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Sieben unter Verdacht

Ein Krimi-Kartenspiel für clevere Ermittler.

Wie formuliert es der Verlag?
“Ein Mord ist geschehen. Sieben Verdächtige, allesamt stadtbekannte Ganoven, wurden festgenommen und zur polizeilichen Gegenüberstellung ins Kommissariat gebracht. Als erfahrener Ermittler wissen Sie: Zeugenhinweise gibt es viele, doch nur mit messerscharfem Verstand und rascher Kombinationsgabe können Sie die wahren Täter überführen.

Zögern Sie nicht! Man erwartet von Ihnen, dass Sie diesen mysteriösen Fall schnellstmöglich aufklären… ”

Diese Einschätzung lässt “” aber weit dramatischer erscheinen, als es sich tatsächlich darstellt.

Doch der Reihe nach. Das Spiel hat eine solide verarbeitete Verpackung in DVD-Größe, die es auch zu einem “Unterwegs-Spiel” werden lässt, wenn man einen kleinen Tisch zur Verfügung hat. Die Covergestaltung ist gewöhnungsbedürftig, die Verarbeitung der Karten und hölzernen Hinweissteine in Haptik und Design jedoch sehr gut.

Beim Spiel selbst handelt es sich gewissermaßen um eine eingeschränkte Transformation des “MasterMind”-Spielgedankens auf das Gebiet der Kriminologie. Gesucht sind demzufolge nicht mehrere Farben in einer gewissen Anordnung, sondern mehrere (2-5) Kriminelle – Reihenfolge gleichgültig.

Auch fehlt den “Ermittlern” die Möglichkeit, ihren Verdacht präzise auf den Spielplan zu projizieren (ihnen stehen lediglich die 7 möglichen Tatverdächtigen als kleine Karten einzeln vor); sondern ihre Überlegungen in -je Spielzug- drei vorgefertigten Gegenüberstellungskarten zu entdecken, was während eines Spiels schon mal zu der absurden Situation führte, dass die ausgelegten Karten einen Zuwachs an bereits gewonnenem Wissen nicht zuließen…

Damit ist der grundsätzliche Spielablauf schon umrissen: Die 24 Gegenüberstellungskarten werden gemischt. Zu Beginn wird verdeckt eine Gegenüberstellungskarte vom Spielleiter gezogen, die Aufschluss über die 2-5 Täter vermittelt, aber verdeckt auf dem Tisch abgelegt wird. Sodann werden drei weitere Gegenüberstellungskarten aufgedeckt, die alle jeweils eine Kombination von Verdächtigen abbilden.

Nach Auswahl einer der drei Karten kommt dann die Reihe an den Spielleiter: Er nennt die tatsächliche Anzahl an Tätern auf der von den Ermittlern gewählten Karte, indem er diese Anzahl Zeugenhinweissteine neben die Karte legt. Die zwei anderen Gegenüberstellungskarten werden weggelegt. Danach werden drei neue Karten aufgedeckt und wieder wird, diesmal unter Berücksichtigung der durch die Vorrunde erworbenen Erkenntnisse, eine Karte ausgewählt…

So geht es einige Runden, bis schließlich die Freiheitsgrade soweit eingeschränkt werden konnten, dass eine eindeutige Bestimmung der Täter möglich wird.

Alternativ lässt sich das Spiel auch ohne Spielleiter spielen, man legt hierzu nach Auswahl einer der drei Karten diese offen auf die verdeckte Täterkarte und durch die eingestanzten Löcher werden “Einschusslöcher”-Sterne sichtbar – exakt so viele, wie sich Täter auf der ausgewählten Karte befinden. Dieses System ist gut erdacht, lässt allerdings manchmal etwas Präzision vermissen; wir mussten manchmal darüber rätseln, ob wohl der am Rand sichtbare “Drittelstern” ein Täter oder keiner ist. Letztendlich kamen nur die “Einschusslöcher”, die “voll ins Schwarze” trafen, infrage.

Der große Vorteil des Spieles besteht im gemeinschaftlichen Vorgehen, was gerade im Spiel mit Kindern, denen es mitunter schwer fällt, mit Niederlagen umzugehen, ein großer Vorteil ist. Man lässt die Kinder kombinieren, greift nur in aller Vorsicht mit Hinweisen oder Nachfragen ein, wenn sie sich ein wenig geirrt zu haben scheinen und gewinnt gemeinsam. Theoretisch soll laut Spielanleitung auch ein gemeinsamer Verlust (also ein “ungelöster Fall”) möglich sein, das haben wir aber nicht erlebt…

Fazit: Unterhaltsam und empfehlenswert.

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