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Zoff am Herd

Ein rasantes Spiel um den besten Eintopf.

Kochtöpfe werden mit verschiedenen Gemüsesorten vom Chef de cuisine und seinen Köchen befüllt – Deckel drauf und fertig.

Das Kartenspiel (108 Spielkarten) wird in einer stabilen, gepolsterten Metallbox (Kategorie Dosenspiele) bereitgestellt. Das Equipment (Spielkarten, Anleitung und die eigens für das Spiel eingerichtete WEB-Seite, www.zoffamherd.info) macht einen sehr guten Eindruck. Für durchschnittlich 10 € ist dieses Spiel im Handel erhältlich.

Der Metallbox liegen bei:

  • 108 Spielkarten aufgeteilt in
  • 60 Gemüsekarten (mit Köchen auf der Rückseite)
  • 12 Startgemüse (mit schwarzem Hintergrund)
  • 9 Töpfe (Querformat)
  • 15 Kochlöffel (mit Zahlen von 1 bis 5)
  • 5 Deckel (mit Zahlen von 1 bis 5)
  • 5 Köche in den fünf Spielerfarben (mit grauem Rahmen)
  • 1 “Chef de cuisine”
  • 1 Regelkarte

Als ich erstmals das gelungene Layout der Verpackung (Grafik Frank Stark) gesehen habe, assoziierte es in mir, das es ein Spiel zu Disney PIXAR´s „RATATUI“ sei.

Das Outfit der Köche erinnert zumindest sehr an den Streifen. Die Ähnlichkeit scheint aber rein zufällig, Köche sehen nun mal so aus. Der Griff ins Regal dürfte dem Käufer damit zumindest leicht fallen.

Thomas Camenzind und Robert Stoop aus der Schweiz haben dieses, für unsere Schweizer Nachbarn eher ungewöhnlich schnelle und rasante Spiel entwickelt.

Am Rande sei bemerkt, dass Thomas Camenzind rechtzeitig zur EM 2008 auch „Championship“ kreiert hat – ein wirklich empfehlenswertes Fußballwettspiel, was auch Fußballmuffel begeistert.

Nun zum Spiel. Auch wenn Ihr IQ über dem Durchschnitt liegt, erforderen die Spielanleitung im Begleitheft und die später darin dargestellten Varianten mehrmaliges Lesen.

Nach der Spielvorbereitung beschreibt die Spielanleitung den Ablauf wie folgt
„Die Karten werden ausgeteilt, das rasante Spiel beginnt. Der älteste Spieler übernimmt die Rolle des Chef de Cuisine. Er legt die Karte Chef de Cuisine vor sich ab. Die anderen Spieler sind die Köche. Der Chef bereitet die erste Runde vor. Der Chef de Cuisine gibt den Takt in der Küche an. Er nennt laut die Nummer des obersten Koches, den er auf der Hand hält. Danach legt er die Karte mit der Gemüseseite nach oben auf einen der beiden Gemüsestapel in der Mitte der Töpfe und nennt sofort die Nummer auf seiner nächsten Karte usw. Karten, deren Nummer er genannt hat, legt er abwechselnd auf die beiden Gemüsestapel. Der Koch, dessen Nummer aufgerufen wurde, kann nun eine seiner Handkarten offen auf einen beliebigen Kochtopf legen.

Das kann am Anfang Gemüse, später aber auch ein Kochlöffel oder Deckel sein. ……“

Während des Spiels geht es kreuz und quer durcheinander, aber letztendlich kommt jeder Mitspieler zum Zuge.

Auf Töpfe mit Deckel, dürfen keine weiteren Karten mehr abgelegt werden. Nachdem der letzte Kochtopf mit Deckel verschlossen wurde, ist das Spiel in der ersten Runde beendet. Es beginnt die Auswertung – das Auszählen und Aufschreiben der Ergebnisse für jeden Spieler.

Pluspunkte für die Gemüse, die am meisten im jeweiligen Topf sind und Minuspunkte, für die Gemüse, die weniger vorhanden sind. Eine reine Suppe ergibt Zusatzpunkte. Aus fachlicher Sicht ist dies nicht nachvollziehbar, aber Spielregeln lassen sich ja ändern.
Die zweite Runde kann beginnen.

Der nächste Spieler wird zum Chef de Cuisine befördert. Ist jedem Mitspieler diese Ehre zu Teil geworden, ist das Spiel beendet und der Sieger wird errechnet.

Fazit

Nach der Beschreibung ist das Spiel für Kinder ab 7 Jahren gedacht. Wie der Test in dieser Altersklasse zeigte, mussten im Laufe des Spiels so manche Diskussionen zu den Spielregeln geführt werden.

Ich würde Ihnen auf jeden Fall empfehlen, die eigens für dieses Spiel eingerichtete WEB-Seite, www.zoffamherd.info, aufzusuchen und das Einführungsvideo anzuschauen.

Besser können Ihnen die Spielregeln nicht erklärt werden und Sie gewinnen einen Eindruck, ob das Spiel für die vorgesehene Altersklasse geeignet sein könnte. Im Video wird das Spiel „“ ausschließlich von älteren Jugendlichen und Erwachsenen gespielt.

Thomas Camenzind und Robert Stoop muss zugestanden werden, dass die Spielidee genial ist und eine Lücke in der Spieleszene füllt.
Obwohl die Spielanleitung mit den Worten „Guten Appetit“ endet, treiben die Suppen von Thomas Camenzind und Robert Stoop, aufgrund ihrer Zusammenstellung und des Punktesystems, den Spieler eher zum fast food. Somit ist das Spiel im wahrsten Sinne des Wortes „Geschmackssache“. Wenn Ihr Partner so kocht, wie in „“, wird es Zoff nicht nur am Herd geben.

Es stellt sich die Frage, warum das Spiel nicht gleich mit Bildungsinhalten verknüpft wurde. Der Weg eines guten Eintopfs (von der gesunden Ernährung über die Vielfalt der Zutaten bis zum Einbeziehen von Kochrezepten) wäre neben dem Unterhaltungswert noch lehrreich für junge Köchinnen und Köche.

Den Schwierigkeitsgrad würde ich mit 3 (mittelschwer spielbar) bewerten.

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