Wörter-Wettlauf – Richtig schreiben

In der Reihe DUDEN-Spiele des KOSMOS-Verlages “Einfach-klasse in Deutsch – -” wurde ein Lege- und Laufspiel für 2 bis 4 Spieler ab 6 Jahren herausgegeben.
Das Spiel besteht aus einer Laufleiste, 30 Wortkarten in drei Farben, 26 Bilderkärtchen und vier Spielerchips.

Dieses Spielmaterial ist aus stabilem Pappmaterial gefertigt. Die Wortkarten haben auf einer Seite in Großbuchstaben das zu erratende Wort abgedruckt und auf der anderen Seite ist einmal ein Bild und gegenüber seitenverkehrt eine Bilderreihe abgebildet. Die 26 Bilderkarten entsprechen nicht den 26 Buchstaben des Alphabets. Auf einer Seite ist der Großbuchstabe abgedruckt (außer den Buchstaben C,J, Q, V, X, Y; dafür gibt es das AU, EI, EU, PF, ST, SCH) und auf der anderen Seite Anlautbilder. Nach Hersteller kann das Spiel in 3 verschiedenen Varianten nämlich für Schreibanfänger (1. Klasse), für Schreiberlinge (1./2. Klasse) und für Schreibprofis (2. Klasse) gespielt werden.

Unsere Große kommt dieses Jahr in die Schule.

Sie kennt soweit alle Großbuchstaben des Alphabets. Auch die Aussprache der Buchstaben für das zukünftige Schreiben ist ihr nicht unbekannt. Lesen haben wir jedoch noch nicht geübt, denn dafür gibt es dann die Schule. Wir haben die erste Spielvariante – für Schreibanfänger – gespielt. Unsere Kleine von 4 Jahren musste auch unbedingt mitspielen. Für die Schreibanfänger werden die gemischten Wortkarten in die entsprechende Öffnung der Schachtel gesteckt, so dass nur das Wort zu sehen ist. Jetzt muss der Mitspieler aus den gemischten Bilderkärtchen, wobei die Anlautbilderseite nach oben zeigt, die Bilderreihe des Wortes in der richtigen Reihenfolge zurechtlegen. Eine Kontrolle kann mit der Wortkarte erfolgen, da auf der Rückseite der Wortkarte das Bild und die Bilderreihe abgebildet sind. Wurden die Bilder richtig gesetzt, so kann der Spieler auf der Laufleiste seinen Chip auf den nächsten – zu der Wortkarte – farblich passenden Schuhabdruck vorrücken.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnten die Kinder kleine Erfolge erzielen. Besondere Schwierigkeiten hatten sie mit den AU, EI, EU, PF, ST, SCH. Zum Glück gab es ohne diese Buchstabenkombinationen, so dass eben Erfolge erzielt werden konnten. Anfänglich haben wir uns alle mit dem Ufo für das U schwergetan. Die Kinder kannten den Ausdruck noch gar nicht. Auch die Abbildung eines Hasen mit einem Osterei ist gewöhnungsbedürftig für den Buchstaben O (bei anderen Spielen ist es bspw. der Otter). Das war jedoch für die Kinder nicht wirklich ein Problem, denn es wurde -nach der Erläuterung durch uns- sofort entsprechend abgespeichert.

Die 2. Spielvariante – für Schreiberlinge – gestaltete sich im Spiel wesentlich schwieriger, obwohl lediglich zwischen Wortkarte und Bilderkärtchen die Buchstaben und die Anlautbilder getauscht werden. Das bedeutet, dass bei dieser Spielvariante die gemischten Wortkarten insoweit in die Schachtel gesteckt werden, als das nur die Bilderreihe heraus schaut. Nunmehr müssen die entsprechenden Bilderkärtchen mit der Buchstabenseite nach oben zeigend herausgesucht werden. Die Erfolge waren bei den Kindern reduziert, aber noch vorhanden.

Die dritte Spielvariante für Schreibprofis brachte keine Erfolge mehr. Bei dieser Variante werden die Wortkarten mit dem Bild oben herausschauend in die Öffnung gesteckt. Auch hier müssen jetzt die Bilderkärtchen mit der Buchstabenseite nach oben zeigend in der richtigen Reihenfolge gelegt werden. d. h. der Spieler buchstabiert in diesem Moment ohne bildliche Hilfestellung das zu sehende Bild. Wir haben dieses Spiel noch einer Achtjährigen, die derzeitig im 2. Halbjahr 2. Klasse ist, zum Testen gegeben. Sie fand selbst die 3. Spielvariante nach dem 3. Spiel eher langweilig.

Die Altersangabe sollte geändert werden. Besser wäre die Angabe für Erst- bis Zweitklässler. Es sollte erst durch die Schule ein bestimmter Buchstabenstamm erlernt werden, bevor man die 1. Spielvariante – Schreibanfänger richtig sinnvoll nutzen kann. Dann dürfte es auch eine gute Förderung und Unterstützung sein. Auch sollte das Wort auf der Wortkarte nicht nur in Großbuchstaben geschrieben sein, sondern der Anfangsbuchstabe in groß und die restlichen Buchstaben in klein. Zusätzlich sollten die jeweiligen Buchstaben auf den Anlautkarten in großen und kleinen Buchstaben abgedruckt sein.

Die weiteren Spielvarianten erfordern ein weiteres Niveau, deshalb sollte auch hier ein gewisser Grundstock vorhanden sein.

Insgesamt kann man feststellen, dass das Spiel in der Anfangszeit der Grundschule die Schreibfähigkeit unterstützt und sicherlich auch verbessern kann. Darüber hinaus kann das Spiel nicht mehr verwendet werden, da es zu schnell für die Kinder langweilig wird. Als Einsatz für den Hort hätte es eine längere Verwendung.

Verlag: DUDEN in Kooperation mit KOSMOS-Verlag

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