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Was Medien von den Kindern lernen können

sind keine kleinen Erwachsenen – sie sehen die Welt mit anderen Augen. Sie sind fasziniert von für uns Selbstverständlichem, das Spiel ist für sie der Ernst des Lebens, und was morgen ist, ist ihnen gleichgültig. reagieren unmittelbarer und unvermittelter. Sie bilden Zusammenhänge, die uns manchmal nicht mehr einfallen. Und, während Erwachsene vor allem auf das gesprochene Wort reagieren, sind extrem sensibel für die Körpersprache und kleinste Gesten. Gleichzeitig sind häufig schneller fertig mit dem, was sie zu einer Sache zu sagen haben – dann scheint die Welt mit einem Mal erstaunlich einfach.

Das Seelenleben der ist aber nicht etwa simpler strukturiert. Es zeigt vielmehr Formen auf, die uns als Erwachsene nicht mehr frei zugänglich sind – sie sind unbewusst. Natürlich haben auch ein Unbewusstes – aber dennoch lernen wir über die ‚Befragung’ von n, wie sich Seelisches ganz generell entwickelt und funktioniert. forschung hilft also die Erwachsenen zu verstehen: Was musste jeder einmal durchlaufen? Welche Methoden muss man entwickeln, wenn man größer wird? Was bleibt alles auf der Strecke?

Wie sehen die Strukturen der kindlichen Seele aus? Hier einige Grundzüge und deren Konsequenzen für die ansprache:

1. denken in magischen Bildern
-Wirklichkeit ist nicht immer logisch nachvollziehbar, denn leben lebendige Bilder und denken magisch. Verwandlungen, die Erwachsene eher nur noch aus Filmen kennen, sind für an der Tagesordnung. Alles scheint sich mehr oder weniger noch in alles verwandeln zu können und Gegenstände besitzen häufig magische Kräfte. Figuren, die das symbolisieren wie z.B. Spongebob sind bei den n häufig sehr beliebt.

Das heißt, sie setzen beispielsweise gesundes Essen ein, nicht um gesund zu sein/werden, sondern um stark zu werden wie ein Pirat/Ritter, schön zu werden wie eine Prinzessin, schnell zu werden wie ein Gepard.

„Widersprüchliches“ gibt es in dieser Bilderlogik kaum: können bereits „wissen“, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt und im nächsten Moment voller Leidenschaft einem Wunschzettel für ihn bereitlegen.

2. wollen speziell als angesprochen werden
Anders als Erwachsene, die eine spezielle Ansprache zum Teil als Diskriminierung erleben (zum Beispiel ältere Verbraucher als ältere anzusprechen), sehen gerne, wenn sie von Produkten, Werbung und als speziell angesprochen werden.

3. wollen wissen, wo sie stehen bzw. eine eigene Positionsbestimmung festlegen
Zum Beispiel Zugehörigkeit zu einem bestimmten Alter, Geschlecht, Kontext etc. Ein übergreifendes Format für verschiedene Altersgruppen ist für sie eher weniger attraktiv.

4. wollen sich entwickeln und suchen Angeboten für ihre jeweiligen Entwicklungsthemen
Erst das Einbeziehen der je nach Entwicklungsstufe relevanten Entwicklungsthemen macht das TV-Format richtig interessant für . Sie sind je nach Entwicklungsphase mit unterschiedlichen Themen beschäftigt und wollen jeweils etwas Bestimmtes werden. So sind z.B. für garten Entwicklungsthemen relevant wie „Jemand Besonderes sein“, „Mädchen oder Junge sein“ und „Fehler wieder gut machen“. suchen durch das TV-Format Möglichkeiten und Lösungsansätze mit diesen Themen umzugehen.

5. wollen aus den etwas für ihr Leben mitnehmen
Das heißt, sie wollen etwas aus den angebotenen Formaten mitnehmen, dass sie in ihrem Alltag anwenden können. So sind zum Beispiel Mitbewegungs- und Mitmachangebote (Reime, Lieder, Tänze, Slogan, Symbole) sehr begehrt, die man dann im eigenen Alltag wieder einsetzen kann.

6. haben ihre Eltern immer mit im Blick
Egal ob bei der Auswahl von Produkten oder beim Betrachten von TV-Formaten kümmern sich auch immer darum, wie wohl ihre Eltern darauf reagieren, denn meist wollen sie die Erwartungen der Eltern auch in gewisser Weise erfüllen. Es wird immer auch wieder gegen gehalten, wie das wohl zu den familiären Regeln passt und falls nicht, welche Argumentationen sie heranziehen könnten, um ihre Eltern zu überzeugen, bestimmte nutzen zu dürfen.

Nicole Hanisch ist Psychologin und forscherin sowie Branchengruppenleiterin bei rheingold, dem Institut für qualitative Markt- und analysen, in Köln.

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