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Call of Duty: Black Ops

Die Meldung schien von so großer Bedeutung, dass selbst große Zeitungen nicht umhin kamen, darüber zu berichten: hat sich am Erscheinungswochenende besser verkauft als jedes Spiel zuvor. Kein Wunder, dass es sogar mehr Geld in die Kassen der Publisher spülte als beispielsweise der Kinohit Avatar an dessen Startwochenende. Doch ist ja bekanntlich nicht alles Gold was glänzt und so ist es ja vielleicht auch in diesem Falle. Kann der neue Ableger dem großen Medienhype denn wirklich gerecht werden?

Rote Zahlen im Kalten Krieg
Spielerisch ist es man ja fast schon gewohnt, dass die Call of Duty Reihe den Spieler mit jedem neuen Ableger in ein anderes Szenario versetzt. War man im 4. Teil noch in der Gegenwart stationiert, wechselte man im Nachfolger an die Fronten des Zweiten Weltkrieges, um danach wieder in der Gegenwart zu kämpfen. Doch nun, mit dem mittlerweile 7. Teil präsentiert man dem Spieler ein frisches, im Ego--Genre noch wenig benutztes Setting: das des Kalten Krieges.

Alex Mason, amerikanischer Geheimagent und verantwortlich für die schwierigsten Aufträge des US-Militärs, wacht festgeschnallt auf einem Folterstuhl auf. Umzingelt von Bildschirmen, die ihn selbst und Videoausschnitte aus der Vergangenheit zeigen, wird er immer wieder von einer unbekannten Stimme über Zahlen und seine Missionen befragt. Zahlen, die ihm selbst in grellem Rot vor Augen erscheinen. Unter Elektroschocks soll er diese nun in Verbindung mit seinen Aufträgen bringen.

Aus diesem Grund erlebt der Spieler nun also das Geschehene noch einmal und schlägt sich dabei durch die ganze Welt, um eine Verschwörung aufzudecken, die über die Grenzen von Ost und West hinausgeht. Anfangs soll man beispielsweise in Kuba Fidel Castro beseitigen, später den Start einer sowjetischen Rakete verhindern, immer auf der Suche nach der Lösung des Rätsels. Auch die Schlachtfelder des Vietnamkrieges und selbst ein kurzzeitiger Auftrag in der Haut eines anderen Soldaten im frostigen Sibirien während des Zweiten Weltkrieges sind Schauplätze des s.



Frisches Szenario, brutale Action, andere Modi: Das neue Call of Duty

Das Menüdesign lehnt sich dabei an die Geschehnisse in der Kampagne an. Auf einem Bildschirm kann man die unterschiedlichen Modi wählen: Kampagne, Mehrspielermodus, Überlebenskampf. Durch die wunderbar abwechslungsreichen Settings und wechselnden Aufgaben, Tageszeiten und Wetterbedingungen ist die Kampagne so gut gelungen wie bei nur wenigen n zuvor.

Die ominöse Allianz aus Russen und deren Verbündeten in aller Welt und das spannende Geschehen, das mal in die eine, mal in die andere Richtung ausschlägt, fesselt den Spieler und ist deutlich durchdachter als das der meisten Konkurrenten in diesem Genre. Auch vom Umfang kann sich der neue Teil der Serie sehen lassen. Besonders erwähnt werden sollte aber noch einmal das abwechslungsreiche Missionsdesign: Mal nimmt man an Bord eines zum Panzer umgebauten Jeeps Platz oder flieht mit einem Motorrad aus einem Gefängnis, steuert Bodentruppen vom Helikopter aus durch Feindesgebiet und kämpft dann wieder selbst am Boden, um wenig später wieder die eigene Einheit aus der Luft zu steuern.

Hinzu kommen Einsätze auf einem Boot in Asien und ein weiterer Einsatz hoch über dem normalen Kampfgeschehen.

Es muss aber ein weiterer Aspekt des Spiels ganz ebenso klar gemacht werden: Die Kennzeichnung ab 18 ist dem Spiel auf jeden Fall angemessen, denn es geht nicht gerade zimperlich zu in . Wenn der Spieler sieht, wie ein Schuss in den Kopf aussieht, sich der Fluss rot färbt, weil man gerade den Feind erdolchen musste , zusieht, wie ein tödliches Gas an den Kameraden ausprobiert wird, oder Zeuge von Gefangenenerschießungen wird, ist klar:

Dieses Spiel gehört in keinem Fall in die Hände von Jugendlichen oder Kindern.

