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Der Fall Marlies Reinhold

Frauen mit endlosen Zigarettenspitzen und Perlenketten, Männer im feinsten Zwirn mit Zylinder – der Charme und das Flair der „Goldenen Zwanziger Jahre“. Die bunte und prunkvolle Zeit mit luxuriös ausgerichteten Feierlichkeiten. Mit der Crème de la Crème im Glanz der berühmtesten Stars dinieren und sorgenfrei im Ruhm und Rampenlicht der „Goldenen Zwanziger Jahre“ leben, die damalige Blütezeit deutscher Kunst und Geschichte.

Genau in diese Zeit wird man durch das Krimi-Gesellschaftsspiel „“ hineinversetzt, welches für genau acht Spieler ab 16 Jahren ist. Der Anfang des Spiels beginnt mit einer Einladung zu einem festlichen Dinner nach der Kino-Prämiere mit der hohen Berliner Prominenz und der Hauptdarstellerin des Stummfilmhits „der laue Bengel“, Marlies Reinhold. Doch wird es nie zum Dinner mit der Hauptdarstellerin kommen, denn sie wurde tot in ihren Räumlichkeiten vorgefunden. Nun gilt es, den Mörder der ominösen Marlies Reinhold zu entlarven.

Das Vorankommen in diesem Spiel hängt maßgeblich von der Anteilnahme der Spieler ab. So sollte man Verdächtigungen nur begründet abgeben, denn Falschanschuldigungen können durchaus sehr schnell zur Falle werden. Das Spiel kann sehr unterschiedlich ausgehen, da der Spielverlauf sowohl von dem Sozialverhalten der Spieler als auch von der Kreativität bei den Ausreden gepaart mit einer Prise Schauspieltalent abhängt.

Da man sich im Verlauf des Spiels nicht nur am Anfang die festgelegte bzw. gewählte Rolle mit den dazugehörigen Informationen merken sollte sondern beispielsweise auch die Verhaltensweisen und Äußerungen seiner Mitspieler, sind ein gutes Gedächtnis, flexibles Denken und Kombinatorik entscheidende Faktoren zur Lösung des Mordfalls.

Der Fall Marlies Reinhold 1

Sehr gelungen ist die Kombination der Spielrunden mit dem Ablauf des Dinners. So wird jede neue Runde durch einen neuen Gang begleitet. Der Spielablauf ist in Runden festgelegt und wird durch eine dazugehörige Speise umrundet. Innerhalb jeder Runde können dann solange Informationen gesammelt werden, wie das Essen der einzelnen Gänge dauert. Aber dabei gilt immer: Nicht alle Indizien dürfen sofort verraten werden, da sonst die Spannung verloren geht. Denn jeder Charakter hat nur eine vorbestimmte Menge an charakterspezifischen Indizien, die er in der laufenden Runde finden und verraten darf.

Die Spielzeit hängt stark von der Kooperation und dem Diskussionsbedarf der Gruppe ab. Etwas schade ist es jedoch nur, dass die Spieleranzahl genau erreicht werden muss. Generell ist dieses Spiel eher etwas für größere Gruppen, die sich auch gerne mal in das Spielgeschehen hinein versetzen wollen. Für den Gelegenheitsspieler ist es leider eher ungeeignet, da es unter anderem schon Vorbereitungszeit für die Einladungen, die Speisekartenerstellung und die Terminplanung benötigt.

Getestet: Mareen Johannes

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