, Kinderspiel des Jahres in Dänemark, in Schweden und in Finnland mit Safari, Grand Prix du Jouet in Frankreich für Safari Malin, und Gamers’ Choice Award für Lost Cities.

2003 Deutscher Spiele Preis für Amun-Re, Österreichischer Spielepreis für King Arthur, International Gamers Award für Lord of the Rings – The Confrontation und Grand Prix du Jouet in Frankreich für Wapi.

2004 Österreichischer Spielepreis und Schweizer Spielepreis für Einfach Genial und Grand Prix du Jouet in Frankreich für Le Roi Arthur.

2005 Japanischer Spielepreis für Mago Magino.
2006 Österreichischer Spielepreis für Tal der Abenteuer und Spiel des Jahres in Spanien für Lost Cities.

2008 Spiel des Jahres für Keltis und Kinderspiel des Jahres 2008 für Wer war’s? Derzeit mit vier Spielen in den Games 100 der USA.

Das kostengünstige Kartenspiel (unter 7 Euro) hat mich und meine Kinder überzeugt. Respekt Herr Dr. .

Angaben

  • Verlag: Amigo-Spiele
  • Autor:
  • Spieler: 3 bis 6
  • Dauer: 45 Minuten
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Schwierigkeitsgrad: 2 (leicht spielbar )
  • Spieleinteilung: Familienspiel

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