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Tarantel Tango

Unsere Besprechung zu Jacques Zeimets neuesten Gehirnverdreher Die fiesen Sieben nahmen wir zum Anlass, dass wir noch noch einmal in unserer Spielekiste kramte, um sein älteres Werk „“ hervorzuholen. Auch hier geht es nämlich kunterbunt zur Sache, denn die Tarantel bittet allerlei Tiere zum Tanz und erschreckt dabei so manche ihrer Freunde.

Spielablauf
Zu Beginn des Spiels erhält jeder Spieler einen gleichgroßen Stapel an Tierkarten. In der Mitte des Tisches liegt die wilde Tango-Tarantel und bittet die Spieler reihum zum Tanz. Der Reihe nach decken die Spieler nun die oberste Karte ihres Stapels an eine der 5 Kanten der Tarantel auf und müssen jeweils auf die Karte des Vorgängers reagieren. Macht man hierbei einen Fehler oder reagiert zu langsam schnappt die Tarantel zu und fügt die bisher ausliegenden Karten den eigenen Handkarten hinzu. Wer nicht aufpasst, sammelt schnell eine stattliche Sammlung an Tierkarten an. Gewinnen wird nur, wer seinen Stapel erfolgreich leert.

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Die Tierkarten können mit Hunden, Katzen, Eseln, Kühen, Ziegen und Papageien geziert sein. Handelt es sich um eines der Tiere ohne irgendwelche anderen Markierungen passiert jedoch erstmal gar nichts. Man legt seine eigene Karte im Uhrzeigersinn neben der zuletzt ausgelegten Karte ab und der nächste Spieler ist an der Reihe. Ist neben dem Tier eine Tarantel abgebildet, so erschrickt es. Als aktueller Spieler muss man dann den Schrei des Tieres nachahmen. Schnell hört man überall „Muh“, „Mäh“ und „Miau“, so dass die Party richtig in Schwung kommt. Noch grausiger als eine Tarantel sind zwei Taranteln. Hier muss ein Spieler den Laut des abgebildeten Tieres gleich zweimal nachahmen, andernfalls erhält er weitere Strafkarten.

Genau wie die kleinen Taranteln, die sich überall auf den Tierkarten verstecken, können auch alle anderen Tiere doppelt abgebildet sein. Zeigt die Karte des Vorgängers zwei Tiere ohne Tarantel, so muss man seine eigene Karte zwei Felder weiter ablegen und darf keinen Laut machen. Beim kleinsten Geräusch folgen auch hier wieder Strafkarten. Kommen noch die Taranteln hinzu, wird die Karte zwei Felder weiter abgelegt und entsprechend der Tarantelregeln die Laute der Tiere gemacht. Als letzten Kartentyp gibt es noch die giftgrüne Tarantelkarte. Hierbei müssen alle Spieler so schnell es geht die Hand auf den Tisch legen. Wer hier zögert, den erwischt die Tarantel und deckt einen mit weiteren Strafkarten ein.

Die Grundregeln des Spiels sind noch recht leicht beherrschbar. Richtig knifflig wird es dann aber durch die vielen angebotenen Zusatzregeln. Wurde zum Beispiel der Esel aufgedeckt, zeigt dieser sich störrisch und bewegt sich keinen Millimeter weiter. Für den nächsten Spieler bedeutet das, dass die nächste Karte auf das gleiche Feld abgelegt wird. Der Hund zeigt sich hingegen besonders neugierig und rennt abgelenkt in die andere Richtung. Für die Spieler bedeutet das, dass die folgenden Handkarten nun auf die nächsten Felder in entgegengesetzter Spielrichtung abgelegt werden, bis die nächste Hundekarte aufgedeckt wird. Die Kuh hat die Regeln selbst nicht ganz verstanden und spielt einfach noch einmal. Legt ein Spieler eine Kuh-Karte ab, ist dieser gleich nochmal an der Reihe. Als letzte und wahrscheinlich auch schwierigste Regel kommt der Papagei hinzu. Bei einer zuvor abgelegten Papagei-Karte muss der darauffolgende Spieler den zuletzt-gemachten Laut wiederholen. Diese Regel tritt aber nur in Kraft, wenn keine Tarantel abgebildet ist. Findet sich eine Spinne auf der Papageien-Karte, muss der Spieler hingegen „Aua“ sagen.

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Die optionalen Regeln schmiegen sich sehr schön in den grundlegenden Spielablauf ein. Da das Spiel auf diese Weise modular erweiterbar wird, kann man den Schwierigkeitsgrad sehr schön auf die jeweilige Gruppenstärke anpassen, so dass selbst erfahrene Spieler mit allen Regeln ordentlich aufpassen werden müssen.

Spielmaterial
Hier geht es konsequent bunt zur Sache. Die Tierkarten überzeugen mit witzigen Motiven und sorgen durch eindeutig zugeordnete Hintergrundfarben und leicht zu unterscheidenden Zeichnungen für einen flüssigen Spielablauf. Lediglich die kleinen Spinnen neben den Kartenmotiven sind manchmal etwas leicht zu übersehen und sorgen daher oft für allerlei Fehler unter den Spielern.

Fazit
Wer nicht aufpasst, hat schon längst verloren. In dieser Tanzparty schnappt sich die Tarantel alle Spieler, die nicht schnell genug sind. Wer nur kurz zögert, wird bereits zum Tanz gebeten und sammelt fleißig Strafkarten. Gelingt es einem Spieler trotz der vielen Regeln einen klaren Kopf zu bewahren, kann er als Erstes die Party verlassen und sich vor der tanzwütigen Tarantel retten. Dank der vielen optionalen Regeln kann der Schwierigkeitsgrad variabel angepasst werden. Die Grundregeln bieten einen leicht zu lernenden Einstieg und die Regeln für Fortgeschrittene lassen auch bei erfahrenen Gruppen noch so manchen Kopf rauchen. Dieses Spiel empfiehlt sich ganz klar für muntere Runden, die herzlich über die eigenen und die Fehler anderer lachen können.

  • Autor: Jacques Zeimet
  • Spielzeit: ca. 15 – 20 Minuten
  • Vertrieb: 
  • Anzahl: 2 bis 5 Spieler
  • Kategorie: Kartenspiel
  • Alter: ab 7 Jahren
  • Bildquelle: 

Test und Artikel von Alexander Dockhorn

Bewertung

8.3 Bewertung

Wer nicht aufpasst, hat schon längst verloren. In dieser Tanzparty schnappt sich die Tarantel alle Spieler, die nicht schnell genug sind. Wer nur kurz zögert, wird bereits zum Tanz gebeten und sammelt fleißig Strafkarten. Gelingt es einem Spieler trotz der vielen Regeln einen klaren Kopf zu bewahren, kann er als Erstes die Party verlassen und sich vor der tanzwütigen Tarantel retten. Dank der vielen optionalen Regeln kann der Schwierigkeitsgrad variabel angepasst werden. Die Grundregeln bieten einen leicht zu lernenden Einstieg und die Regeln für Fortgeschrittene lassen auch bei erfahrenen Gruppen noch so manchen Kopf rauchen. Dieses Spiel empfiehlt sich ganz klar für muntere Runden, die herzlich über die eigenen und die Fehler anderer lachen können.

  • Spielidee 9/10
  • Ausstattung 9/10
  • Spielablauf 8/10
  • Interaktion 8/10
  • Einfluss 6/10
  • Spielbarkeit 9/10
  • Spaß 9/10

Weitere Informationen

  • Titel: Tarantel Tango
  • Kategorie: Kartenspiele
  • Autor: Jacques Zeimet
  • Verlag: Drei Magier

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