Natürlich mag dies teilweise zur actionreichen Atmosphäre beitragen, weniger brutale Szenen hätte es aber auch getan. Denn eben aufgrund jener Härte soll nun sogar die internationale, ungeschnittene Version des Spiels aus den Ladenregalen verschwinden.

Im neu dazugekommenen Überlebensmodus kann man mit Freunden oder auch allein, wie der Name schon sagt, ums Überleben kämpfen. So versuchen immer wieder kehrende, immer größer werdende Zombiemassen, dem Leben ein Ende zu bereiten und man muss diesem solange wie möglich entgegenhalten. Nebenbei gibt es auch noch zwei kleine Minigames, die durch den Spieler im Menü entdeckt werden können, an dieser Stelle soll aber nicht verraten werden, wie das zu tun ist, nur so viel: der Computer hinter dem Stuhl steht nicht umsonst da…

Besonderes Lob verdient wieder einmal der Online-Multiplayermdous des Spiels. Die Karten sind phantastisch designt und erlauben viele taktische Möglichkeiten. Außerdem kann man, wie schon aus den Vorgängern gewohnt, durch stetes Spielen und Erreichen von diversen Herausforderungen neues Equipment und Waffen freischalten. So kann man seine Soldaten ganz nach eigenen Vorlieben und Spielweisen ausstatten. Man spielt aber nicht nur um den Rangaufstieg, sondern um Geld, das dann in anderen Spielmodi eingesetzt werden kann. Gewinnt man dabei, kann man sich weiter ausrüsten, verliert man, muss man mit dem Vorlieb nehmen, was man hat.

Neben den üblichen Spielmodi warten außerdem einige komplett neue, die den Spieler immer Neues ausprobieren lassen und vor neue Herausforderungen stellen. Es ist also weniger die Einzelspielerkampagne, die zum Kauf anregt, als vielmehr der Multiplayer, der über viele weitere Stunden wieder an die Front ruft.

Grafisch und akustisch überzeugend
Auch grafisch kann das Spiel wieder vollauf begeistern. Durch die vielen abwechslungsreichen Orte konnten die Entwickler sich offensichtlich einmal ganz austoben und präsentieren das Spiel, ob nun im tropischen Kuba, auf der kargen Raumstation oder im eisigen Russland, auf höchstem optischen Niveau. Trotz der teilweise unüberschaubaren Zahl an Gegnern läuft das Spiel in der Kampagne wie auch Online erstaunlich flüssig. Zwar ist das eine Level mal ein klein wenig blasser und texturenärmer geraten als beispielsweise der grafisch opulente Kubaausflug, den positiven Gesamteindruck schmälert das aber in keinem Fall.

Die Klangkulisse passt sich dabei ebenso dem wechselvollen Geschehen an. Mal erklingen da Klassikaufnahmen und gewaltige Orchesterwerke, in manchen Parts kleinere Rockeinlagen und manchmal lässt man nur die Umgebungs- und Witterungsgeräusche auf den Spieler einwirken. Alles in allem ist auch dieser Bereich wieder äußerst gelungen und ergibt zusammen mit der Grafik ein stimmiges Bild auf hohem Niveau.

Fazit

Call of Duty beschreitet nicht nur in der Art, wie die Story erzählt wird, neue Wege: Die Reihe kann mit ihrem neuesten Ableger endlich eine spannende Story, genügend Umfang und einen erstklassigen Mulitplayer-Modus zu einem großen Actionfeuerwerk bündeln. Passend dazu kann das Spiel auch grafisch überzeugen und die Steuerung ist, nebenbei erwähnt, wieder einmal erstklassig und enorm präzise. So bleibt nicht viel mehr zu sagen, als dass dieses Spiel wohl für jeden erwachsenen (und nur für diese!) Action- und fan zum Pflichtkauf wird. Unterhaltung ist garantiert!

Daten:

  • Publisher:
  • Entwickler: Treyarch
  • Genre: First-Person-Action
  • Plattform: PC, PS3, Xbox 360, Wii, Nintendo DS
  • Releasedatum:  bereits erschienen
  • Spieler: 1 – 4 (Online 2-18)
  • USK: freigegeben ab 18 Jahren

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